11.08.2025
WIFO

Österreich bleibt konjunkturell schwach

Laut aktueller WIFO-Einschätzung lässt die Konjunkturbelebung in Österreich "weiter auf sich warten".
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Die Wiener Skyline rund um den DC-Tower | (c) Michael Niessl via Unsplash
Die Wiener Skyline rund um den DC-Tower | © Michael Niessl via Unsplash

Für all jene, die Europas Schwäche im Vergleich zu den USA und China beklagen, dürfte es ein schwacher Trost sein: Auch dort hat man aktuell mit Problemen zu kämpfen. Und diese sind sehr unterschiedlicher Natur, wie man beim Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO erläutert.

Inflation und Konjunkturabschwächung in den USA, Deflationsdruck in China

Demnach führen die neuen, hohen Zölle in den USA zu einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums und einer Beschleunigung der Inflation. In China herrsche hingegen Deflationsdruck durch Überproduktion und die anhaltende Immobilienkrise. Im Euro-Raum schließlich sei die Konjunktur „weitgehend stabil“, heißt es vom WIFO.

Österreich sticht in Europa weiterhin eher negativ heraus

Einmal mehr sticht Österreich hier aber eher negativ als positiv heraus. Auch wenn die Konjunkturprognose hierzulande zuletzt nicht mehr auf eine Rezession in diesem Jahr hindeutete, lasse eine Konjunkturbelebung in Österreich „weiter auf sich warten“, so das Wirtschaftsforschungsinstitut.

„Dynamisch expandierten nur die öffentlichen und öffentlichkeitsnahen Dienstleistungen, im produzierenden Bereich setzte sich die Rezession fort“, heißt es in der Kurzanalyse konkret. Wenngleich der WIFO-Konjunkturtest zuletzt eine leichte Stimmungsaufhellung anzeige, überwiege weiterhin die Skepsis. „Eine ungünstige Kombination wirtschaftspolitischer Maßnahmen ließ die Strompreise seit Jahresbeginn um ein Drittel steigen und sorgte – zusammen mit dem notorisch kräftigeren Preisauftrieb bei Dienstleistungen – erneut für eine höhere Inflation als im Euro-Raum insgesamt“, so das Institut. EU-weit entsprach die Teuerung dem Zielwert der EZB.

Arbeitsmarkt: Positiver Effekt durch schrittweise Anhebung des Frauen-Pensionsalters

Auch die EU-weite Arbeitslosigkeit sei „für europäische Verhältnisse niedrig“. In Österreich sei der Arbeitsmarkt hingegen von der schwachen Konjunktur geprägt. „Die Arbeitslosigkeit ist im Steigen begriffen, während die Zahl der offenen Stellen und der Personalstand in der Privatwirtschaft sinken. In öffentlichen und öffentlichkeitsnahen Bereichen expandiert die Beschäftigung hingegen“, heißt es dazu vom WIFO.

Ein positiver Sondereffekt gehe von der schrittweisen Anhebung des Regelpensionsalters der Frauen aus. Sie führe seit 2024 zu erheblichen Beschäftigungszuwächsen bei den ab 60-Jährigen. „Eine Anhebung des Regelpensionsalters scheint ein wirksames Mittel zu sein, um die Beschäftigung zu erhöhen. Arbeitslosigkeits- und Verdrängungseffekte sind in Zeiten des Arbeitskräftemangels gering“, analysiert Stefan Schiman-Vukan, Autor des aktuellen WIFO-Konjunkturberichtes.

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v.l. Hermann Erlach (General Manager Microsoft Österreich), Andreas Wagner (Geschäftsführer SAP Österreich), Robert Kaup (Geschäftsführer Tieto Österreich), Lukas Keller (Head of Business Development Tieto Österreich) | Foto: Lara Artis

Vom KI-Hype zur breiten Wirkung ist es weiterhin ein weiter Weg: 60 Prozent der befragten heimischen Führungskräfte stecken noch in der Pilot- oder Experimentierphase. Erst vier Prozent haben KI vollständig in ihre Kernprozesse integriert, nur acht Prozent wollen sich überhaupt zu solchen Vorreitern wandeln. Die Zahlen stammen aus einer Erhebung, die TQS Research & Consulting im Auftrag des Tech-Consulting-Dienstleisters Tieto durchgeführt und gemeinsam mit den Partnern Microsoft und SAP vorgestellt hat.

Den Handlungsdruck spüren die Befragten durchaus: 61 Prozent fürchten verpasste Chancen, wenn sie beim KI-Einsatz nicht mithalten. „Wir erleben aktuell einen entscheidenden Wendepunkt: KI verändert nicht nur Effizienz, sondern wie Wertschöpfung grundlegend entsteht“, sagt Hermann Erlach, General Manager von Microsoft Österreich. Entscheidend sei, diese Dynamik konsequent in Wertschöpfung zu übersetzen.

Deutlicher Rückstand auf Deutschland

Besonders deutlich wird der Rückstand im Vergleich mit Deutschland: Nur etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) der heimischen Unternehmen schätzt die KI-Integration in Kernprozesse als „sehr weit“ oder „weit fortgeschritten“ ein – in Deutschland sind es mehr als drei Viertel (77 Prozent). 60 Prozent der österreichischen Befragten verorten ihre Integration hingegen als „wenig fortgeschritten“: Erste Pilotprojekte werden getestet oder nur vereinzelt eingesetzt.

Daten und Vertrauen als Bremse

Ausgebremst wird der Wandel vor allem im Datenbereich. Für die Hälfte der Befragten zählen rechtliche Aspekte wie Datenschutz zu den größten Hürden, 46 Prozent nennen Datensicherheit. 44 Prozent bekunden mangelndes Vertrauen in die Korrektheit KI-generierter Ergebnisse. „Saubere Daten, integrierte Datenplattformen, eine klare Cloud-Strategie sowie Security und Compliance by Design sind ein Muss für eine erfolgreiche KI-Integration“, erklärt Robert Kaup, Geschäftsführer von Tieto Österreich.

Jede vierte Führungskraft sieht keinen Vorteil

Der deutlichste Befund: 26 Prozent der heimischen Führungskräfte geben an, dass KI „in keinem Bereich“ Wettbewerbsvorteile generiert hat – in Deutschland sagt das nur ein Prozent. „Viele Unternehmen haben das volle Potenzial von KI als datengetriebener Motor der Innovation und Wettbewerbsfähigkeit noch nicht ausgeschöpft. Entscheidend ist jetzt, rasch vom ‚proof of concept‘ zum ‚proof of value‘ zu kommen“, betont Andreas Wagner, Geschäftsführer von SAP Österreich.

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