31.01.2022

ÖFB bietet Österreichs Fußball-Stars als NFTs an

Digitale Sammelkarten als NFTs erobern die Herzen der Sportfans. Demnächst macht auch die österreichische Nationalmannschaft mit.
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Der ÖFB startet eine NFT-Kollektion für Nationalspieler © ÖFB
Der ÖFB startet eine NFT-Kollektion für Nationalspieler © ÖFB

NFTs sind nicht nur in der Kunstszene ein Ding. Auch die Sportbranche setzt mittlerweile massiv auf den Trend. Klar, wenn man sich vor Augen führt, wo er herkommt: Eine der ersten sehr bekannten Anwendungen von „Non Fungible Tokens“ waren CryptoKitties, digitale Kätzchen mit individuellen Eigenschaften, die in ihrer Community wie einzigartige Sammelkarten getauscht werden. In Frankreich hat Sorare dieses Prinzip mit Fantasy-Fußball und Sammelkarten verknüpft und ist damit vergangenes Jahr zum wertvollsten Startup des Landes avanciert. Eine limitierte, digitale Sammelkarte von David Alaba kann dort schon mal um einige hundert Euro den Besitzer oder die Besitzerin wechseln.

ÖFB startet NFT-Kollektion am 3. März 2022

Auf diesen Trend will nun auch der Österreichische Fußball-Bund aufspringen und bietet ab 3. März eine eigene NFT-Kollektion an. „Ziel dieses innovativen digitalen Angebots ist es, im Bereich der Interaktion mit Fans neue Möglichkeiten zu schaffen“, erklärt der ÖFB. Konkret geplant sind NFTs zu Spieler:innen der Nationalmannschaft. Die sollen dann nicht nur handelbar sein, sondern auch individuelle Belohnungen ermöglichen: ein Treffen mit dem jeweiligen Star, signierte Trikots, die bei einem konkreten Match getragen wurden, Reisen zu Auswärtsspielen oder sogar ein Training mit ÖFB-Trainer:innen führt der Bund als Beispiele an.

Seltenheits-Kategorien und Kosten

Die meisten Goodies sollen unter Besitzern der NFTs verlost werden. Wie gut die Chancen sind, entscheidet die Seltenheits-Kategorie des erworbenen NFTs. Die reicht von schwarzen Karten, die „Unique“ sind, also nur einmal pro Spieler:in vorhanden, über „Rare“ (5 x pro Spieler), Premium (25 x pro Spieler) bis hin zu Basic (50 x pro Spieler).

Für die technische Umsetzung setzt der ÖFB auf die Linzer App- und Web-App-Schmiede Ahoi Kapptn. Zu Einsatz kommt der ERC-721 Standard und insgesamt sollen 810 NFTs erstellt werden. Gemintet wird am 3. März um 19:04 Uhr – jede:r Interessierte kann bis zu 10 NFTs minten, also erstellen. Die Kosten schätzt der ÖFB auf ca. 200 Euro pro NFT, je nach ETH-Kurs und Gebühren.

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Lebensstimmen
Der Fabertar | © Lebensstimmen/Screenshot

Vor rund einem Monat gab das Grazer Startup Lebensstimmen den Einstieg von Motorsportlegende Helmut Marko als Investor bekannt – brutkasten berichtete. Nun präsentierte man seine KI-basierte Plattform und hat dabei weitere prominente Unterstützung.

Lebensstimmen als Vorsorge

Das von Markus Pinter, Philipp Berkessy und Lukas Stern gegründete Startup versteht sich als ein Vorsorgeprodukt, das zu Lebzeiten abgeschlossen wird und für den Tod und darüber hinaus wirkt. Menschen können zu Lebzeiten ihre eigene Grußbotschaft oder „letzte Rede“ gestalten, in eigener Stimme, mit eigenen Inhalten, Musik und Bildern. Angehörige sollen nach einem Todesfall zudem eine digitale Trauerrede erstellen können.

Insgesamt umfasst das Angebot vier Produkte: die „Grußbotschaft“, „Meine letzte Rede“, einen neutralen „KI-Trauerredner“ sowie das Format „Aus Sicht der Familie“.

Vertrieben werden soll über Bestattungsunternehmen, Vorsorgeversicherer, Institutionen und Medienpartner im Lizenz- und White-Label-Modell. Die rechtliche Architektur der Plattform wurde gemeinsam mit Scherbaum Seebacher Rechtsanwälte entwickelt. Technologiepartner ist BLCKs AI.

Fabertar schenkt Worte her

Neben Marko unterstützt nun auch Dompfarrer von St. Stephan, Toni Faber, Lebensstimmen in Fragen von Trauer und Abschied mit einem neuartigen Angebot. Mit dem „Fabertar“ präsentiert das Startup einen gemeinsam mit ihm entwickelten und klar als KI gekennzeichneten Trauerredner. Dieser soll keine Seelsorge ersetzen, sondern Worte schenken, wo sie gewünscht werden oder wo kein Redner verfügbar ist.

„Ich begleite viele Menschen im Abschied. Oft ist das, was ungesagt bleibt, am schwersten. Wenn Technik hilft, liebevolle Worte zu bewahren, dient sie dem Menschen und dem Trost. Genau das ist der Gedanke hinter dem ‚Fabertar‘. Er soll niemanden ersetzen“, sagt Faber.

Marktstart Anfang 2027

Und Lebensstimmen-Geschäftsführer Berkessy ergänzt: „Jeder Mensch hat Worte, die bleiben sollen. Mit Lebensstimmen machen wir Vorsorge erstmals persönlich, digital und rechtssicher. Heute beginnt eine neue Abschiedskultur, und sie beginnt in Österreich.“

Nach der offiziellen Vorstellung der Plattform, der dazugehörigen Lebensstimmen-Produkte und dem aktuellen Launch der Website erfolgt in einem nächsten Schritt. Der Marktstart ist für Q1 2027 geplant und soll sowohl österreichweit als auch global erfolgen.

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