23.09.2025
CLEANLOOP

ÖFB-Nationaltormann nun Co-Founder eines OÖ-Reinigungs-Startups

Die im Frühjahr 2025 gegründete CleanLoop FlexCo bietet eine Lösung für den Handel mit Restbeständen von Reinigungsmitteln an. Die kostenlose App dient dabei als digitale Plattform, um überschüssige Reinigungsprodukte österreichweit zu verkaufen und zu kaufen. ÖFB-Nationaltormann Alexander Schlager ist von Anfang an beim Unternehmen dabei.
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CleanLoop
© CleanLoop - Roman Hörantner (l.) und Alexander Schlager.

Das von Roman Hörantner 2025 gegründete Startup CleanLoop aus Gilgenberg (Oberösterreich) hat ein Re-Use-Geschäftsmodell im Sinne der Kreislaufwirtschaft konzipiert. Eine von ihm entwickelte App dient als digitaler Marktplatz, auf dem Unternehmen funktionsfähige Reinigungsgeräte und ungenutzte Reinigungsmittel kaufen und verkaufen können. Ziel ist es, die Umwelt zu schonen und zugleich Kosten zu sparen. Mit diesem Konzept konnte er Nationaltormann Alexander Schlager als Investor und Co-Founder für sich gewinnen.

CleanLoop mit Alexander Schlager

„Mir liegt sehr viel am Erhalt unserer Umwelt. Ich bin zu 100 Prozent vom Re-Use-Gedanken überzeugt und möchte einen Beitrag leisten“, sagt Schlager, der vor der Ausgründung der Firma (Anm.: App bestand schon davor) mit einem fünfstelligen Betrag als Co-Founder mit 25 Prozent Beteiligung eingestiegen ist.

„Alex ist ein Bekannter von einer Kundin, die Hygiene-Artikel verkauft und stark beim Thema Nachhaltigkeit involviert ist“, erklärt Hörantner, wie der „Red Bull Salzburg“-Goalie Mitgründer wurde. „Bei einem Treffen habe ich ihm die Idee erklärt und er war sofort Feuer und Flamme.“

„Zweites Leben“

Hörantner und Schlager wissen, dass Produktion, Verpackung, Transport und die spätere Entsorgung wertvolle Ressourcen und Energie verbrauchen. Daher mache es Sinn, einwandfreie Restbestände oder ausrangierte, aber noch voll funktionsfähige Produkte wieder in den Kreislauf zu bringen. Genau hier setzt CleanLoop an: Auf der digitalen Plattform können Unternehmen mit Putzmitteln und gebrauchten, gewerblichen Reinigungsgeräten handeln. „Wir schenken Reinigungschemie und Maschinen ein zweites Leben. Das ist ökologisch sinnvoll und ökonomisch klug“, erklärt der Geschäftsführer.

Die Motivation für das Re-Use-Geschäftsmodell basiert auf Hörantners jahrzehntelanger Erfahrung in der Reinigungsbranche.

„Für viele Geräte in Hotellerie, Gastronomie oder Industrie benötigt es spezielle Reinigungsmittel, die bei einem Gerätetausch meist über Jahre ungenützt in den Lagern zurückbleiben oder aber entsorgt werden, obwohl sie noch verwendbar wären“, präzisiert der Gründer. „Es ist weder wirtschaftlich sinnvoll, noch umweltfreundlich, solche Produkte halbvoll oder ungebraucht zu entsorgen.“

Zusätzlich können auch funktionstüchtige Geräte über die digitale Verkaufsplattform zu Geld gemacht bzw. kostengünstig erworben werden. Bedarf ortet Hörantner hier vor allem bei Jungunternehmer:innen, die bei der Anschaffung von Spül- oder Waschmaschinen Budget sparen wollen und daher auf Secondhand-Geräte setzen. „Das funktioniert sehr gut, solche Produkte sind auf der Plattform sehr schnell weg“, sagt Hörantner.

CleanLoop: Über 100 Kunden seit April

Allgemein bringe der Handel mit Reinigungsprodukten aus zweiter Hand ökologische und ökonomische Vorteile für alle Beteiligten: Verkäufer:innen vermeiden, dass Maschinen oder Mittel in Abstellräumen und Kellern von Betrieben verkümmern. Zusätzlich generieren sie Einnahmen. Käufer:innen können die Produkte in der Regel um rund 50 bis 70 Prozent günstiger erwerben, als vergleichbare Neuware. All das zahle in eine nachhaltige Zukunft ein, die österreichweit und auf EU-Ebene von einer Transformation zur Kreislaufwirtschaft geprägt ist, so Hörantner.

„Mit unserem Ansatz, ‚Wiederverwenden statt Ressourcen verschwenden‘ wollen wir Betriebe und Privatpersonen zu nachhaltigem Handeln motivieren und ihnen den Schritt auch erleichtern“, sagt er.

Aktuell verfügt das Startup über rund 100 Kunden, darunter zahlreiche aus dem Bereich Hotellerie und Gastronomie, vom Schlosshotel Lacknerhof in Flachau über das Genuss-Catering Monitzer & Berner in Kitzbühel bis zum Schloss Leopoldskron in Salzburg.

Re-use etablieren

Künftig möchte CleanLoop durch aktive Bewusstseinsförderung branchenübergreifend noch mehr Betriebe wie zum Beispiel Gebäudereiniger oder Hausbetreuer animieren, am digitalen Gebrauchtmarkt teilzunehmen. Das Einsparungspotenzial beim Ressourcenverbrauch von Reinigungsmitteln sei hoch: Der österreichische Markt für im Privatbereich verwendete Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel erzielte im Jahr 2025 einen Umsatz von etwa 834,76 Millionen Euro. Es wird prognostiziert, dass das Marktvolumen im Jahr 2029 auf 901,90 Millionen Euro ansteigen wird, was einem jährlichen Umsatzwachstum von 1,97 Prozent (CAGR 2025-2029) entspricht. Hinzu komme der umfangreiche gewerbliche Markt, der unter anderem Reinigungsprodukte für den industriellen Einsatz oder für Haushaltsreinigungsdienste beinhaltet.

Zu den nächsten Zielen des Startups zählen die eigene Awareness zu steigern und das Denken in Sachen Wiederverwertung zu steigern, wie Hörantner betont: „Wir haben seit April sehr viel Zeit mit Marketing verbracht, unser nächster Schritt beinhaltet, noch mehr Gastronomie und Hotellerie auf unsere Seite zu bringen. Wir wollen schlussendlich unsere Bekanntheit steigern. Und den Re-use-Gedanken in die Köpfe bringen.“

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CEO und Co-Founder Matthäus Offner | (c) Find my Werkstatt / Canva

So manche Autofahrer:innen hat wohl schon einmal der Schreck eingeholt, als die Rechnung für das letzte Service geschrieben wurde. Neben hohen Preisen ist es oft schwierig nachzuvollziehen, wie teuer die Reparatur sein darf. Das soll sich nun mit Find my Werkstatt ändern, denn das Wiener Unternehmen möchte Kosten sichtbar und transparent machen. Es stellt dafür digitale Fahrzeugberichte aus, die Autofahrer:innen zeigen, welche Arbeiten laut Wartungsplan vorgesehen sind, welche Ersatzteile benötigt werden und mit welchem Arbeitsaufwand zu rechnen ist.

„Wir machen Informationen zugänglich“

„Wer sein Auto zum Service bringt, weiß meistens nicht, was tatsächlich gemacht werden muss und wie sich die Rechnung zusammensetzt. Genau das wollen wir ändern. Wir machen Informationen zugänglich, die bisher vor allem Werkstätten zur Verfügung standen“, erklärt Matthäus Offner, Geschäftsführer von Find my Werkstatt. Ihm gehören 49 Prozent der Firma, Mehrheitseigentümer ist die pubbles FilmgesmbH.

Find my Werkstatt greift bei seinen Analysen auf technische Fahrzeugdaten, Wartungsvorgaben, Arbeitszeitwerte und aktuelle Ersatzteilpreise zurück. Laut dem Wiener Unternehmen würden die Service- und Reparaturkosten nach einem ähnlichen Prinzip berechnet werden, wie es auch in professionellen Werkstätten üblich sei. Find my Werkstatt betont aber, dass die berechneten Kosten als Orientierung dienen.

Ein Ersatzteil, zwei Preise

„Was mich immer wieder überrascht, sind die enormen Preisunterschiede bei Windschutzscheiben. Für ein und dasselbe Fahrzeug kann eine Windschutzscheibe bei einem Anbieter rund 300 Euro und bei einem anderen weit über 1.000 Euro kosten“, sagt Offner und ergänzt bezüglich der Arbeitskosten: „Der Stundensatz kann von Werkstatt zu Werkstatt um bis zum Dreifachen variieren. Viele Autofahrer wissen gar nicht, wie groß diese Unterschiede tatsächlich sein können.“ Durch Find my Werkstatt sollen Autofahrer:innen Angebote besser einschätzen können und informiertere Entscheidungen treffen.

Die Plattform würde auch beim Gebrauchtwagenkauf wichtige Informationen zur Verfügung stellen, wodurch Folgekosten besser berücksichtigt werden können. „Ein vermeintlich günstiges Auto kann schnell teuer werden, wenn kurz nach dem Kauf größere Wartungen oder Reparaturen anstehen. Wir wollen, dass man solche Kosten bereits vor dem Kauf besser einschätzen kann“, erklärt Offner.

Recherche nach der passenden Werkstatt

Grundsätzlich wurde Find my Werkstatt vor zwei Jahren gegründet, um eine passende Kfz-Werkstatt in der Nähe zu finden. Nutzer:innen können Betriebe anhand von Standort, angebotenen Leistungen und Bewertungen entdecken und direkt kontaktieren. Bisher habe die Firma 20.000 User:innen und mache laut eigenen Angaben heuer einen Umsatz von rund 100.000 Euro.

Vollständig gebootstrappt, jetzt beginnt Investorensuche

Werkstätte, die auf der Plattform aufgeführt werden möchten, zahlen eine Gebühr zwischen 109 Euro und 150 Euro. Je nach Preis ist eine einfache Listung bis hin zur Verfügungstellung einer Software, die den Prozess des Ersatzteilebesorgens vereinfacht, möglich. Aktuell seien rund 4.300 Werkstätten verzeichnet. Auf der anderen Seite bezahlen Autofahrer:innen pro Bericht zwischen 5,90 Euro und 19,90 Euro. Je nach Preis erhalten sie unterschiedlich ausführliche Informationen. Find my Werkstatt ist bisher eigenfinanziert, wobei man aktuell nach großen Investoren wie Versicherungen, Automarken etc. suche.

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