12.03.2026
MOBILITÄT

ÖBB ersetzen in Niederösterreich Dieselzüge mit Akku-Zügen

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) treiben die Dekarbonisierung ihres Regionalverkehrs weiter voran. Durch den Auftrag über sieben weitere Akku-Triebzüge des Typs "Flirt Akku" beim Schweizer Hersteller Stadler Rail wächst die künftige Flotte für Niederösterreich auf insgesamt 23 Einheiten an.
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So sehen die neuen
So sehen die neuen "Flirt Akku"-Züge aus | ÖBB/Hummel

Der Auftrag über weitere sieben Akku-Züge bei Stadler Rail folgt auf die erste Bestellung von 16 Einheiten im vergangenen Jahr und ist Teil eines Rahmenvertrags über insgesamt bis zu 120 Fahrzeuge. Mit dem aktuellen Abruf wird die Kapazität für den geplanten Einsatz in Niederösterreich signifikant erhöht. Die Züge sind als moderner Ersatz für die bisherigen Diesel-Garnituren konzipiert, um den Schadstoffausstoß im Schienenverkehr nachhaltig zu senken.

Technologische Lösung für die Kamptalbahn

Die technologische Innovation des „Flirt Akku“ liegt in seiner Fähigkeit, nicht-elektrifizierte Streckenabschnitte emissionsfrei zu überbrücken. Die zweiteiligen Garnituren verfügen über eine Kapazität von rund 160 Sitzplätzen und erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die Aufladung der Energiespeicher erfolgt dabei während der Fahrt unter der Oberleitung oder durch die Rückgewinnung von Bremsenergie. Damit bietet das System eine technische Lösung für Strecken wie die Kamptalbahn, auf denen ein durchgehender elektrischer Betrieb mit klassischer Infrastruktur bisher nicht realisiert wurde.

Und allein die sieben weiteren Garnituren haben einen signifikanten Umwelt-Effekt. So sparen diese laut Stadler Rail bei den ÖBB im Vergleich zu den aktuell genutzten Zügen rund 500.000 Liter Diesel pro Jahr ein. Das wiederum reduziere den CO₂-Ausstoß um rund 1.200 Tonnen jährlich, was dem Verbrauch von rund 300 Einfamilienhäusern entsreche.

Strategische Partnerschaft und Investitionsrahmen

Stadler Rail positioniert sich mit diesem Projekt als strategischer Partner für die Transformation der österreichischen Bahninfrastruktur. Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler, betont die Bedeutung der Technologie: „Die Flirt-Akku-Technologie ist eine effiziente Alternative, die genau dort ansetzt, wo eine herkömmliche Vollelektrifizierung technisch zu aufwendig oder unwirtschaftlich wäre.“

Die neuen Züge sollen planmäßig ab Dezember 2028 den Betrieb aufnehmen und die derzeit noch genutzten Diesel-Triebwagen ersetzen. Das Gesamtpotenzial des zugrunde liegenden Rahmenvertrags beläuft sich auf ein Investitionsvolumen von bis zu 1,3 Milliarden Euro über eine Laufzeit von zehn Jahren.

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Beyond Gravity Austria
© Beyond Gravity Austria/Canva - Kurt Kober, Geschäftsführer von Beyond Gravity Austria.

Beyond Gravity Austria (vormals RUAG Space Austria) zählt mit rund 57 Millionen Euro Umsatz (2025) und rund 250 Mitarbeitenden zu den größten österreichischen Weltraumtechnikunternehmen. Das Hochtechnologieunternehmen rüstet weltweit Satelliten und Trägerraketen mit Elektronik, Mechanik und Thermalisolation aus und hat eigenen Angaben nach eine Exportquote von rund 100 Prozent. Erst kürzlich hat der Weltraumzulieferer seine Produktionsfläche in Niederösterreich verdoppelt – brutkasten berichtete über den 4,5-Millionen-Euro-Ausbau.

Beyond Gravity: Navigationsempfänger für zwei NASA-Wettersatelliten

Nun wird die nächste Generation von US-Wettersatelliten mit Technologie aus Österreich ausgestattet. Beyond Gravity Austria liefert – wie man vermeldet – hochpräzise Navigationsempfänger für zwei NASA-Wettersatelliten, die ab 2032 für die US-Wetterbehörde NOAA ins All starten sollen. Gebaut werden die Satelliten vom US-Unternehmen Lockheed Martin in Colorado.

Die Navigationsempfänger aus Wien werden – so der Claim – die Position der Satelliten in rund 36.000 Kilometern Höhe mit einer Genauigkeit von weniger als 20 Metern bestimmen.

„Im Rahmen unseres ersten Vertrags mit Lockheed Martin werden wir Navigationsempfänger für zwei NASA-Wettersatelliten liefern. Je genauer die Position des Satelliten durch unseren Empfänger bestimmt wird, desto genauer sind die Wetter- und Umweltdaten“, sagt Kurt Kober, Geschäftsführer von Beyond Gravity Austria. Die Wettersatelliten namens GeoXO sollen die Vorhersage von Unwettern sowie die Überwachung von Umwelt- und Klimaphänomenen in der westlichen Hemisphäre deutlich verbessern.

Nicht die erste NASA-Partnerschaft

Beyond Gravity Austria lieferte schon mehrmals Technik für NASA-Satelliten, etwa einen Navigationsempfänger für den 2018 gestarteten NASA-Umweltsatelliten ICESat-2 oder Navigationsempfänger für den 2024 gestarteten Klimaschutzsatelliten PACE inklusive Thermalisolation für ein NASA-Instrument des Satelliten.

Die Wettersatelliten GeoXO (Geostationary Extended Observations) werden in einer geostationären Umlaufbahn über dem Äquator betrieben. In dieser Höhe von rund 36.000 Kilometern bewegen sie sich mit derselben Geschwindigkeit, wie die Erdrotation und können dadurch kontinuierlich dieselbe Region der Erde beobachten.

© zVg – Infografik zu den GeoXO-Wettermissionen.

„Unsere GEORIX-Empfänger bieten selbst in einer Entfernung von 36.000 Kilometern eine Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit von weniger als 20 Metern. Damit setzen wir neue Maßstäbe für präzise Echtzeit-Navigation an Bord von Satelliten“, so Kober. Im Jahr 2023 wurde der erste GEORIX-Navigationsempfänger ins All geschickt; er bestimmt die Position des NASA-Klimainstruments TEMPO, das atmosphärische Gase (Ozon, Stickstoffdioxid und Formaldehyd) sowie Aerosole über Nordamerika misst.

Rund 30 Satelliten nutzen Navigationsempfänger von Beyond Gravity

Insgesamt nutzen derzeit etwa 30 Satelliten Navigationsempfänger von Beyond Gravity zur Positionsbestimmung. Die Empfänger kommen bei Satelliten von der niedrigen Erdumlaufbahn (LEO) bis zur geostationären Erdumlaufbahn (GEO) zum Einsatz, also in Entfernungen von etwa 1.000 Kilometern bis 36.000 Kilometern von der Erde. Alle weltraumgestützten Navigationsempfänger werden am österreichischen Standort von Beyond Gravity in Wien entwickelt und produziert.

Die GeoXO-Mission soll Bilder und atmosphärische Messungen der westlichen Hemisphäre der Erde und eine Echtzeit-Erfassung der Blitzaktivität liefern sowie kurzfristige Wettervorhersagen und Warnungen vor Extremwetter und Umweltgefahren unterstützen.

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