26.11.2015

ÖAMTC Warnung: Der Spion im eigenen Auto

Viele Autofahrer verbinden ihr Mobiltelefon mit dem Auto. Das Fahrzeug speichert allerdings nicht nur die Playlist der Musik, die man hört. Orte, zu denen man fährt oder auch Telefonnummern aus dem synchronisierten Adressbuch werden abgespeichert. Der ÖMTC fördert klare Regeln für diese Daten.
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Im Sommer ging die FIA (Eurocouncil der Fédération Internationale de l’Automobile) der Frage nach, was für Daten von Fahrzeugen erfasst und übermittelt werden. „Die Analyse zeigt: Neben Fahrerprofil, Fahrzeug-Ortung und Fahrzeit werden auch die vom Mobiltelefon synchronisierten abgespeicherten Telefonnummern, Adressen und Mailadressen erfasst und im Speicher abgelegt“, so ÖAMTC-Leiter Bernhard Wiesinger in einer Aussendung des Österreichischen Automobil, Motorrad- und Touringclub. „Das ist nicht im Sinne der Autofahrer.“

My Car My Data: Klare Regeln zur Datenerfassung

Mit der Kampagne „My Car My Data“ für die sich FIA und ÖAMTC einsetzen, werden klare Regeln zur Datenerfassung und -weitergabe aus dem Auto gefordert. Denn Zugriff auf die Daten hat nur der Autohersteller.

Bei einer Umfrage, die ebenfalls im Sommer stattgefunden hat, wurden über 12.000 Personen in zwölf europäischen Ländern befragt – auch 1.001 Menschen in Österreich. Das Ergebnis verblüfft: Tatsächlich befürwortet eine Mehrheit der Autofahrer die Aufzeichnung und Weitergabe von Daten. Allerdings kommt die Studie zum Schluss, dass dies nur unter bestimmten Voraussetzungen und zu definierten Zwecken erfolgen soll.

Klare Regeln für Datenerfassung

„86 Prozent der Österreicher würden ausgewählte Daten zur Pannenbehebung weitergeben. Allerdings möchten 91 Prozent den Pannendienst selbst wählen“, meint Wiesinger.

Darum fordert er klare Regeln. Auch eine klare Mehrheit der Österreicher sprechen sich laut Umfrage für gesetzliche Regelungen aus. „Man braucht für jedes Modell eine übersichtliche Liste, welche Daten erfasst, verarbeitet, gespeichert und weitergegeben werden. Der Konsument muss entscheiden können.“

Quelle

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Mit Ignite Ventures ist die WU eine von fünf Hochschulen, die im Rahmen von Modul 1 der Spin-off Initiative eigene Beteiligungsstrukturen aufgebaut haben. | (c) BOAnet_LC

Österreichs Hochschulen sollen als Quelle neuer Unternehmen an Schlagkraft gewinnen. Im Rahmen von Modul 1 der Spin-off Initiative unterstützt das Austria Wirtschaftsservice (aws) dafür ausgewählte Hochschulen mit einer Anschubförderung von insgesamt 1,5 Millionen Euro beim Auf- und Ausbau professioneller Ausgründungs- und Beteiligungsstrukturen, die internationalen Standards entsprechen.

Finanziert wird die Förderung aus Mitteln der Nationalstiftung für Forschung, Technologie und Entwicklung (Fonds Zukunft Österreich), die Projektlaufzeit beträgt rund drei Jahre. Ziel ist es, akademische Spin-offs frühzeitig auf Gründungs- und Skalierungstauglichkeit vorzubereiten und damit jene strukturelle Lücke zu schließen, die Österreich im internationalen Vergleich seit Jahren aufweist.

Was die einzelnen Häuser vorweisen

Die BOKU University begleitet mit der hundertprozentigen Tochter Connective Base GmbH Spin-offs und Startups aus dem universitären Umfeld vom ersten Prototyp bis zum Exit. Im ersten Jahr wurden gemeinsam mit internationalen Expert:innen die rechtlichen und strukturellen Grundlagen für einen professionellen und raschen Ausgründungs- und Investmentprozess geschaffen. Erste Beteiligungen und Spin-offs befinden sich laut Aussendung bereits in Umsetzung.

An der JKU wurde im September 2025 die JKU Technology Transfer GmbH (TTG) gegründet. Als Teil des House of Research and Innovation (HoRI) entwickelt sie Schutzrechts- und Verwertungsstrategien, initiiert Kooperationen mit Unternehmen und begleitet Forschende auf dem Weg zum Spin-off.

Das 2024 gegründete MedLifeLab der Medizinischen Universität Innsbruck begleitet Wissenschaftler:innen und Gründer:innen in den Bereichen Life Sciences, MedTech und BioTech von der Idee bis zur marktreifen Lösung, von Technologietransfer und IP-Management bis zu Unternehmensgründung und Finanzierung. Über Bildungsangebote und Community Building soll ein Ökosystem entstehen, das Tirol regional und international vernetzt.

Die TU Wien hat mit NOCTUA Science Ventures gemeinsam mit Speedinvest einen eigenen Spin-off-VC-Fonds aufgebaut. Er soll mehr als 40 österreichische Spin-offs finanzieren und bis Ende 2026 ein Zielvolumen von bis zu 25 Mio. Euro erreichen. Bis dato wurden über 200 österreichische Spin-offs gesichtet und evaluiert. Über die technischen Hochschulen der TU Austria als Gesellschafter und Partner soll eine tiefe Verankerung in den Universitäten sichergestellt werden.

WU Ignite Ventures setzt bereits am sogenannten „Ignite Moment“ an. Gründer:innen erhalten bis zu 50.000 Euro Pre-Seed-Kapital in zwei Tranchen über ein gründerfreundliches SAFE-Instrument, dazu Zugang zum WU-Netzwerk und eine Alumni-Co-Investment-Plattform. Drei Investments wurden bereits getätigt, zudem startete gemeinsam mit VC-Partnern ein VC Analyst Program für WU-Studierende.

Tipp der Redaktion

brutkasten hat sich dem Thema akademische Ausgründungen im vergangenen Jahr in der Serie From Science to Business gewidmet und dabei beleuchtet, wie aus Forschung heraus Unternehmen entstehen und welche Strukturen es dafür braucht.

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