28.04.2025
FAHRRAD

Oberösterreicher präsentiert mobile Waschstation für Fahrräder

Gerald Holzinger aus Oberösterreich hat mit Renewbike eine manuelle Fahrradwaschanlage entwickelt. Dabei setzt er auf Komfort und Nachhaltigkeit gleichermaßen.
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Gerald Holzinger aus Oberösterreich hat eine mobile Fahrradwaschstation entwickelt. (c) Gerry Frank / Puls 4
Gerald Holzinger aus Oberösterreich hat eine mobile Fahrradwaschstation entwickelt. (c) Gerry Frank / Puls 4

Die Waschstation wurde von der Familie Holzinger aus der generationsübergreifenden Unternehmensgruppe „Hoga“ entwickelt, wie die Oberösterreichischen Nachrichten berichten. Die Reinigung des Fahrrads ist nicht nur für die Optik wichtig – vor allem beeinträchtigt Schmutz auch die Funktionalität des Rads. So werden auf Dauer unter anderem die Schaltung, das Kugellager oder die Seilzüge in Mitleidenschaft gezogen.

Besonders interessant für Fahrradfahrer:innen in der Stadt

Es sei oft schwierig, eine geeignete Fahrradreinigung zu finden, so schreibt renewbike auf seiner Website. Und gerade in der Stadt sei es wichtig, sein Fahrrad bequem säubern zu können – beispielsweise, wenn man das Rad in den Öffis mitnehmen will. Außerdem wird es von Stadtbewohner:innen oft in der Wohnung geparkt – auch hier sei es wichtig, das Rad nicht völlig verdreckt mit in den Wohnraum zu nehmen.

Hierfür sei die Waschanlage von renewbike die Lösung: Die Bedienung der mobilen Waschanlage soll nicht nur leicht, sondern ebenso effizient sein. Der maximale Wasserverbrauch liegt bei nur drei Litern pro Minute: „Wir legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit“, heißt es auf der Website.

Verkauf startet bald

Bis jetzt sind bereits zwei Waschanlagen im Mühlviertel in Verwendung – der offizielle Verkauf soll demnächst starten. Auf brutkasten Anfrage sagt Holzinger: „Der Preis pro Stück beträgt zwischen 15.000 und 20.000 Euro inklusive Mehrwertssteuer – je nach Ausstattung“. So macht es einen Unterschied, für welchen Zweck die Waschanlage gekauft oder gemietet werden soll: Für die Hotellerie beispielsweise kann die Waschanlage mit der Funktion gekauft werden, sodass die Anlage mit einem Chip bedient werden kann.

Wenn die Anlage in der Stadt, zugänglich für alle steht, kann die Anlage beispielsweise mit einem Münzeinwurfsfach sowie mit einer Kontaktlos-Bezahlen-Version erworben werden. Wird die Anlage lediglich für den Eigengebrauch, beispielsweise für ein Fahrradgeschäft- oder Verleih gekauft, so bräuchte man diese Funktionen eher nicht – dementsprechend günstiger werde auch der Erwerb. Für Hotels oder Firmen gibt es noch ein Benefit: Die mobile Waschanlage könne nämlich auch noch personalisiert und beispielsweise mit dem Branding einer Firma bedruckt werden.

Ausgestattet mit Abwasserzertifikat

„Da wir ein Abwasserzertifikat haben, kann die Anlage eigentlich überall stehen, wo es einen Wasser- sowie Stromanschluss und einen Kanal gibt“, erklärt Holzinger. Das Gerät funktioniert nämlich ausschließlich mit Wasser sowie mit biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln.

Für die Zukunft ist der Plan jetzt noch, eine App zu entwickeln. So könnten Kund:innen leichter ausfindig machen, wo eine solche Waschanlage steht. Diese Funktion ist natürlich nur für den öffentlichen Gebrauch relevant – also beispielsweise in den Städten.

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Die beiden CEOs von ParityQC: Wolfgang Lechner und Magdalena Hauser. | © Günther Egger

In der öffentlichen Wahrnehmung ist Quantencomputing nach wie vor eine Zukunftstechnologie. In der Breite ist diese definitiv noch nicht angekommen. Entsprechend sind auch viele Startups in dem Feld noch die klassische Wette auf die Zukunft, wie sie im Hightech-Bereich üblich ist: massive Forschungsausgaben und noch keine Umsätze. Dass es aber nicht so sein muss, beweist das Innsbrucker Quanten-Scaleup ParityQC.

Dieses legte nun seinen Jahresabschluss für 2025 vor. Als GmbH und „kleine Kapitalgesellschaft“ gelten dabei eingeschränkte Berichtspflichten – so muss etwa die Gewinn- und Verlustrechnung nicht veröffentlicht werden. Aus dem Bericht lässt sich der Gewinn aber (im Gegensatz zum Umsatz) genau ableiten.

1,46 Millionen Euro Gewinn mit nur 27 Mitarbeiter:innen

ParityQC stand demnach 2025 bei einem Bilanzgewinn von knapp über drei Millionen Euro. Abzüglich des Gewinnvortrags ergibt sich ein Jahresüberschuss von etwa 1,46 Millionen Euro – und das mit 27 Mitarbeiter:innen. Bereits im Jahr 2024 hatte das Scaleup einen Gewinn von rund 1,36 Millionen Euro zu Buche stehen.

Die Umsätze lassen sich dagegen – wie erwähnt – nicht aus dem Bericht ableiten. Bekannt ist, dass ParityQC an mehreren Großaufträgen im Quantenbereich beteiligt ist. Brutkasten berichtete zuletzt Ende Juni über einen 35-Millionen-Euro-Deal mit der deutschen Cyberagentur, der Innovationsabteilung des deutschen Verteidigungsministeriums.

Fast 14 Millionen Euro liquide Mittel

Neben den Gewinnen sind auch die liquiden Mittel, die aus dem Bericht hervorgehen, beachtlich. Diese betrugen mit Abschluss 2025 fast 14 Millionen Euro und damit fast 93 Prozent der Bilanzsumme von rund 15 Millionen Euro. Mit rund 12,6 Millionen Euro Eigenkapital kommt ParityQC zudem auf eine Eigenkapitalquote von 83,7 Prozent. Und schließlich: Kapitalrücklagen von 9,49 Millionen Euro, die schon 2024 zu Buche standen, blieben unangetastet.

Eine logische Ableitung aus all den Zahlen: Das Kapital aus der großen (nicht konkret bezifferten) Finanzierungsrunde 2024 – brutkasten berichtete – wurde kaum bis gar nicht gebraucht. Auch das ist für Scaleups im Hightech-Bereich alles andere als üblich.

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