06.12.2021

NXRT: Mixed-Reality-Startup gewinnt HP als Partner

Das Wiener Startup verspricht sich dadurch, neben verbesserter Simulation und einem Skalierungsschub auch das Bereitstellen von Bio-Feedback-Informationen.
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NXRT, VR,
(c) NXRT - Mit der Kooperation mit HP soll das internationale Standing des Wiener VR-Unternehmens gefestigt werden.

Das Wiener Startup NXRT – das von Martin Wagner, Lukas Stranger, Alexis Kopciak und Patrick Kolar gegründet wurde – entwickelt interaktive Echtzeitsimulationen für die Fahrzeugindustrie sowie die Zug- und Bahntechnik. Der Fokus liegt dabei auf der Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Umgang mit komplexen Maschinen, der Entwicklung und Überprüfung von neuen Technologien und dem Vertrieb und der Demonstration von Produkten.

Verbesserte VR

Bisherige VR-Simulationen zeigten sich in ihrer Erstellung kostenintensiv, wiesen optische Defizite auf und waren für Anwenderinnen und Anwender oftmals schwer zu bedienen. Daher hat NXRT eine Entwicklungsplattform geschaffen, um effiziente Mixed-Reality Simulationen zu erstellen und damit
Lösungen für die Mobilitätsindustrie verfügbar zu machen.

Um einen noch höheren Grad an Immersion zu ermöglichen, setzt das Startup nun auf die Head-Mounted-Display Technologien von HP. Durch einer verbesserten Ergonomie, hochauflösender Bildschirme und neuen
Sensoren, die menschliches Verhalten in Echtzeit aufnehmen und verarbeiten, soll dabei das persönliche Simulationserleben mit der „HP Reverb G2 Omnicept Edition“ auf ein neues Niveau gehoben werden, so der Wunsch.

Herzschlag & Pupillen

Dabei arbeitet die HP-Brille mit Sensoren am Headset, die Augenbewegungen und Pupillen-Reaktionen tracken, den Herzschlag aufnehmen und Bewegungen im gesamten Gesicht digitalisieren sowie physiologische Reaktionen erfassen können.

Daneben rechnet das Startup auch damit, zukünftig Bio-Feedback-Informationen, etwa das Stress-Level, die mit der HP-VR-Brille gesammelt werden, in seine Produkte zu integrieren, um User:innen im Trainingserfolg zu unterstützen oder die Simulationsinhalte auf individuelle Bedürfnisse und Schwerpunkte anzupassen.

NXRT mit Expansionsplänen

„Besonders das Inside-Out-Tracking macht die Einrichtung schnell und flexibel, so dass die Simulationslösungen von NXRT in jeder Umgebung eingesetzt werden können“, teilen die Gründer mit. Durch die Zusammenarbeit mit HP wolle man seine Position international weiter festigen und die Skalierung der Produkte jenseits von Österreich beschleunigen.

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Rendering der geplanten AI Heat Factory in Helsinki | (c) OnZero
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Mit seinem Konzept, die Abwärme von Servern zum Heizen zu nutzen, ist das Wiener Unternehmen OnZero auch innerhalb Österreichs nicht alleine – brutkasten berichtete etwa über die beiden Tiroler Startups Serwas, das ebenfalls KI-Abwärme nutzt, und 21energy, das Bitcoin-Mining-Heizschwammerl für den Privatgebrauch anbietet. Das Projekt, mit dem OnZero nun an die Öffentlichkeit ging, hat aber eine andere Größenordnung.

AI Heat Factory in Finnland geplant

Die Rede ist von einer „AI Heat Factory“ in der finnischen Hauptstadt Helsinki mit einer jährlichen Wärmeproduktion von rund 525.000 Megawattstunden. Damit sollen nicht weniger als 70.000 Haushalte per Fernwärme beheizt werden. Gleichzeitig soll damit der große Bedarf an Rechenleistung für KI besser gedeckt werden. „Wir haben OnZero mit dem klaren Ziel gegründet, die Kosten für KI zu senken, indem wir eine leistungsstarke KI-Infrastruktur mit der effizienten Rückgewinnung und produktiven Nutzung von Serverwärme kombinieren“, erklärt Ali Siddiqui, CEO von OnZero.

Finnischer Partner Helen nutzt Server-Abwärme schon seit 2010

Das Wiener Unternehmen kooperiert für das Projekt, dessen Start für kommendes Jahr geplant ist, mit dem finnischen Energieunternehmen Helen. Dieses bringt Erfahrungswerte mit: Bereits seit 2010 nutzt man die Abwärme von Serverzentren für die Fernwärme. Im neuen Projekt will man gemeinsam bis zu 99 Prozent der Server-Abwärme durch ein wasserbasiertes System einfangen und nutzen, heißt es in einer Aussendung. „Unser Ziel ist es, die Energieerzeugung durch Verbrennung bis 2040 auslaufen zu lassen, und die Nutzung von Abwärme spielt eine wichtige Rolle dabei“, kommentiert Tuukka Toivonen, COO für Strategie und M&A bei Helen.

Investor und ehemaliger pakistanischer Botschafter in den USA als CEO

OnZero geht auf das von Alexander Dietrich und Vlado Stanic gegründete Wiener Startup Blockbase zurück, das auf Krypto-Mining aufbaute. Die beiden sind nach wie vor als Geschäftsführer des Unternehmens eingetragen. Dieses befindet sich aber mittlerweile über eine Holding überwiegend im Besitz ausländischer Investoren, die das C-Level stellen. CEO Ali Siddiqui hält über seine Gesellschaft den größten Anteil. Der Investor war unter anderem pakistanischer Botschafter in den USA. CFO ist der frühere Steyr-Motors-CFO Christoph Cerar, COO ist der internationale Manager Stephen Smith.

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