23.06.2025
PERSONALIE

NXAI: Linzer KI-Startup holt Ex-Bosch-CTO an Bord

Das Linzer KI-Startup NXAI holt sich Verstärkung im Advisory Board. Eine Person mit jahrelanger Tech-Expertise soll nun die nächsten Schritte mitgestalten.
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Sepp Hochreiter, Albert Ortig und Andreas Nauerz © NXAI

Das Team des Linzer Startups NXAI rund um KI-Pionier und JKU-Linz-Professor Sepp Hochreiter, der als Chief Scientist fungiert, und CEO Albert Ortig hat gezeigt, dass es mit Tech-Giganten wie Google, Amazon oder Salesforce mithalten kann. Und sie sogar übertrifft: Das im Juni vorgestellte Zeitreihenmodell TiRex, basierend auf xLSTM, kletterte an die Spitze des GiftEval-Leaderboards. Mit nur 35 Millionen Parametern ist TiRex deutlich kompakter und speichereffizienter als viele Konkurrenzmodelle – brutkasten berichtete.

Für die nächsten Entwicklungsschritte holt sich das KI-Startup nun erfahrene Unterstützung: Andreas Nauerz verstärkt ab sofort NXAI im Advisory Board.

„Perfect Match“

Der Beirat befindet sich aktuell noch in der Gründungsphase – mit Nauerz ist das erste Mitglied nun offiziell an Bord. Laut offizieller Aussendung wird er NXAI vor allem bei der Entwicklung spezialisierter KI-Modelle für industrielle Anwendungen beraten. Auf LinkedIn schreibt Nauerz, er bringe seine langjährige Erfahrung in KI, Cloud und Unternehmenssoftware ein und unterstütze die strategische Ausrichtung des Unternehmens – insbesondere im Bereich LLMs (Large Language Models), Simulation und industrieller KI-Nutzung. In seiner Rolle will er die Verbindung von Forschung und Industrie fördern und dabei helfen, innovative Ansätze marktreif zu machen.

„Andreas Nauerz ist für uns ein Perfect Match. Als Experte mit jahrelanger Industrieerfahrung versteht er nicht nur die technologischen, sondern auch die wirtschaftlichen Anforderungen unserer Kunden und damit die Herausforderungen der Industrie mit KI-Lösungen zu skalieren”, sagt Albert Ortig, CEO von NXAI. 

Nauerz zuvor bei Bosch und IBM

Nauerz war zuletzt CTO und Vorstandsmitglied bei Bosch Digital, wo er unter anderem für den Bereich Distributed & Cloud Computing verantwortlich war. Zuvor leitete er als CEO und CTO Bosch.IO und trieb dort die globale (A)IoT-Strategie des Konzerns voran. Vor seiner Zeit bei Bosch war er über 18 Jahre bei IBM tätig, unter anderem als Programmleiter für IBM Cloud Functions.

Im Laufe seiner Karriere arbeitete Nauerz unter anderem in Deutschland, den USA, Großbritannien und Israel. Seine Begeisterung für Startups entwickelte er im IBM Accelerator in Tel Aviv, schreibt Nauerz in seiner LinkedIn-Beschreibung. 2011 gründete er außerdem das Technologieunternehmen Tree[9], das auf digitale Lösungen im Bereich KI und Cloud spezialisiert ist.

“Besonders vielversprechend erscheint mir das neue Zeitreihenmodell TiRex, das sich für eine Vielzahl industrieller Anwendungsfälle eignet – von der Vorhersage des Batterieladezustands in der Automobilindustrie über die Optimierung von Materialflüssen in der Intralogistik und die Reduktion von Rüstzeiten bis hin zur automatisierten Inspektion von Schweißnähten und der Verbesserung von Qualitätsprognosen”, sagt Nauerz zu seiner neuen Rolle. “Die zentrale Herausforderung besteht nun darin, diese Technologien produktionsreif weiterzuentwickeln und gemeinsam mit Kunden in anspruchsvollen, realen Anwendungsszenarien zu erproben“.

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Stefan Wierzbinski und Michal Lewandowski | (c) Walter Real Estate / Walter Group
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Der Corporate-Venture-Capital-Arm (CVC) WaVe-X der in Wiener Neudorf ansässigen Walter Group, investiert im Rahmen einer Zehn-Millionen-Euro-Finanzierungsrunde in den Berliner Energie- und Sanierungsexperten Fuchs & Eule. Angeführt wurde die Runde von GET Fund als Lead-Investor, daneben beteiligten sich weitere Partner wie PI Impact sowie die Bestandsinvestoren SET Ventures, Picus Capital und Realyze Ventures. Das 2021 gegründete Berliner Startup begleitet Eigentümer:innen von Wohn- und Gewerbeimmobilien durch künstliche Intelligenz und Datenanalysen bei der energetischen Sanierung.

„Ein generationsübergreifender Sanierungs-Superzyklus“

Bei seinen Investments konzentriere sich WaVe-X auf Unternehmen, die sich durch die „Bewältigung komplexer operativer und regulatorischer Herausforderungen nachhaltige Wettbewerbsvorteile erarbeiten“, erklärt Michal Lewandowski, Senior Investment Manager bei WaVe-X, gegenüber brutkasten. Er zeigt sich überzeugt, dass Fuchs & Eule einen „einzigartigen Zugang zu einem riesigen Markt“ biete, der aktuell von einem „generationsübergreifenden Sanierungs-Superzyklus in der DACH-Region“ angetrieben werde.

Forciert durch strenge nationale Vorgaben wie das deutsche Bundes-Klimaschutzgesetz und die EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) stünden institutionelle Immobilieneigentümer unter immensem Druck. Dabei würden Objekten mit unzureichenden ESG-Ratings spürbare „Brown Discounts“ und gravierende Bewertungsrisiken drohen, warnt Lewandowski. Dass diese Risiken real sind, zeigen auch aktuelle Marktdaten des Branchenportals reduco.ai: Während energieeffiziente Gebäude der Klasse A zwischen 2021 und 2025 rund 13 Prozent an Wert gewannen, verloren unsanierte Objekte der Klassen G und H im selben Zeitraum rund 12 Prozent an Wert.

„Dieses Investment liegt unserer Muttergesellschaft sehr nahe“

Daraus ergebe sich ein operativer Nutzen für die gesamte Walter Group, erklärt Stefan Wierzbinski, Vorsitzender der Geschäftsführer von Walter Real Estate: „Dieses Investment liegt unserer Muttergesellschaft sehr nahe.“ Die „investmenttaugliche Energy Due Diligence“ von Fuchs & Eule sei für das große Wohnimmobilien-Portfolio von Walter Real Estate von großem Interesse. Die Gesellschaft sei in der Assetklasse Wohnen in Österreich, Deutschland und Dänemark investiert. Das Investment biete einen „skalierbaren Weg, um das Thema ESG-Compliance anzugehen“, die eigenen Assets zu optimieren und den Gebäudewert langfristig abzusichern.

Man habe WaVe-X bereits bei der Evaluierung des Startups mit der eigenen Expertise unterstützt und bestätigt, dass Fuchs & Eule ein „echtes Problem“ löse, mit dem sich auch Walter Real Estate im eigenen Portfolio beschäftige. Diese Partnerschaft sei jedoch „keine Einbahnstraße“, betont Wierzbinski. Neben der internen Nutzung der Plattform werde man das Team bei seiner anstehenden internationalen Expansion aktiv unterstützen: „Wir werden unser Real Estate Netzwerk und unsere Marktpräsenz einbringen, um Fuchs & Eule bei einem erfolgreichen Markteintritt in Österreich zu begleiten.“

Globale VC-Standards und strategischer Wissenstransfer

Auch über diesen Deal hinaus verfolgt WaVe-X große Pläne. Man habe bis heute „13 Investments an der Seite von weltweit führenden Investoren getätigt“ sagt Lewandowski. Dabei konzentriere man sich auf Verticals wie Logistics Tech, Manufacturing Tech, Proptech und Construction Tech. „Unser Mandat ist global; wir haben bereits in ganz Europa und den USA investiert. Unser Gesamtvolumen für Erstinvestments liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich“, so der Investment-Manager. Die initialen Ticketgrößen bewegten sich zwischen 200.000 Euro und zwei Millionen Euro, wobei das Ziel darin bestehe, ein finales Portfolio von rund 20 Unternehmen aufzubauen. Das Portfolio zeige bereits eine starke Dynamik; so habe das Portfoliounternehmen Dexory vor Kurzem erfolgreich seine Series-C-Finanzierungsrunde abgeschlossen.

WaVe-X sei dabei durch die Walter Group mit einem fixen Fondsvolumen ausgestattet. „Wir agieren nach marktüblichen Venture-Capital-Standards und suchen aus Sicht der finanziellen Rendite nach den vielversprechendsten Startups innerhalb des für die Walter Group relevanten Ökosystems“, erklärt Lewandowski. Bei der Konzeption der Struktur habe man gezielt die Best Practices und Setups führender europäischer CVC-Fonds einfließen lassen.

Und man habe weiterhin signifikantes Kapital zur Verfügung, um es in erstklassige Gründerteams in den Fokusbereichen zu investieren – unabhängig von deren geografischem Standort: „Unser Ziel ist es, die disruptiven Technologien zu finanzieren, die diese Branchen nachhaltig prägen.“ Gründer:innen biete man einen „einzigartigen Zugang zum tiefen Netzwerk und der operativen Erfahrung der Walter Group“, während man gleichzeitig modernste Innovationen und wertvolles Know-how aus den Startups zurück in die Gruppe bringe. „Anhand der aktiven Zusammenarbeit mit unserem aktuellen Portfolio sehen wir aus erster Hand, wie gut dieser Wissenstransfer funktioniert und wie sehr die Gründer die Partnerschaft mit der Walter Group schätzen“, so Lewandowski. „Wir werden dieses Modell konsequent weiter ausbauen und weiterhin global investieren.“

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