21.06.2016

„Bankenlandschaft umkrempeln“: 40 Millionen Dollar für Number26

Das Berliner Mobile-Banking-Startup Number26 macht sich bereit für den nächsten Expansionsschritt. In einer neuen Finanzierungsrunde kam es auf stolze 40 Millionen Dollar.
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(c) Number26
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In der FinTech-Sparte gilt das Berliner Startup Number26, das von zwei Wienern gegründet wurde, schon seit einiger Zeit als neuer Stern am Himmel. Seit dem Launch Anfang 2015 wurden bereits 200.000 Kunden gewonnen. Damit haben die Gründer natürlich nicht genug: Founder Valentin Stalf will „die Europäische Bankenlandschaft nachhaltig umkrempeln.“ Trotz des bisherigen Erfolgs stünde man noch ganz am Anfang der Reise. Allerdings, Number26 kam zuletzt in Kritik, als einigen Kunden das Konto gekündigt wurde. Nun arbeitet das Unternehmen an einer Fair Use Policy.

+++ Number26: “Mindset ist Schlüssel zum Erfolg” +++

Facebook-Investor steigt groß ein

(c) Number 26: Alle Transaktionen können über die App und im Web durchgeführt werden.

Dieses Potenzial haben nun noch weitere internationale Investoren erkannt. Mit 40 Millionen US-Dollar in einer neuen Finanzierungsrunde stockt das Startup auf insgesamt 53 Millionen Dollar auf. Größter Investor in dieser Runde ist Horizons Ventures aus Hong Kong, das auch bei Facebook und Skype schon früh an Bord war. „Der Fokus auf Transparenz und ein intuitives Nutzererlebnis im Banking ist ein Alleinstellungsmerkmal von Number26“, sagt Francis Kang von Horizons Ventures zur Entscheidung bei dem Startup einzusteigen.

Kapital für die internationale Expansion

Ebenfalls als neue Investoren wurden die US-Plattform Battery Ventures und die Zalando-Vorstandmitglieder Robert Gentz, David Schneider und Rubin Ritter gewonnen. Auch die bisherigen Investoren, Valar Ventures, Earlybird Ventures und Redalpine Ventures sind mit zusätzlichem Kapital eingestiegen. Verwenden möchte man das Geld bei Number26 für die weiteren internationalen Rollout und die Integration neuer Produkte in den Bereichen Sparen, Investment und Kredit.

Konto am Smartphone eröffnen

Zum Hintergrund: Number26 bietet ein Girokonto an, das über eine App funktioniert. Das Konto kann direkt am Smartphone in wenigen Minuten eröffnet werden. In der App stehen Nutzern dann auf übersichtliche Art und Weise Möglichkeiten zu verschiedenen Arten von Transaktionen zur Verfügung. Bislang ist der Dienst in sieben Ländern, alle in der Euro-Zone, verfügbar. Das Unternehmen beschäftigt in diesen Ländern insgesamt 140 Mitarbeiter.

+++ Dossier: FinTech+++

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© Screenshot - (v.l.) Infrastrukturminister Peter Hanke, Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Georg Kopetz, CEO und Co-Founder TTTECH und Deregulierungsstaatssekretär Sepp Schellhorn.

Ein halbes Jahr nach der Präsentation der „Industriestrategie 2035“ hat die österreichische Bundesregierung – in Form von Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Infrastrukturminister Peter Hanke, Deregulierungsstaatssekretär Sepp Schellhorn – gemeinsam mit Georg Kopetz, CEO und Co-Founder TTTECH, eine erste Zwischenbilanz vorgelegt. Demnach sind aktuell 42 der insgesamt 117 definierten Maßnahmen – was rund 35 Prozent entspricht – bereits umgesetzt oder befinden sich in Umsetzung.

Um die Standortbedingungen für heimische Betriebe konkret zu verbessern, liegt der strategische Fokus der Regierung derzeit auf dem Abbau bürokratischer Hürden und der finanziellen Unterstützung beim Aufbau neuer Produktionskapazitäten. Zwei Kernmaßnahmen stehen dabei im Zentrum: das neue Schlüsseltechnologie-Beschleunigungsgesetz und ein frischer Fördercall der Austria Wirtschaftsservice (aws).

Beschleunigungsgesetz für Industrieanlagen

Um die oft langwierigen Genehmigungsverfahren für neue Produktionsanlagen zu straffen, geht mit dem heutigen 16. Juni 2026 der erste Teil des Schlüsseltechnologie-Beschleunigungsgesetzes in die Begutachtungsphase. Dieser erste Gesetzesabschnitt konzentriert sich spezifisch auf Anlagen im Bereich der Energie- und Umwelttechnologien.

Das in Begutachtung befindliche Gesetz sieht die Etablierung eines Fast-Track-Verfahrens vor: Das Wirtschaftsministerium kann Vorhaben künftig innerhalb einer Frist von 30 Tagen offiziell als „strategisches Projekt“ einstufen. Projekten, die diesen Status erhalten, wird in den behördlichen Genehmigungsverfahren rechtlich ein „überragendes öffentliches Interesse“ beigemessen. Dies soll formelle Hürden abbauen und die Verfahrensdauer signifikant reduzieren. Um die Unternehmen zudem nicht zwischen verschiedenen Zuständigkeiten aufzureiben, wird das Prinzip der „Single Points of Contact“ eingeführt. Bei den neun Bundesländern werden zentrale Kontaktstellen eingerichtet, die den Unternehmen künftig als alleinige Ansprechpartner durch die Genehmigungsverfahren dienen.

18 Millionen Euro für Pilotanlagen und Skalierung

Flankierend zu den administrativen Erleichterungen startet die Förderbank aws ein neues Impulsprogramm unter dem Titel „Industrielle Schlüsseltechnologien – Leitbetriebe 2030„. Der Call öffnete heute um 13:00 Uhr und ist mit einem Gesamtfördervolumen von 18 Millionen Euro dotiert. Das Programm soll Unternehmen in der ressourcenintensiven Phase zwischen technologischer Entwicklung und der tatsächlichen industriellen Produktion mit frischem Kapital unterstützen.

Die Eckdaten der Förderung

  • Zielgruppe: Mittlere und große österreichische Unternehmen, die eine industrielle Skalierungsfähigkeit aufweisen.
  • Ticketgröße: Pro eingereichtem Projekt können bis zu drei Millionen Euro an Förderung beantragt werden.
  • Projektvolumen: Das Gesamtinvestitionsvolumen der Projekte muss zwischen 1 und 50 Millionen Euro betragen.
  • Förderzweck: Gefördert werden Investitionen in neuartige Pilot-Produktionsanlagen mit hohem Innovationsgehalt sowie der Aufbau von wesentlichen Innovationsinfrastrukturen, wie etwa Laborinfrastruktur oder Reinräumen, innerhalb der neun definierten Schlüsseltechnologien.
  • Einreichfrist: Konzepte können bis Ende Oktober bei der aws eingereicht werden.

Neben diesen beiden primären Maßnahmen hob die Regierung in ihrer Halbjahresbilanz weitere Schritte hervor, die Innovationen „Made in Austria“ vorantreiben sollen. Dazu zählen unter anderem die Beschaffung eines KI-optimierten Hochleistungsrechners für die AI Factory Austria mit einem Investitionsvolumen von 53 Millionen Euro sowie eine anstehende Patentrechtsnovelle, die es KMU und Startups künftig ermöglichen soll, selbst genutzte Patente als bilanzierbare Vermögenswerte auszuweisen. Damit soll geistiges Eigentum besser nutzbar gemacht, Innovation gezielt gefördert und der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten für innovative Unternehmen verbessert werden.

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