28.04.2021

Nuffinz: Ex-Geschäftsführer des V_labs macht nun „free your balls“-Männer-Shorts

Andreas Gähwiler, Gründer von Nuffinz, erzählt von den Hürden eines Textil-Startups, was "free your balls" wirklich bedeutet und warum ihm der Wegfall des Produzenten die Augen geöffnet hat.
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Nuffinz, Shorts, Badehose, Badeshort, Badeshorts
(c) Nuffinz - Nuffinz-Gründer Andreas Gähwiler: "Der Verlust des Produzenten ein Glücksfall".

Es war eine ereignisreiche Reise, die Nuffinz-Gründer Andreas Gähwiler bis zum heutigen Tag durchleben musste. Als Geschäftsführer des V_labs verließ er den „Company Builder“ um seiner Idee von bequemen und auffälligen Männer-Shorts zu folgen. Dem folgten Kampagnen-Shootings mit Wildfremden aus aller Welt im eigenen Kiteurlaub, der (im Nachhinein gesehen glückliche) Verlust des Produzenten während einer Kickstarter-Kampagne, die Finanzierung der Produktion aus privater Tasche, ein Umfeld, das gegen die Pläne des Gründers war und eine „unglückliche“ Illustration, die in Bezug auf das Motto des Startups „free your balls“ Raum für „sexistische Interpretationen“ über ließ. Aber einen gänzlichen anderen Ansatz verfolgte, wie der Founder erklärt.

Nuffinz-Gründer: „Leute sagen vieles, vor allem was nicht geht“

„Diese Probleme waren längst nicht alles“, sagt Gähwiler. “Auch sonst sind viele verrückte Dinge auf diesem Weg von damals, der Label-Gründung 2018, bis heute passiert. Die aktuelle Corona-Krise tut ihr Übriges dazu. Aber egal wie, klar ist: Jeder, der ein Startup hochzieht, merkt schnell, dass dir die Leute vieles sagen, aber vor allem, was nicht geht.“

Wie ein Handtuch um die Hüften

Das Firmen-Motto „free your balls“ hat laut Gähwiler zwei Bedeutungen. Einerseits geht es um das Gefühl der Nuffinz-Shorts, das dem eines Handtuches um die Hüften gleiche, kommt man direkt vom Surf-Board aus dem Wasser. Zudem soll mit der Marke ein Lifestyle-Feeling vermittelt werden, in dem es darum geht „die Eier zu haben, etwas zu wagen“. Aus dem Alltag auszubrechen. Mal etwas anderes tragen. So und nicht anders sollen die auffälligen und gestreiften Shorts wahrgenommen werden.

(c) Nuffinz – Das Nuffinz-Team hatte anfangs mit einigen Hürden zu kämpfen.

In einer Zeit in der über soziale Kanäle eine gewisse, auch oft übertriebene, Kultur der Aufregung herrscht, fiel bei Nuffinz besonders eine Illustration auf, die an einem Strand einen Surfer-Typen zeigt, der seine Short leicht herabzieht, während eine Frau daneben schockiert zu sein scheint. Gähwiler verweist in dieser Hinsicht auf den mehr als 50-prozentigen Anteil weiblicher Mitarbeiter im Team, und dass man nie auch nur daran gedacht habe, dass das Sujet einen negativen Anstrich haben könnte. Es geht um einen „Dude“, wie ihn das Team nennt, der aus dem „Alltags-Kleidungsstil“ ausbricht und seinen Horizont, zumindest kleidungstechnisch, erweitert.

(c) Nuffinz – Das Nuffinz-Team hegte mit diesem Werbesujet keine bösen Absichten.

Gähwiler erklärt: „Der Name Nuffinz kommt von der Grundidee ‚Shorts, die so bequem sind, dass man(n) auch ohne was drunter los kann‘. Also ’nothing‘, im Slang ‚Nuffin‘, ‚underneath‘. Es geht allein um Shorts, die sich wie ein flauschiges Handtuch anfühlen, locker-flockig um die Hüften. Am allerbesten mit Nichts drunter. Deshalb auch unser Motto ‚free your balls‘. Denn, wir Männer, und das behaupte nicht nur ich, lieben das. Vor allem, wenn es um super bequeme Shorts für ‚danach‘ geht.“

Nuffinz-Produzent im Konkurs

Bei dieser Shorts-Idee, die der Gründer beim „2 Minuten 2 Millionen„-Auftritt am 27. April einer breiten Masse vorstellen konnte, gab es wie erwähnt am Anfang ein paar Schwierigkeiten. Während einer Kickstarter-Kampagne verlor Nuffinz plötzlich den Produzenten. Was sich aber im Nachhinein als Glücksfall herausstellte.

„Ich saß eines Abends vor dem TV-Gerät und las, dass unser Produzent aus Vorarlberg Konkurs angemeldet hat. Eine absolute Katastrophe. Wir hatten von heute auf morgen keinen Produzenten mehr. Und wer in dem Business ist, weiß, dass das ein herber Rückschlag ist. Wir suchten europaweit, fanden aber niemand, der diese initiale Kleinstmenge produziert. Nur große Player haben da eine Chance. Es schien so, als ob Nuffinz vorerst einmal gestorben wäre“, erklärt Gähwiler.

Augenöffnendes Unglück

Doch der Vorarlberger Founder suchte weiter, scoutete ein Jahr lang die großen Brands und recherchierte. „Schlussendlich liegt in allem Schlechten auch etwas Gutes: Wir haben einen neuen Stoffproduzenten gefunden. Ein türkisches Traditionsunternehmen, dass es seit über 50 Jahren gibt und feinste Bio-Baumwolle mit eigenen Mühlen produziert. Ein Leuchtturm in der gesamten Textil-Industrie, was Nachhaltigkeit betrifft. Daraufhin konnten wir endlich umstellen: Nuffinz-Shorts sind heute zu 100% aus GOTS-zertifiziertem Bio-Baumwolle-Frottee. Den Stoff verwenden wir outside-in, also linksrum. Warum wir auf Organic Cotton umgestellt haben? Weil mir diese ganze Wegwerf- oder auch Fast-Fashion einfach zum Hals raushängt, ehrlich gesagt“, so Gähwiler.

Der Verlust des Produzenten habe ihm die Augen geöffnet, inwiefern die Fashionindustrie als einer der größten Umweltverschmutzer der Welt gilt: „Durch die Umstellung auf 100% Bio-Baumwoll-Frottee wollen wir den kleinstmöglichen ökologischen Footprint hinterlassen. Das zieht sich bis zu unserer Verpackung, die jetzt d2w-approved ist und aus biologisch abbaubaren Kunststoff besteht. Heute haben wir ein ehrliches Produkt, das genau das widerspiegelt, was wir sind und immer sein wollten: sustainable, frech, direkt und mit einer realen Crowd dahinter, die einfache, bequeme Shorts ohne viel Schnickschnack liebt“, so der Gründer.

Fremde Leute als Models und Ambassadors

Diese Frechheit spiegelt sich vor allem im Marketing des Unternehmens wider. „Im klassischen Retail-Business gelten immer noch ‘alte Regeln’ und das Planen und Produzieren einer Kollektion für die nächste Saison ist für ein junges Startup-Label wie unseres nur sehr schwer zu handeln. Wir setzen deshalb komplett auf ‚online‘. Für uns sind die sozialen Kanäle ein Kern unserer Werbestrategie. Wobei das Wort Strategie relativ ist“, erklärt Gähwiler.

Und führt aus: „Nuffinz, also die Marke, machen Leute aus, die wir spontan auf unseren Reisen treffen. Zum Beispiel Kitesurfer, coole ‚Dudes‘ oder kreativ-verrückte Köpfe. Da wir weder anfangs noch jetzt über ein riesiges Werbebudget verfügen, machen wir es nach wie vor so wie bei unserer ersten Shorts-Kollektion: Wir buchen einen Kitesurf-Trip, besorgen uns vor Ort einen Fotografen und sprechen wildfremde Leute mit der Frage an, ob sie uns unterstützen und Nuffinz-Models sein möchten. Nuffinz ist im wahrsten Sinne des Wortes eine ‚Social Brand‘ – mit echten Menschen dahinter, die unsere Shorts, die Story und nicht zuletzt ‘freeballing’ lieben.“ Mittlerweile gibt es auch eine bemerkenswerte weibliche Kundschaft, die die Shorts des Startups tragen und nach anderen Größen verlangen, wie Gähwiler erklärt. Zwar sei noch keine Damen-Kollektion geplant, man höre aber die Forderung der Kundschaft und arbeite auch an XS- und anderen Varianten.

(c) Hillinger – Alexander Schütz und Leo Hillinger in den Nuffinz-Shorts.

Bis heute schaffte Nuffinz eine halbe Million Euro an Umsatz. Und konnte ein Team aufbauen, dass sich auf der ganzen Welt verteilt. Der Texter kommt zum Beispiel aus England, der Illustrator aus Amsterdam, das Design aus Österreich, der Bio-Baumwollstoff aus der West-Türkei und die Nuffinz-Ambassadors – Tattoo-Artisten, Zirkus-Akrobaten, neuerdings auch die TV-Investoren Leo Hillinger und Alexander Schütz – aus Sri Lanka, Spanien, Deutschland, Marokko, Neuseeland, Australien, Italien und Österreich.

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Die Gründer Wieland Moser, Gerald Stangl und Florian Hackl-Kohlweiß sowie Co-CEO Katharina Steppan und CEO Hüseyin Özcelik (v. l.). Foto: Nicky Webb

Es ist eine Wette darauf, dass sich die Wärmeversorgung europäischer Städte in den nächsten Jahren grundlegend verändert. Den Beweis, dass der Markt dafür bereit ist, hat Roots Energy nach eigener Darstellung bereits erbracht. „Wir haben bewiesen, dass Menschen dafür bezahlen“, sagt Gründer Gerald Stangl. Das Wiener Unternehmen hat eine vorgefertigte Nahwärme-Plattform aus Hardware und Software entwickelt, die die heute übliche Einzelplanung jedes Heizraums durch ein industriell gefertigtes System ersetzen soll – und damit europäische Städte unabhängig von fossilen Energie-Importen machen will. Die Investitionskosten sinken laut Unternehmen gegenüber konventionell geplanten Anlagen um bis zu 50 Prozent.

Die erste Anlage – das mehrfach ausgezeichnete Wiener Pilotprojekt SmartBlock Geblergasse, technisch geplant von Roots-Mitgründer Wieland Moser, unter anderem Träger des Österreichischen Staatspreises 2021 – läuft seit 2017. Mehr als 20 weitere Standorte in der DACH-Region befinden sich im aktiven Rollout. Seit dem zweiten Quartal 2026 fertigt Roots Energy die zentralen Komponenten gemeinsam mit einem österreichischen Industriepartner in Serie. Womit das Unternehmen die jahrelange Pilotphase hinter sich lässt – und in die Skalierung eintritt.

Vom Co-Living-Projekt zum Wärme-Standard

Die Geschichte beginnt nicht mit Energie, sondern mit Wohnen. Hinter Roots steht mit Gerald Stangl ein Gründer, der bereits eine der bekanntesten österreichischen Health-Tech-Erfolgsgeschichten mitgebaut hat: Das von ihm mitgegründete Unternehmen mySugr, eine App zum Diabetes-Management, wurde 2017 an den Pharmakonzern Roche verkauft. Die Parallele zieht Stangl selbst – mySugr sei erfolgreich gewesen, weil das Team sein eigenes Problem gelöst habe. Bei Roots ist es dasselbe Muster: Die Wärmelösung entstand aus dem konkreten Bedarf eines eigenen Bauprojekts. 2021 gründete er gemeinsam mit Dr. Hüseyin Özcelik und Florian Hackl-Kohlweiß die Roots Urban Villages GmbH, ein Co-Living-Konzept für die Stadt. Bei der Suche nach einer Wärmelösung für ein rund 20.000 Quadratmeter großes Areal stieß das Team auf ein grundsätzliches Problem: „Wir haben gemerkt, es gibt nichts. Entweder man geht auf Fossil oder auf Fernwärme, wo man extreme Preisabhängigkeit hat“, erinnert sich Stangl. 

(c) Nicky Webb

Den Ausschlag gab schließlich der russische Einmarsch in die Ukraine 2022. Die Energiepreise schossen nach oben, die Immobilienpreise nach unten – und damit verschob sich die Logik des gesamten Vorhabens. Erst in diesem Moment, so Stangl, sei dem Team das eigentliche Marktversagen aufgefallen – und damit der Moment gekommen, „all in“ zu gehen: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Das Team ließ das große Immobilienprojekt fallen, holte Energietechnik-Pionier Wieland Moser ins Gründer-Team, kaufte ein Gebäude als Forschungszentrum und entschied sich bewusst gegen frühes Investorenkapital: Ausschlaggebend war für Stangl der Zeitpunkt: Mit Kriegsbeginn sei die Stimmung unter Investoren schlecht gewesen, ein schneller Start mit hohem Tempo damals kaum finanzierbar. „Da haben wir gesagt, wir bootstrappen das.” 2023 wurde aus Roots Urban Villages die Roots Energy GmbH.

(c) Nicky Webb

Das Marktversagen: zwischen Fernwärme und Sackgasse

Warum es für dichte Städte bisher keine industrielle Wärmelösung gibt, lässt sich an drei Optionen festmachen, die alle nicht skalieren. Klassische Fernwärme erreicht nur profitable Kernzonen; bestehende Hochtemperatur-Netze (80 bis 135 Grad Vorlauf) sind faktisch nicht erweiterbar und verlieren über 30 Prozent ihrer Energie auf dem Transportweg. Wer dennoch ausbaut, riskiert hohe tote Investitionen, wenn die Anschlussquoten zu gering bleiben. Luftwärmepumpen und Heizcontainer wiederum scheitern im dichten Bestand an Platz, Schallschutz und Genehmigungen. Und individuell von Ingenieurbüros geplante Erdwärme-Anlagen funktionieren zwar technisch, bleiben aber teure Einzelstücke.

(c) Nicky Webb

Genau hier setzt die zentrale These vom „CapEx at Risk“ an. Das klassische Modell baut ein großes, zentrales Werk und steckt vorab viel Kapital hinein – in der Hoffnung, damit Tausende Haushalte zu versorgen. Bleiben die Anschlüsse aus, ist das Geld verloren. „Bei uns gibt’s dieses CapEx at Risk nicht“, sagt Stangl. „Die Energiequelle entsteht in diesen Netzen Schritt für Schritt.“ Statt eines Großkraftwerks liegen viele kleine Module vor; das System wächst mit der Nachfrage, nicht auf Verdacht.

Als Vorbild dient ausgerechnet Wien selbst. Nach den Ölpreisschocks Ende der 1970er-Jahre stellte die Stadt die dezentrale Ölheizung auf Gas um – und zwar, indem man günstig nur die Gasleitungen bis vor die Wohnungen legte. Ab da konnte jeder Haushalt frei entscheiden, wann er von Öl auf die überlegene Gastherme wechselt. „In weniger als einer Generation war das abgeschlossen“, erzählt Stangl. „Und wir machen genau das Gleiche.“ Roots verlegt schlanke, kostengünstige Soleleitungen – im Kern eine kalte Wasserleitung mit Alkohol-Wasser-Gemisch –, und jede Wohnung tauscht ihre Gastherme nach Bereitschaft gegen eine Soletherme.

(c) Nicky Webb

Komplexität von der Baustelle ins Werk

Technisch baut Roots auf sogenannter kalter Nahwärme – im Fachjargon 5th Generation District Heating and Cooling. Über die Soleleitungen wird Umgebungswärme aus Erdwärme, Grundwasser, Außenluft oder Abwasser vor Ort gewonnen und nahezu verlustfrei an die Gebäude geliefert. Die Plattform besteht aus drei Bausteinen: dem vorgefertigten Hydraulik- und Steuerungsmodul Roots·Hub, dem Betriebssystem Roots·OS, das das thermische Netz steuert, sowie standardisierten Kompressoren, die Wärme oder Kälte beim Endabnehmer erzeugen – inklusive der Option, im Sommer zu kühlen.

(c) Martin Holzner

Der Kerngedanke: Roots verlagert die Komplexität von der Baustelle ins Werk. Aus aufwändigen Sonderprojekten werden standardisierte, einfach einzusetzende Systemlösungen – und damit eine skalierbare Infrastruktur. Wichtig ist Stangl dabei die Abgrenzung – ein Punkt, mit dem das Unternehmen lange gerungen hat: „Wir liefern die Anlagensysteme, damit Firmen ihren Job machen können. Wir sind in keiner Konkurrenz.“ Roots sei weder Wärmepumpenfirma noch Projektierer, sondern Systemtechnik-Lieferant für Energieversorger, institutionelle Eigentümer und Contractors.

Markt mit hohem regulatorischem Druck

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Drei EU-Rechtsakte definieren bis 2040 das Ende fossiler Wärme im Gebäudebestand: Der EPBD-Recast schreibt den Ausstieg aus fossilen Heizkesseln bis 2040 vor, der EED-Recast verpflichtet jede Kommune ab 45.000 Einwohnern zu einem Wärmeplan, und ab 2028 greift mit ETS 2 eine CO₂-Bepreisung auf Gebäudewärme. Rund die Hälfte des EU-Endenergieverbrauchs entfällt auf Heizen und Kühlen – größtenteils noch fossil.

(c) Nicky Webb

Als Zielkunden hat Roots Energy Europas größte institutionelle Wohnungsanbieter im Blick. Allein die 30 größten kontrollieren nach eigener Auswertung ein Wärme-Dekarbonisierungs-Volumen von rund 65 Milliarden Euro – darunter die größten Bestandshalter aus Österreich und Deutschland. Gespräche zu ersten gemeinsamen Piloten sind in Vorbereitung.

Fünf Jahre bootstrapped, jetzt die erste Runde

Seit 2021 hat Roots Energy rund zehn Millionen Euro aus Eigen- ,Fördermitteln und geförderten Darlehen eingesetzt – je etwa fünf Millionen in Forschung und Produktentwicklung sowie in das 900 Quadratmeter große Forschungszentrum „Roots·House“ in Wien-Penzing, das der Klimafonds als „Leuchtturm der Wärmewende“ auszeichnete. Die Forschungsförderungsgesellschaft FFG steuerte 2,4 Millionen Euro bei. Das Patent ist erteilt.

Nun geht das Unternehmen erstmals an externes Kapital: Eine erste Finanzierungsrunde soll im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Gespräche laufen mit europäischen Fonds aus den Bereichen Klima-, Resilienz- und Industrietechnologie. Das Kapital fließt in technische Kundenbetreuung, den Ausbau des Vertriebs und die Serienproduktion. Operativ geführt wird Roots Energy von Hüseyin Özcelik und Katharina Steppan; Stangl verantwortet als Gründer das Fundraising.

Das erklärte Ziel: Die Wärmeversorgung europäischer Städte soll künftig industriell organisiert sein – so wie Strom oder Telekommunikation heute. Den Hebel dorthin sieht Stangl weniger im Klimaargument als in handfesten Vorteilen für die Bewohner. „Wir müssen das Narrativ ändern“, sagt er. „Klima zieht in der aktuellen politischen Lage bei den Menschen wenig – dafür stehen Resilienz, Unabhängigkeit und Wirtschaftlichkeit im Vordergrund.“


Mehr über Roots Energy könnt ihr auch hier erfahren.

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