12.04.2021

Nuance: Microsoft will Siri-Mitentwickler kaufen, Aktie im Plus

Nuance lieferte die Spracherkennung für Apples Sprachassistenten Siri. Jetzt will Microsoft die Firma um 16 Milliarden Dollar übernehmen.
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Siri, Apple, Nuance, iPhone
© Unsplash

Microsoft ist offenbar in Verhandlungen, das US-Unternehmen Nuance Communications zu übernehmen. Die in US-Medien kolportierte Summ von 16 Milliarden Dollar würde es zum zweitteuersten Zukauf in der Geschichte von Microsoft machen. Für LinkedIn blätterte der Software-Riese 2016 mehr als 26 Milliarden Dollar hin.

Auch Samsung überlegte Übernahme

Nuance wurde 1992 gegründet und später bekannt als jene Firma, die die Spracherkennungs-Engine für Apples Sprachassistenten Siri lieferte. Ein Umstand, der übrigens erst 2013, drei Jahre nach der Übernahme von Siri durch Apple, auch offen kommuniziert wurde. Apple ist aber nicht der einzige Kunde von Nuance, auch Samsung setzt auf die Technologie und soll bereits 2014 in Übernahmegesprächen gewesen sein. Die Firma steckt auch hinter der Smartphone-Tastatur „Swype“, die zwar mittlerweile nicht mehr weiterentwickelt wird, aber als Pionier des „Wischgesten-Tippens“ auf Bildschirmtastaturen gilt.

Aktie stark im Plus

Heute hat Nuance mehr als 7.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und erzielte im vierten Quartal 2020 einen Nettogewinn von 7 Millionen Dollar bei einem Umsatz von rund 346 Millionen Dollar. Ein Insider soll laut US-Medien Details zu den Übernahmeverhandlungen mit Microsoft verraten haben. Demnach könnte der Deal am Montag bekannt gegeben werden, wenn er denn zustande kommt. Microsoft soll 56 Dollar pro Aktie bieten – das würde eine Bewertung von 16 Milliarden Dollar bedeuten. Am Freitag schloss der Handel der Aktie mit einem Preis von 45,58 Dollar, am Montag startete das Papier mit einem satten Plus von 27 Prozent.

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Die xchannels.ai-Gründerinnen Isabell Claus und Ashley Zvaniashvili. © xchannels.ai

Nur 16 Wochen nach der Gründung meldet xchannels.ai internationalen Erfolg bei der Kundengewinnung. Das von Ashley Zvaniashvili und Isabell Claus geführte Unternehmen mit Sitz in Wien baut eine KI-gestützte Plattform zur automatisierten Erstellung und Distribution von Marketing-Content über Social Media, Presseportale und Webseiten hinweg. Das Ziel: Marken auch in KI-Suchsystemen wie ChatGPT und Perplexity sichtbar zu machen.

Acht Länder, 50 Kund:innen

Seit der Gründung im April 2026 hat das Marketing-Startup sein Angebot auf acht Länder ausgerollt: Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg, Irland, Frankreich, Rumänien und Ungarn. Laut Mitgründerin Isabell Claus nutzen mittlerweile rund 50 Unternehmen die Plattform, von größeren Organisationen bis hin zu Startups sei alles dabei.

Ein Großkunde als Ausgangspunkt

Den Ausgangspunkt der internationalen Präsenz bildet laut Claus ein einzelner Großkunde: „Wir haben ursprünglich mal angefangen mit einem Unternehmen, das in 34 Ländermärkten aktiv ist, und davon haben wir sukzessive einige schon übernommen“, so Claus im Gespräch mit brutkasten. Weitere Standorte dieses Kunden sollen demnach folgen.

Weil xchannels.ai dadurch von Beginn an mit unterschiedlichen Sprachen und kulturellen Besonderheiten arbeiten musste, sei die Erschließung weiterer Märkte in der Folge leichter gefallen, erklärt die Gründerin.

Wachstum über Partnerschaften

Für weiteres Wachstum setzt das Gründerinnenteam laut Claus zunehmend auf Partnerschaften statt auf Einzelakquise. Ein Beispiel ist die Kooperation mit der Deutschen Telekom, über die brutkasten bereits berichtete. „Wir wollen mit Partnern schneller wachsen, als jedes einzelne Unternehmen direkt bei uns anzubinden und zu gewinnen“, meint Claus. Über Partner sollen sich künftig größere Kundengruppen aus einer Region gleichzeitig erschließen lassen.

Standorte in London und New York geplant

Aktuell beschäftigt das Startup laut eigenen Angaben acht Vollzeitmitarbeitende, verteilt auf Wien und Berlin. Die Aufgaben sind zwischen den Gründerinnen geteilt: Mitgründerin Ashley Zvaniashvili leitet die technischen Themen und die App-Entwicklung, Claus selbst kümmert sich um Business-Development, große Partnerschaften und die internationale Expansion.

Wie diese Expansion aussehen soll, ist bereits klar skizziert: Die für London und New York angekündigten Standorte sollen laut Claus reale Büros werden, keine rein virtuelle Präsenz: „Wir waren jetzt recht oft in London, und das ist schon nochmal ein anderes Klima – da geht es darum, die Netzwerke vor Ort zu stärken“, erklärt sie. In den Städten sollen dafür in erster Linie Relations- und Partnership-Positionen entstehen, während der Kern des Unternehmens in Wien bleibt.

Beispielhafter Content-Distributions-Screen von xchannels.ai © xchannels.ai

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