29.10.2021

Standort Wien: 4 Mio. Euro Investitionsprämie für japanische NTT

Der japanische IT-Konzern, der zu den global führenden Rechenzentrumsbetreibern zählt, hat seit 2015 einen Standort in Wien, der nun ausgebaut wird.
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NTT Spatenstich
Foto, v.l.: Till Utermöhlen, Projektleiter im Auftrag von NTT Global Data Centers EMEA AT, Bernhard Gross, Manager Direct Sales, NTT Global Data Centers EMEA AT, Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort der Republik Österreich, Walter Kasal, Head of the Regions Austria & Switzerland, NTT Global Data Centers EMEA AT, Nora Lawender, CEO, NTT Ltd. in Austria, Rob Lopez, Regional Director Europe, NTT Ltd., Rene Tritscher, CEO Austrian Business Agency, Roman Oberauer, Vice President Go to Market und Innovation, NTT Ltd. in Austria | (c) Philipp Hartberger

Ganze 3000 Quadratmeter Fläche sollen am seit 2015 bestehenden Campus des japanischen IT-Konzerns NTT bis 2022 hinzukommen. Mit den dann 8600 Quadratmetern Gesamtfläche wird auch die gebotene IT-Kapazität auf 15,2 Megawatt erhöht. Entscheidend für den geplanten Ausbau war auch ie Zusicherung von 4,12 Millionen Euro Investitionsprämie durch den Bund. Man wolle besonders Investitionen in die digitale und nachhaltige Transformation unterstützen, kommentiert Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. „Damit sichern wir Österreichs Position als Top-Wirtschaftsstandort und heimische Jobs“.

NTT: Weiterer Ausbau am Standort Wien geplant

Man wolle auch in den nächsten Jahren in Österreich kontinuierlich investieren und den Standort weiter ausbauen, heißt es in einer Aussendung von NTT. „Das global steigende Datenaufkommen führt dazu, dass Unternehmen immer mehr digitale Infrastruktur brauchen, die wir als IT-Dienstleister effizienter, sicherer und auch kostengünstiger betreiben können als die Unternehmen selbst“, meint Nora Lawender, CEO von NTT Ltd. in Österreich. „Außerdem sind unsere Rechenzentren an große Internet-Knoten, wie dem Vienna Internet eXchange (VIX), Cloud-Provider und Telekommunikationsanbieter angebunden. Dadurch können wir unseren Kunden einen hochverfügbaren Zugang mit großer Bandbreite und geringer Latenz in die verschiedensten Netze garantieren“.

Austria Business Agency: „Tor nach Osteuropa“

Die Austrian Business Agency, die NTT bei der Erweiterung am Standort Wien betreut, sieht durch den Ausbau die Rolle Österreichs als Tor nach Osteuropa auch im Bereich Digitalisierung gestärkt. Geschäftsführer René Tritscher kommentiert in einer Aussendung: „Die heutige Zeit setzt digitale Abläufe voraus. Das Datenaufkommen in Österreich und insbesondere in Wien wird in den kommenden Jahren weiter rasant steigen. Ausgehend von einem Rechenzentrum in Wien lässt sich die IT-Infrastruktur effizient in Richtung Mittel- und Osteuropa erweitern, um von der Nähe zu Wirtschaftsstandorten wie Bratislava, Budapest oder Prag zu profitieren“.

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Martin Huber und Hans Schlick
Die Amrax-Gründer Martin Huber und Hans Schlick | (c) Metaroom by Amrax

Amrax, bekannt für seine Plattform Metaroom, verkündete heute eine Finanzierungsrunde im mittleren siebenstelligen Bereich. Leadinvestoren sind der aws Gründungsfonds und SymbiaVC, unter Beteiligung des Bestandsinvestors ArborEleven Ventures sowie mehrerer Business Angels. SymbiaVC mit Sitz in Tirol bringe neben Kapital vor allem industrielle Expertise und ein starkes Industrienetzwerk ein. Amrax operiert im Bereich der Spatial Intelligence, also der 3D-Erfassung von Räumen.

„Wir freuen uns sehr, mit dem aws Gründungsfonds und SymbiaVC zwei so starke und regionale Partner an Bord zu haben. Beide teilen unseren Anspruch, konsequent und nachhaltig Wert aufzubauen – als eines der innovativsten KI-Unternehmen für Spatial Intelligence weltweit“, sagt Martin Huber, CEO und Co-Founder von Amrax.

Mit dem Kapital möchte Amrax sein Wachstum beschleunigen und die Produktentwicklung ausbauen. So sollen etwa der Vertrieb und Partnerschaften in der DACH-Region und international verstärkt werden.

Das Flaggschiff: Metaroom

Im Fokus des Investments steht aber auch die Weiterentwicklung der Digitalisierungsplattform Metaroom. Die KI-getriebene Plattform kann physische Räume erfassen, verstehen und in planungsreife Daten übersetzen (brutkasten berichtete). Innerhalb weniger Minuten wird so ein Raum mit dem Smartphone erfasst und als 3D-Modell samt 2D-Grundriss abgebildet. Diese KI-Modelle entwickelt und trainiert Amrax auf Basis eines Datensatzes realer Räume und Gebäude. Die 3D-Daten lassen sich in mehr als 40 Formaten exportieren und direkt in gängigen Planungswerkzeugen, wie etwa Bluebeam, Graphisoft oder DDScad, weiterverwenden.

„Amrax hat gezeigt, dass sich hochpräzise 3D-Gebäudedaten mit dem Smartphone erfassen lassen – und dass daraus ein skalierbares Software- und OEM-Geschäft entsteht. Überzeugt haben uns die technologische Tiefe, die internationale Traktion und vor allem das Gründerteam“, sagt Markus Jandrinitsch, Geschäftsführer des aws Gründungsfonds.

Senior Investment Manager von SymbiaVC, Alex Burger, ergänzt: „Spatial Intelligence wird zu einem Schlüssel für die Digitalisierung von Bau, Handwerk und Industrie. Amrax verbindet exzellente Technologie mit einem klaren Geschäftsmodell und starken Industriepartnern.“

Genutzt in über 175 Ländern

Die Einsatzgebiete von Metaroom sind etwa Architektur, Bauwesen, Facility Management und Energieberatung. Gelauncht wurde die Plattform 2020, mittlerweile ist man in mehr als 175 Ländern tätig. Zuletzt hat Amrax in Süddeutschland ein 60.000 Quadratmeter großes Krankenhaus mit Smartphones digitalisiert – und zwar bei laufendem Betrieb.

Neben der eigenen Plattform entwickle Amrax auf Basis seiner Technologie OEM-Anwendungen für Industrieunternehmen. Die Partner integrieren dabei die Raumerfassung von Amrax direkt in ihre eigenen Planungs- und Verkaufsprozesse. Auch diese OEM-Lösungen sollen durch das frische Kapital ausgebaut werden.

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