Novid20: Ö-Version von extrem effizienter Anti-Corona-App aus Südkorea
Südkorea war eines der ersten von der Ausbreitung des Coronavirus Covid-19 betroffenen Ländern - und ist sehr erfolgreich in dessen Bekämpfung. Dabei spielt auch eine App eine entscheidende Rolle, die ein Team mit Novid20 nun auf Österreich adaptieren will. Derzeit such man noch weitere Developer.
Zwischenzeitlich waren die Corona-Neuerkrankungen in Südkorea rückläufig, zuletzt stiegen sie wieder etwas an. Von einer exponentiellen Verbreitung ist das ostasiatische Land derzeit aber weit entfernt. Obwohl es eines der ersten Länder war, in die sich das neuartige Coronavirus Covid-19 ausbreitete, zählte man bis dato „nur“ etwas mehr als 8000 Erkrankte (und nur rund 80 Todesfälle) – bei mehr als 50 Millionen Menschen Gesamtbevölkerung. Zuletzt dauerte die Verdopplung der Fälle mehr als 50 Tage – es ist also gelungen, „die Kurve flach zu halten“. Kein Wunder also, dass Südkorea in der Corona-Bekämpfung weltweit als Vorbild gesehen wird. Auch von einem Wiener Team, das gerade die App Novid20 baut.
Südkorea: Corona Live-Tracking Apps haben Schlüsselfunktion
Das Land ergriff schnell eine Vielzahl an Maßnahmen von Isolations- und Quarantäne-Bestimmungen über flächendeckende Fiebermessungen und massive Desinfektions-Aktionen im öffentlichen Raum durch Freiwillige und die Armee. Besonders herausstechend ist aber der Einsatz von Technologie: „Eine Schlüsselfunktion haben Corona Live-Tracking Apps . Sie ermöglichen in Korea, infizierten Menschen, ihre Aufenthaltsorte der letzten 24 Stunden mit anderen zu teilen. So werden die Geodaten vieler Erkrankter gebündelt ausgewertet, Zonen mit erhöhtem Infektionsrisiko identifiziert und die App-Nutzer rechtzeitig darauf hingewiesen, welche Orte gemieden werden müssen“, heißt es vom Novid20-Team in einer Aussendung.
Novid20: Developer und weitere Unterstützung gesucht
Das Prinzip will das Team aus mehr als 30 Young Professionals, die bei Ihrer Arbeit von einem Corona-Experten beraten werden, nun in kürzester Zeit auf Österreich umsetzen. Dazu sucht man derzeit noch weitere Developer und Unterstützer auf verschiedenen Ebenen. Eng zusammenarbeiten will man auch mit offiziellen Stellen. Dann sei es essentiell, ab dem Launch des Projekts, der sobald wie möglich – wahrscheinlich schon kommende Woche – geplant ist, sofort möglichst viele Neu-Erkrankte zu erreichen.
Der Fisch, der von der Fliege lebt: Kreislaufwirtschaft am NOI Techpark
Drei Startups am NOI Techpark in Bozen beweisen, wie smarte Kreislaufwirtschaft funktioniert: Mit der Schwarzen Soldatenfliege ersetzen sie Fischmehl durch Insektenprotein. Eine Geschichte von Startup-Kollaboration, wie sie im Buche steht.
Der Fisch, der von der Fliege lebt: Kreislaufwirtschaft am NOI Techpark
Drei Startups am NOI Techpark in Bozen beweisen, wie smarte Kreislaufwirtschaft funktioniert: Mit der Schwarzen Soldatenfliege ersetzen sie Fischmehl durch Insektenprotein. Eine Geschichte von Startup-Kollaboration, wie sie im Buche steht.
Dieser Text ist zuerst im brutkasten-Printmagazin von August 2026 „Aufbrechen“ erschienen. Eine Download-Möglichkeit des gesamten Magazins findet sich am Ende dieses Artikels.
Es wurlt in der Larvenkiste des österreichischen Scaleups Reploid: Larven der Schwarzen Soldatenfliege werden hier seit einigen Tagen gemästet. Sie ahnen natürlich nicht, dass sie bald eine wichtige Rolle im Kreislaufkonzept dreier Jungunternehmen spielen werden.
Zuerst aber dorthin, wo alles begonnen hat: an den NOI Techpark in Bozen, Südtirol. Auch hier wurlt es, nur bringen statt Insektenlarven Startups Leben in das 12 Hektar große Innovationsviertel. Aktuell arbeiten 76 Unternehmen, 37 Startups, drei Forschungsinstitute, vier Fakultäten der Freien Universität Bozen und insgesamt 2.400 Menschen hier gemeinsam für nachhaltigen Fortschritt. Man tüftelt in den Laboren an Prototypen, vernetzt sich auf Events, feilt beim Spaziergang über den 2017 eröffneten Campus, der sich inzwischen stark vergrößert und weiterentwickelt hat, an der nächsten Idee. Was Gründer:innen hier aber am meisten schätzen: das weitreichende Netzwerk.
Nicht gesucht – trotzdem gefunden
„Wer am NOI Techpark Fuß fasst, bekommt Zugang zu etablierten Akteuren und Investoren in Südtirol“, erklärt Manuel Mairinger, Managing Director und CEO von Reploid Italia. Das ursprünglich aus Österreich stammende Insekten-Scaleup hat sich bei der Expansion nach Italien wegen der hervorragenden Lage zwischen Österreich und Mailand für das Acceleration & Scale-up Programme des NOI Techpark als Launchpad entschieden. „Das NOI baut als renommierter Partner die Brücke zu potenziellen Kund:innen und Partner:innen, ganz ohne die Hilfe von Plattformen wie LinkedIn“, fügt der Reploid-Italia-CEO hinzu.
Mairinger weiß genau, wovon er spricht. Reploid Italia ist eines von drei am NOI inkubierten Jungunternehmen, die zeigen, wie Startup-Kollaboration funktionieren kann. Initiiert hat die Zusammenarbeit Sonja Tetter vom Team des Start-up Incubator. „Wir arbeiten sehr eng mit unseren Startups zusammen, kennen ihre Geschäftsmodelle, Technologien und Herausforderungen. Deshalb sehen wir relativ früh, wo eine Kooperation wirklich Mehrwert schaffen könnte“, erläutert Tetter. Gemeinsam wollen die drei Unternehmen zur regionalen Kreislaufwirtschaft in Bozen beitragen. Und hier kommt die Larve der Schwarzen Soldatenfliege wieder ins Spiel.
Nach nur einer Woche sind die Larven laut Reploid mit rund 25 Millimetern ausgewachsen und überzeugen mit innerer Größe: Sie sind sehr reich an tierischem Protein. Das aus ihnen gewonnene Mehl kann einen Proteingehalt von über 62 Prozent aufweisen.
Das macht die Larven zum potenziellen Proteinersatz, vor allem im Futtermittelbereich, etwa für Fische. „Wir züchten Welse, das sind Fleischfresser“, erklärt Matthäus Kircher, Gründer von Solos. Das Südtiroler Startup betreibt Aquaponik und verbindet Fischzucht mit dem Anbau von Kräutern und Salat.
Das Prinzip dahinter: Die Fische reichern das Wasser durch ihre Ausscheidungen mit natürlichen Nährstoffen an, ein Biofilter leitet es ins Pflanzenbecken, wo Salat und Kräuter die Nährstoffe aufnehmen und das Wasser reinigen, bevor es zurück zu den Fischen fließt. So entsteht ein geschlossener Kreislauf im Zeichen der Nachhaltigkeit.
Ein Punkt war Kircher dabei allerdings von Anfang an ein Dorn im Auge: das mit Fischmehl angereicherte Futter. „Bereits vor vier Jahren haben wir uns gefragt, wie wir tierische Proteine ohne Fischmehl verfüttern können“, erzählt er. Insekten bildeten schließlich die Lösung. Eine Studie ergab: Futtermischungen auf Insektenmehlbasis, angereichert mit Spirulina-Algen, lassen den Omega-3-Gehalt im Fischfilet höher ausfallen als bei herkömmlich gefütterten Tieren.
Hier kommt Reploid ins Spiel: Das Unternehmen implementiert modulare Anlagen, die sogenannten „ReFarm-Units“. Dort verarbeiten Larven der Schwarzen Soldatenfliege regionale Reststoffe zu Insektenprotein und -fett für Futtermittel- sowie Industrieanwendungen. Ein weiteres Nebenprodukt ist der Insektenfraß, also die Ausscheidungen, aus denen organischer Dünger entsteht. Den dritten Baustein liefert Kinsect: Das italienische Startup entwickelt Technologien für die industrielle Zucht der Fliege und liefert Eier sowie Junglarven.
Am Standort von Solos in Tramin greifen so die unterschiedlichen Kompetenzen ineinander: Die von Kinsect bereitgestellten Larven werden in einer Insektenmastanlage von Reploid mit Lebensmittelnebenprodukten wie Apfeltrester, Kartoffelschalen oder Altbrot gefüttert. Solos nutzt sie anschließend als nachhaltiges Futtermittel in der Fischzucht. So soll Fischmehl ersetzt, sollen organische Reststoffe sinnvoll verwertet werden. Neben den ökologischen Vorteilen ergeben sich durch das Vorzeigeprojekt und den realen Usecase natürlich auch wirtschaftliche Vorteile, von denen die drei Startups profitieren.
Es ist eine Kooperation im Namen der Kreislaufwirtschaft, die ohne den NOI Techpark nie zustande gekommen wäre. „Am NOI Techpark konnte diese Synergie organisch entstehen“, fasst Kinsect-CEO Giacomo Benassi zusammen. „Dank der Zusammenarbeit im selben Ökosystem konnten wir viel schneller Vertrauen zueinander aufbauen.“ Der NOI Techpark ermöglicht damit nicht nur grenzüberschreitende, sondern auch branchenübergreifende Vernetzungen, die Startups entscheidend weiterbringen.
Und so wurlt es weiter am NOI Techpark. Jedes Jahr kommen neue Startups zur NOI-Community dazu. Für den Herbst-Batch kann man sich noch bis zum 5. Oktober bewerben – vielleicht entsteht daraus bald die nächste erfolgreiche grenzüberschreitende Startup-Kooperation.
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Novid20: Ö-Version von extrem effizienter Anti-Corona-App aus Südkorea
Zwischenzeitlich waren die Corona-Neuerkrankungen in Südkorea rückläufig, zuletzt stiegen sie wieder etwas an.
Von einer exponentiellen Verbreitung ist das ostasiatische Land derzeit aber weit entfernt.
Obwohl es eines der ersten Länder war, in die sich das neuartige Coronavirus Covid-19 ausbreitete, zählte man bis dato „nur“ etwas mehr als 8000 Erkrankte – bei mehr als 50 Millionen Menschen Gesamtbevölkerung.
Zuletzt dauerte die Verdopplung der Fälle mehr als 50 Tage – es ist also gelungen, „die Kurve flach zu halten“.
Kein Wunder also, dass Südkorea in der Corona-Bekämpfung weltweit als Vorbild gesehen wird.
Auch von einem Wiener Team, das gerade nach koreanischem Vorbild die Tracking-App Novid20 baut.
AI Kontextualisierung
Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?
Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …
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Zwischenzeitlich waren die Corona-Neuerkrankungen in Südkorea rückläufig, zuletzt stiegen sie wieder etwas an.
Von einer exponentiellen Verbreitung ist das ostasiatische Land derzeit aber weit entfernt.
Obwohl es eines der ersten Länder war, in die sich das neuartige Coronavirus Covid-19 ausbreitete, zählte man bis dato „nur“ etwas mehr als 8000 Erkrankte – bei mehr als 50 Millionen Menschen Gesamtbevölkerung.
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Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?
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Zwischenzeitlich waren die Corona-Neuerkrankungen in Südkorea rückläufig, zuletzt stiegen sie wieder etwas an.
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Obwohl es eines der ersten Länder war, in die sich das neuartige Coronavirus Covid-19 ausbreitete, zählte man bis dato „nur“ etwas mehr als 8000 Erkrankte – bei mehr als 50 Millionen Menschen Gesamtbevölkerung.
Zuletzt dauerte die Verdopplung der Fälle mehr als 50 Tage – es ist also gelungen, „die Kurve flach zu halten“.
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Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?
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Kein Wunder also, dass Südkorea in der Corona-Bekämpfung weltweit als Vorbild gesehen wird.
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