01.10.2021

Nova Zone: Linzer Grand Garage startet Innovations-Inkubator für Unternehmen

In der Nova Zone werden Projektteams aus Unternehmen bei kreativen Prozessen begleitet. Im angeschlossenen Makerspace kann dann an Prototypen gearbeitet werden.
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Die Nova Zone in der Grand Garage © Gregor Graf
Die Nova Zone in der Grand Garage © Gregor Graf

Die Linzer Grand Garage ist einer der größten Maker Spaces in Europa. In der Tabakfabrik reihen sich auf mehreren Geschoßen große Maschinen zum Fräsen, Cutten, Schweißen oder 3D-Drucken aneinander. Bisher versammelt sich dort vor allem eine kreative Bastler:innen-Community, die von Schmuck bis Schwitzhütte für den Garten große und kleinere Projekte umsetzt. Jetzt sollen dort verstärkt auch Unternehmen kreativ werden und an Innovationen basteln. Dazu hat die Grand Garage mit der Nova Zone einen eigenen Space eingerichtet, der als Innovation-Inkubator dienen soll.

Begleitung durch erfahrene Innovator:innen

Projektteams finden in der Nova Zone von Knetmasse über Lego bis Post-it alles, was man von Brainstorming bis Kreation brauchen kann und werden in dem Innovationsprozess bei Bedarf von Expert:innen begleitet. „In der Nova Zone begleiten wir Innovationsvorhaben. Unsere
methodischen Zugänge werden durch erfahrene, sogenannte Facilitators, getragen für
mehr Vielfalt, Kreativität und Möglichkeiten. Die Methoden reichen von Foresight Thinking,
Design Sprints bis hin zu Playful Business, wo die Teilnehmenden spielerisch an eine
Themenstellung herangehen “, erklärt Katharina Ehrenmüller, die die Nova Zone gemeinsam mit Patrick Rammerstorfer gegründet hat. Ruth Arrich, Mitbegründerin des Makerspaces Grand Garage sieht darin ein Experimentielabor, das Freiraum für Kreativität schafft.

Die Räumlichkeiten der Nova Zone umfassen 300 Quadratmeter und sind eingebettet in die Grand Garage mit ihren rund 100 Maschinen. Die unterschiedlichen Zonen der Grand Garage sollen sich ergänzen: In der Nova Zone sollen Projekte entwickelt werden, in der Project Zone findet ein erstes Experimentieren statt und in der Grand Garage können Prototypen oder fertige Produkte gebaut werden. „Das ist gerade im Hinblick darauf, dass ca. die Hälfte aller Innovationsprojekte in Unternehmen scheitern eine wichtige Chance, liefert die Nova Zone ja gerade jene Tools, wie beispielsweise den Design Sprint, der die Produktentwicklung wesentlich verkürzt und dadurch Organisationen und Unternehmen auch schneller und damit erfolgreicher sind“, so Ehrenmüller.

In der Grand Garage in Linz © Gregor Graf
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Ex-Notenbanker Robert Holzmann (links) und Emerald-Horizon-CEO Florian Wagner. Foto: Martin Pacher | brutkasten

Sieben Jahre nach der Gründung geht Emerald Horizon den nächsten Schritt Richtung Prototyp: Am 8. September gibt das Grazer Unternehmen (Wiener Börse: SMRX) in seinem Labor den Startschuss für den Bau des ADES Test Loop. Dabei handelt es sich um den ersten integrierten Systemtest, in dem die bisher einzeln entwickelten Komponenten des Reaktorsystems zusammengeführt werden. „In sieben Jahren intensiver Entwicklungsarbeit haben wir die einzelnen Bausteine für ADES entwickelt und validiert. Jetzt beginnen wir, gemeinsam mit VDL Groep, diese Bausteine zusammenzuführen“, sagt CEO Florian Wagner.

Reaktor ohne kritische Kettenreaktion

ADES (Accelerator Driven Energy Source) ist ein Kernreaktor in Containergröße, der ohne kritische Kettenreaktion arbeitet. Ein Teilchenbeschleuniger liefert die Neutronen, die den Prozess in Gang halten. Wird er abgeschaltet, endet die Spaltung sofort. Als Brennstoff dient Thorium. Eine Einheit soll 25 Megawatt thermische und rund zehn Megawatt elektrische Leistung liefern, genug für etwa 10.000 Haushalte, und das laut Unternehmen 20 Jahre lang ohne Brennstoffwechsel. Der Salzkreislauf arbeitet wasserfrei, ein Anschluss an einen Fluss ist für den Betrieb nicht erforderlich. Wie Wagner Ende 2025 im brutkasten-Talk sagte, ist die Marktreife für 2029 geplant.

Bild: (v.l.n.r.) DI Dr. Mario J. Müller, Vice President R&D, und US-Investor Carl Page, Mitglied des Advisory Board der Emerald Horizon AG, vor den Abschirmblöcken der Neutronenquelle im Labor in Graz. (c) Fuchs

Letzte Vorstufe vor dem Prototyp-Loop

In Graz wurden nach Unternehmensangaben bereits vier Vorgängergenerationen des Loops in Hardware getestet. Die kommende Version gilt als voraussichtlich letzte Vorstufe vor dem finalen ADES-Prototyp-Loop. Beim EU-Genehmigungspfad arbeitet Emerald Horizon mit Haskoning, an einer US-Klassifizierung mit Pillsbury Winthrop Shaw Pittman.

VDL Groep als Fertigungspartner

Eine zentrale Rolle kommt der VDL Groep zu. Der niederländische Industriekonzern mit rund 13.500 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz 2025 von mehr als vier Milliarden Euro, bekannt als Zulieferer der Halbleiterausrüstungsindustrie, führt als Engineering- und Fertigungspartner die technischen Bausteine zusammen und legt das System auf eine spätere industrielle Serienfertigung aus. Die Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen wird am 8. September in Graz live unterzeichnet.

Börsengang als Finanzierungshebel

Emerald Horizon notiert seit 26. Juni an der Wiener Börse. Das Listing soll laut Unternehmen vor allem den Zugang zu Fremdkapital erleichtern, etwa über Kredite, Green Bonds und Projektfinanzierung, um das Energy-as-a-Service-Modell und die Serienproduktion mit VDL zu finanzieren. Erst vor wenigen Tagen holte das Unternehmen zudem Manager Claus Schmidt für Organisationsentwicklung und Qualitätsmanagement an Bord.

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