27.02.2026
USA-EXPANSION

NÖ-MedTech Syntropic Medical sichert sich Platz beim SelectUSA Summit

Das niederösterreichische Unternehmen hat den Vorentscheid des Science Park Graz und der US-Botschaft gewonnen. Syntropic Medical entwickelt eine lichtbasierte Therapie zur Behandlung von Depressionen.
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Syntropic Medial-Co-Gründerin Francesca Giovanetti mit Science Park Graz-Geschäftsführer Martin Mössler (l.) und Ken Walsh, Handelsattaché der US-Botschaft in Wien | (c) fotoCRafie

Der SelectUSA Investment Summit ist eine zentrale Veranstaltung der US-Regierung zur Förderung ausländischer Direktinvestitionen, bei der jährlich rund 3.000 Vertreter aus Wirtschaft und Politik sowie Investoren zusammentreffen. In diesem Jahr wird Syntropic Medical, ein Spin-off des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) mit Sitz in Klosterneuburg, Österreich bei diesem Event repräsentieren. Das Startup setzte sich im nationalen Pitch-Wettbewerb, der vom Science Park Graz und der US-Botschaft ausgerichtet wurde, als Sieger durch.

Die Therapie

Syntropic entwickelt eine Lichttherapie, die gegen Depressionen helfen soll. Die Behandlung erfolgt über ein hauseigenes Gerät, das gezielt den Aufbau von Nervenzellverbindungen im Gehirn aktiviert. Dieser Mechanismus soll bei der Verbesserung depressiver Symptome eine zentrale Rolle spielen (brutkasten berichtete).

Das Unternehmen führt derzeit erste Pilotprojekte in den USA durch. Nach klinischen Tests eines ersten Prototyps, unter anderem in Brasilien, wird aktuell ein zweiter Prototyp im Rahmen einer Studie am NYU Langone Health in New York erprobt. Dieses weiterentwickelte System ist auf die Anwendung im häuslichen Umfeld ausgelegt.

Finanzierungsrunden zur Vorbereitung der US-Zulassung

Die Expansion in die USA und die anstehenden klinischen Studien werden durch fortlaufende Finanzierungsrunden gestützt. Bereits im April 2024 gab das Unternehmen ein siebenstelliges Seed-Investment bekannt. Im Dezember 2025 folgte der Abschluss einer weiteren Finanzierungsrunde, deren Mittel unter anderem in die Vorbereitung der FDA-Zulassung in den USA fließen (brutkasten berichtete).

„Unser Anspruch ist es nicht nur, Wirksamkeit nachzuweisen, sondern die Therapie nachhaltig in bestehende Versorgungsstrukturen zu integrieren. Dafür braucht es Partnerschaften, Netzwerk und Marktkompetenz. Dieser Sieg ist für uns ein wichtiger Hebel, unsere Bekanntheit am US-Markt massiv auszubauen, so Founder Associate Francesca Giovanetti.

Weitere Platzierungen beim Vorentscheid

Martin Mössler, Geschäftsführer des Science Park Graz, sieht in der Teilnahme am Summit eine Möglichkeit für das Unternehmen, strategische Partner zu finden und den Markteintritt strukturiert vorzubereiten. Ken Welsh, Handelsattaché der US-Botschaft in Wien, weist auf die Bedeutung lokaler Präsenz für die Erschließung des US-amerikanischen Marktes hin.

Neben Syntropic Medical traten weitere österreichische Startups beim Vorentscheid an: Den zweiten Platz belegte das MedUni-Wien-Spin-off Svan Technologies, das an sicheren Gefäßzugängen für Früh- und Neugeborene arbeitet und mittlerweile im Science Park Graz ansässig ist. Den dritten Platz erreichte das Schwechater Unternehmen Tagbase, das sich auf die digitale Überprüfbarkeit physischer Produkte spezialisiert hat.

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fluctus, aws
© fluctus - Anna Kurpierz und Christian Sattlecker von fluctus.

Der Bedarf an Bandbreite und enormen Datenvolumina steigt rasant. Doch während der globale Ausbau der physischen Infrastruktur voranschreitet, hinkt die digitale Verwaltung oft hinterher. Gerade kleine Regionen und lokale Netzerrichter stünden vor großen Herausforderungen. Zudem arbeiten mittelständische und große Unternehmen häufig mit starren, unzureichenden Systemen, denen es an Flexibilität fehlt, so die Erfahrung des fluctus-Gründerduos Anna Kurpierz und Christian Sattlecker.

fluctus mit End-to-End

„Wir haben bei unseren Projekten festgestellt, dass der österreichische Ausbau oft große Lücken hinterlässt – kleinen Regionen und Netzbetreibern fehlt der Zugang zu zukunftsträchtigen Technologien“, sagt Kurpierz. Um diese Lücken zu schließen, hat das oberösterreichische Startup ein von Grund auf neues Management-System für „Open-Access-Netze“ entwickelt.

Dabei setzt fluctus auf ein „New-Generation Open-Access-Tool“, das den Datenaustausch zentralisiert abwickelt. Das System funktioniert als reine „Zero-Touch“-Anwendung.

„Wir sind derzeit die Einzigen, die am europäischen Open-Access-Markt eine komplett zentralisiert managebare End-to-End-Lösung (E2E) anbieten“, erklärt die Gründerin weiter. „Da sämtliche Marktbegleiter von den Kunden eine Implementierung der Logiken in deren Netz voraussetzen.“

Der entscheidende Vorteil für Kunden sei hierbei, dass im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten Netzbetreiber keine komplexen Logiken mehr selbst in ihr eigenes Netz implementieren müssten.

Wettbewerb steigern

„Ziel unseres Systems ist der Zugang zu einem offenen Netz für alle Breitbandteilnehmer“, so die Founderin weiter. „Einerseits wird damit der Wettbewerb unter den ‚Internet Service Providern‘ gesteigert und verbraucherseitig entsteht zudem ein Nutzen aus qualitativ hochwertigen Produkten, ein großer Pool aus Anbietern und Produkten sowie niedrigere Preise. Durch die Entstehung eines Polypols auf der Angebotsseite und den daraus entstehenden größeren Markt ergeben sich intensivere Preis- und Qualitätswettbewerbe.“

Zudem würden offene Netze einen fairen Zugang für alle Anbieter ermöglichen und an jedem Anschluss einheitliche Prozesse sowie technische Mindeststandards garantieren.

„Unser Produkt ist im Wesentlichen ein System für den Glasfaserausbau und -betrieb, welches als zero-touch Anwendung realisiert wird. Durch das ‚New-Generation Open Access Tool‘, welches den Datenaustausch zentralisiert abwickelt, kann eine vergleichbare Angebotslandschaft wie im Mobilfunk geschaffen werden – neben bestehenden Internet-Providern werden auch neue Anbieter im selben Netz entstehen“, erklärt Kurpierz. „Dies führt zu größerer Angebotsvielfalt, wettbewerbsfähigen Preisen und einer höheren Anschlussquote. Es entstehen somit auch neue Möglichkeiten für Discounter, Energy-Drink-Giganten bis hin zur kleinen IT-Firma, im Netz anzubieten.“

Zielgruppen von fluctus

Die Kernzielgruppe von fluctus umfasst Netzbesitzer (wie regionale Infrastrukturbetreiber) sowie große Technologieunternehmen. Ein typischer Use-Case ist der Zusammenschluss bislang getrennt strukturierter Regionen. Durch die Zentralisierung von Netz- und Betriebsprozessen sollen bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und neue Internet-Service-Provider nahtlos integriert werden.

Monetarisiert wird die Technologie über Dienstleistungs- und Wartungsverträge. Nach dem Prinzip „Grow with your business“ bietet fluctus drei flexible Modelle an, die ein E2E-Deployment und den laufenden Betrieb über das hauseigene OSS/BSS-Management-System umfassen. Die Preisgestaltung ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Zusätzlich wird pro Projekt beziehungsweise pro „Point of Presence“ (POP) eine Projektpauschale verrechnet, die sich nach der Größe des Projekts richtet.

Hürden überwunden

Die Entwicklung einer derart tiefgreifenden Technologie ist kapital- und ressourcenintensiv. Das Gründerteam stand beim Aufbau vor massiven Hürden, wie Kurpierz erklärt: „Die Entwicklung und Herstellung unseres Produktes hat hohe Investitionen, sogenannte CAPEX, erzeugt und unzählige Tests erfordert. Erschwerend kommt hinzu, dass es am Markt wenig ausgebildetes Personal in diesem Bereich gibt – die interne Weiterbildung in dieser Nische ist enorm zeitintensiv und führt daher zu höheren Kosten.“

© fluctus – Das fluctus-Team.

Einen entscheidenden Durchbruch hierbei brachte aws Seedfinancing – Deep Tech. Die Förderung der Austria Wirtschaftsservice (aws) trug maßgeblich zur Marktreife der Technologie bei, wie die Gründerin erklärt. Zudem konnte das Startup das aws-Netzwerk nutzen, um strategisch wertvolle Kontakte zu knüpfen.

Mit einer fertigen Technologie im Rücken sind die nächsten Meilensteine klar definiert. In den kommenden Jahren möchte sich fluctus als etablierte Größe im DACH-Raum positionieren. Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Erschließung weiterer internationaler Märkte voran.


Disclaimer: Der Artikel wurde in Kooperation mit der Austria Wirtschaftsservice (aws) umgesetzt

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