11.06.2025
AUSZEICHNUNG

NÖ-Impact-Startup gewinnt Preis beim Peta Vegan Fashion Award 2025

Der Online-Marktplatz New World Guardians wurde von Peta Deutschland für seine nachhaltige Plattform ausgezeichnet.
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Foto: New World Guardians - Anja Grundböck (r.), Founderin New World Guardians mit einem NFT-Model.

Anja Grundböck hat ihr St. Pöltner Startup New World Guardians im März 2022 gestartet und hatte sehr schnell ein großes Team beisammen. Parallel dazu brach – wie brutkasten berichtete – jedoch der Krypto- und NFT-Markt ein und stellte sie vor Schwierigkeiten. Mit einer neuen Schwerpunktsetzung orientierte sie sich neu und wurde nun von Peta Deutschland, einer der landesweit größten Tierschutzorganisationen, mit einem Award geehrt.

New World Guardians tierleidfrei

Bei den diesjährigen Peta Vegan Fashion Award gewann das niederösterreichische Startup in der Kategorie „Beste vegane Shop-Idee“ mit dem Konzept einer kuratierten Onlineplattform, die nachhaltige, tierleidfreie Mode mit gesellschaftlichem Impact verbindet.

„New World Guardians zeigt mit seinem Onlineshop vorbildlich, dass nachhaltige und vegane Fashionkreationen jederzeit möglich sind“, sagt Harald Ullmann, Mitgründer und zweiter Vorsitzender von Peta Deutschland. „Sich vegan zu kleiden, ist gut für die Tiere, die Menschen und die Umwelt. Wir hoffen, dass viele weitere Onlineshops und Modemarken diesem zukunftsweisenden Beispiel folgen werden und ihre Kollektionen ebenfalls rein pflanzlich und frei von tierischen Materialien gestalten und designen.“ Der Award wurde dieses Jahr zum zwölften Mal verliehen – heuer erhielten ingesamt 18 Produkte, Unternehmen oder Designer:innen in verschiedenen Kategorien den Peta Vegan Fashion Award.

Plattform für Veränderung

New World Guardians versteht sich als weit mehr als ein Marktplatz für vegane Kleidung – es ist eine Plattform für bewusste Veränderung, wie die Gründerin betont. Konsument:innen finden dort ausschließlich tierleidfreie, vegane und nachhaltige Produkte – von Kleidung und Schuhen bis zu Schmuck, Taschen und Rucksäcken. Neben ausgewählten nachhaltigen Labels bietet die Plattform auch eine eigene vegane Kollektion an. Ein Teil der Erlöse fließt direkt in aktuell sechs globale Hilfsprojekte.

„Diese Auszeichnung von Peta bedeutet uns enorm viel“, sagt Grundböck. „Sie zeigt, dass unsere Vision von ethischem Konsum, sozialer Verantwortung und ästhetischem Design ankommt – und Zukunft hat. Wir glauben an eine neue Form von Fashion, die niemandem schadet und zugleich Gutes bewirkt.“

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Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller
Das Founder-Team von Serwas, v.l. Timo Berkmann, Manuel Untergasser und Lucas Bolte | © Johannes Aitzetmüller

Im KI-Boom werden immer mehr Server benötigt und diese produzieren viel Wärme. Die Abwärme zum Heizen zu benutzen, liegt also auf der Hand, ein großer Einwand ebenso: Der Bedarf an Heizwärme unterliegt für gewöhnlich starken saisonalen Schwankungen, jener an Rechenleistung nicht. Das Innsbrucker Startup Serwas Technologies will diese Diskrepanz mit seinem System auflösen – brutkasten berichtete erst im September über ein Pre-Seed-Investment für das Unternehmen.

„Wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird“

„Wir wollen Rechenleistung dort aufbauen, wo die entstehende Wärme direkt gebraucht wird. Gerade Schwimmbäder sind dafür besonders interessant, weil sie das ganze Jahr über einen hohen Wärmebedarf haben“, erklärt Serwas-Mitgründer Timo Berkmann. Das Startup kann so gleichzeitig Abwärme an Projektpartner und Rechenleistung an externe Unternehmen verkaufen.

Das Innenbecken im StuBay im Tiroler Stubaital | (c) StuBay

In einem Hallenbad in Innsbruck läuft das System bereits. Nun wurde mit dem Freizeitcenter StuBay im Tiroler Stubaital ein weiterer Partner präsentiert. Noch vor Jahresende sollen erste Server in der Anlage aufgebaut und in die bestehende Gebäudetechnik eingebunden werden. Die eigens entwickelte Kühltechnologie ermögliche es, die entstehende Abwärme mit Temperaturen von bis zu 70 °C nutzbar zu machen, ohne dass dafür eine zusätzliche Wärmepumpe benötigt werde, heißt es vom Startup.

Schrittweiser Ausbau im StuBay geplant

Nach der ersten Anbindung gemeinsam mit anderen beteiligten Fachunternehmen soll beim System im StuBay dann ein schrittweiser Ausbau erfolgen, „der sich am Wärmebedarf und den technischen Möglichkeiten des Freizeitcenters orientiert“. Mit dem weiteren Ausbau wolle man einen wachsenden Beitrag zur Wärmebereitstellung leisten.

Nach der erwähnten Pre-Seed-Finanzierung über knapp 300.000 Euro durch Gateway Ventures, Business Angels aus dem Pioneers Club und das MCI Innsbruck will Serwas zudem weiteres Kapital aufnehmen: Aktuell läuft eine Crowdinvestingkampagne des Startups.

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