27.02.2025
GESCHLECHT UND GEHALT

Noch 130 Jahre bis zur Gleichstellung: Das prophezeit eine Deloitte-Studie

Geschlechtergleichstellung und Lohntransparenz rücken in der aktuell eher durchwachsenen Großwetterlage in den Hintergrund. Dabei könnte Gleichstellung einige der aktuellen Probleme lösen. Eine Deloitte-Studie gewährt Einblick in den Markt.
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(c) Adobe Stock

Frauen und Männer verdienen seit Beginn der Aufzeichnungen unterschiedlich viel. Aktuelle geopolitische und wirtschaftliche Krisen rücken die Thematik zunehmend in den Hintergrund. Die Situation allerdings stagniert, Besserung in Richtung Gehaltstransparenz und Chancengleichheit ist nicht in Sicht.

Eine Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte zeichnet ein Bild rund um die Gehaltssituation in Österreichs Unternehmen. Angesichts der durchwachsenen Großwetterlage lässt sich das Studienergebnis bereits vermuten: Faire Lohnverteilung sollte „erst in Jahrzehnten Realität“ werden. Das wirft Fragen rund um die neue EU-Lohntransparenzrichtlinie auf. Selbiges Szenario ergibt sich für die Stellung von Frauen in Unternehmen und ihren Führungsebenen.

Deloitte zeigt auf: Gleichstellung stagniert

Deloitte erhebt jährlich zum Weltfrauentag am 8. März ausgewählte Parameter von Geschlechtergleichstellung in der österreichischen Wirtschaft. Zur Umfrage wurden 500 heimische Führungskräfte befragt.

Die Ergebnisse zeigen wenig Verbesserung zu den Vorjahren. Hervorgehoben wird dabei unter anderem die „Gläserne Decke“, wobei Frauen oft in „mittleren Managementpositionen hängen bleiben“, was sich sowohl finanziell als auch in einem flacheren beruflichen Werdegang widerspiegelt.

Keine Erhöhung des Frauenanteils geplant

Fast die Hälfte der Unternehmen plant derzeit keine Erhöhung des Frauenanteils in den obersten Führungsetagen, heißt es gemäß der Studie. Ein Fünftel der befragten Führungskräfte beklagt in diesem Zusammenhang „einen Mangel an qualifizierten Frauen“, sagt Elisa Aichinger, Partnerin bei Deloitte Österreich.

„Die Führungsebenen in der österreichischen Wirtschaft sind seit jeher klar männlich dominiert. Die Umfrageergebnisse legen keine baldige Änderung dieser Situation nahe“, sagt Aichinger weiter.

130 Jahre bis zur Gleichstellung

Angesichts der aktuellen Rezession scheint das Thema Geschlechterparität in heimischen Unternehmen und Führungsebenen in den Hintergrund gerückt zu sein. Das Weltwirtschaftsforum (WEF) rechne erst in über 130 Jahren mit einer vollständigen Gleichstellung von Frauen und Männern.

Wobei sich ein erhöhter Frauenanteil in Führungsebenen rein positiv auf die Innovationskraft sowie auf die Geschäftsergebnisse des Unternehmens auswirkt. Das beweisen mehrere Studien, so unter anderem eine globale Studie des Peterson Institute for International Economics. Laut dieser erzielten Firmen mit einem höheren Anteil von Frauen in der Unternehmensführung signifikant höhere Gewinne. Konkret stieg die Profitabilität um 15 Prozent.

Frauen in Führungsebenen haben außerdem positiven Einfluss auf die Innovationskraft in Unternehmen. Hierzu führt das Academy of Management Journal eine Studie an, die zeigt, dass Frauen in Führungsebenen die Risikoneigung des Unternehmens senken, die Innovationskraft steigern und die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erhöhen.

Lohnlücke schließt sich nur langsam

Mangelnde Karrierechancen für Frauen wirken sich auch auf deren Verdienst aus. Österreichs Gender Pay Gap liegt zwar unter dem EU-Durchschnitt. 27 Prozent der befragten Führungskräfte gehen allerdings davon aus, dass dies in ihrem Unternehmen noch weitere zehn Jahre so sein wird. Weitere 22 Prozent können nicht einschätzen, wann eine faire Lohnverteilung erreicht werden kann.

„Zwar wird der Gender Pay Gap Jahr für Jahr etwas kleiner, doch das Tempo, mit dem wir voranschreiten, ist viel zu langsam“, betont Aichinger. „Um den Weg zur Geschlechterparität zu beschleunigen, braucht es vor allem strukturelle Veränderungen wie den Ausbau der flächendeckenden Kinderbetreuung, die frühe Förderung von Mädchen in MINT-Fächern oder den Fokus auf formale Maßnahmen wie Quoten.“

Lohntransparenz der EU trifft auf Widerstand

Eine Maßnahme zur Besserung der Situation in Richtung Einkommensgerechtigkeit könnte die kürzlich beschlossene EU-Lohntransparenzrichtlinie bringen. Bis Juni 2026 haben die EU-Mitgliedsstaaten noch Zeit, die erforderlichen nationalen Rechts- und Verwaltungsvorschriften umzusetzen und den Grundsatz des gleichen Entgelts für Männer und Frauen bei gleicher sowie gleichwertiger Arbeit umzusetzen.

Allerdings zeigt die jüngste Deloitte-Studie ein skeptisches Bild unter heimischen Führungskräften: Rund 22 Prozent der Befragten sind sich unsicher hinsichtlich der möglichen Auswirkungen auf die Unternehmenspraxis. Sie glauben, dass die Richtlinie mehr Probleme als Lösungen bringen könnte.

„Vor allem Männer sind kritisch“

Deloitte-Diversity-Expertin Elisabeth Hornberger erklärt dazu: „Vor allem Personen aus Geschäftsführung, Vorstand oder Management – und hier vor allem Männer – zeigen sich der Richtlinie gegenüber kritisch. Wenn man bedenkt, dass dies die Gruppe mit der größten Entscheidungsmacht in der Wirtschaft ist, kann das für die praktische Umsetzung künftig ein Hemmnis sein.“

Aktuell bieten lediglich 12 Prozent der heimischen Unternehmen vollständige Einkommenstransparenz. 44 Prozent bieten keinen Überblick über die aktuellen Gehaltsstrukturen.

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Der neue Polestar 4 SUV | (c) Polestar
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Mit dem Polestar 4 SUV bringt der schwedische Elektroauto-Hersteller ein Modell auf den Markt, das die Markenphilosophie „Pure Progressive Performance“ konkret auf die Straße übersetzen soll. Der Polestar 4 SUV richtet sich an ein anspruchsvolles Publikum: Privatkund:innen sollen durch sportliche Performance, Alltagstauglichkeit und klares Design überzeugt werden, Entscheidungsträger:innen und Fuhrparkverantwortliche zusätzlich durch wirtschaftliche Berechenbarkeit und geringe Gesamtkosten.

Skandinavischer Minimalismus, funktionale Ästhetik und hohe Performance

Der vollelektrische Polestar 4 SUV zeichnet sich durch eine reduzierte Formensprache und hohe Funktionalität aus. Statt auf optische Überladung oder überflüssige Dekorelemente setzt die Marke auf skandinavischen Minimalismus. Als prägende Designmerkmale kommen etwa rahmenlose Außenspiegel sowie versenkbare Türgriffe zum Einsatz, die neben dem visuellen Erscheinungsbild auch den Luftwiderstandsbeiwert (cw-Wert) des Fahrzeugs optimieren.

(c) Polestar

Im Innenraum folgt das Fahrzeug dem Konzept der sogenannten „Quiet Luxury“. Das Cockpit überzeugt durch ein auf das Wesentliche reduziertes, intuitives Bedienkonzept, das Ablenkungen während der Fahrt minimiert. Bei der Wahl der Materialien setzt das schwedische Designteam zudem auf emissionsarme Materialien wie maßgestricktes Textil aus recyceltem PET und rückverfolgbares Leder. Maßnahmen wie diese sorgen dafür, dass der Polestar 4 SUV einen der niedrigsten CO2-Fußabdrücke im Portfolio aufweist.

Und natürlich spielt das Auto auch in Sachen Performance oben mit: Je nach Variante hat es bis zu 544 PS bei einer Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer in 3,9 Sekunden und bis zu 630 Kilometer Reichweite. Das alles wird im Polestar 4 SUV kombiniert mit 1.665 Liter Gepäckvolumen.

„Startup mit 100-jähriger Erfahrung“

Dass eine klare strategische Ausrichtung für den Erfolg in der Elektromobilität entscheidend ist, betont Matthias Schabetsberger, Managing Director von Polestar Österreich, im brutkasten-Talk: „Wir sehen uns als ein Startup mit hundertjähriger Erfahrung im Automobilbereich.“ Als eigenständige, börsennotierte Schwestermarke von Volvo nutzt Polestar die Agilität eines jungen Unternehmens und greift gleichzeitig auf etablierte Produktionsstrukturen sowie das weltweite Servicenetzwerk des Mutterkonzerns zurück.

Diese Aufstellung ist insbesondere für den B2B-Sektor relevant. In Österreich entfällt derzeit der Großteil des Polestar-Absatzes auf das Gewerbe- und Flottengeschäft. „Flottenkunden waren oft die Early Adopter der Elektromobilität. Viele Unternehmen nutzen ihren Fuhrpark als konkretes Werkzeug, um eigene Nachhaltigkeits- und Emissionsziele rasch zu erreichen“, so Schabetsberger.

Wirtschaftlich attraktiv und verlässlich

Neben ökologischen Zielen spielt im gewerblichen Bereich die betriebswirtschaftliche Gesamtkostenbetrachtung (Total Cost of Ownership, TCO) die zentrale Rolle. Durch im Vergleich zu Verbrennern geringere Verschleiß-, Service- und Wartungskosten sowie günstige Ladeoptionen ist die Elektromobilität auf dem Vormarsch, was sich auch in den steigenden Zulassungszahlen widerspiegelt.

Zugleich verweist Matthias Schabetsberger im brutkasten-Talk auf die Bedeutung stabiler politischer Rahmenbedingungen, etwa bei Steuerregeln wie dem Sachbezug. „Es braucht ein klares Commitment und Sicherheit für Flotten- wie Privatkunden, dass man auf das richtige Pferd gesetzt hat und sich auf die Rahmenbedingungen verlassen kann“, betont der Polestar-Österreich-Chef. Unabhängig von kurzfristigen Debatten bleibe die Elektromobilität für Unternehmen jedoch der wirtschaftlich wie ökologisch tragfähigste Weg zur CO2-Reduktion des Fuhrparks.

Regionales Partnernetzwerk für persönliche Betreuung

Damit sowohl Firmenkund:innen als auch Privatkäufer:innen eine verlässliche Anlaufstelle vor Ort haben, hat Polestar seine Vertriebsstruktur in Österreich ausgebaut. Neben der rein digitalen Bestellstrecke stehen Kund:innen mittlerweile 13 regionale Partnerstandorte in Kooperation mit Volvo-Händlern zur Verfügung. Wie Schabetsberger im brutkasten-Talk erläutert, ermöglicht diese regionale Abdeckung von Dornbirn bis Wien eine persönliche Beratung – von der individuellen Fuhrparkanalyse über Probefahrten bis hin zum langfristigen Service.

Polestar-Angebote in Österreich

Um den Einstieg attraktiv zu gestalten, bietet Polestar in Österreich Sonderkonditionen für den Polestar 4 SUV an:

  • Serienmäßige Absicherung: Jedes Fahrzeug beinhaltet Over-the-Air-Software-Updates, 12 Monate Connected Services Plus, eine 8-jährige Batteriegarantie (bis 160.000 km) sowie 3 Jahre Fahrzeuggarantie und Pannenservice.
  • Sondermodell First Edition: Als Dual Motor mit Allradantrieb sind verfügbare Polestar 4 SUV bereits ab € 59.990 erhältlich. Dies entspricht einem rechnerischen Preisvorteil von 10.100 Euro.
  • Inkludiertes Prime-Paket: In der First Edition ist das sogenannte Prime-Paket bereits kostenfrei enthalten, welches das Pilot-, Plus- und Komfort-Paket sowie Privacy-Glas an den hinteren Seitenscheiben bündelt.
  • Polestar Leasing: Kombinierbar ist das Angebot mit einem Fixzinssatz von 0,99 Prozent bei Monatsraten ab 269 Euro.
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