16.05.2022

Nivilli: Gründer macht Clogs mit Nägeln

Um das Nivellieren und Aerifizieren leichter zu gestalten.
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Nivilli, Nagelschuge, Nivellieren, Aerifizieren, Wiese Belüften
(c) Nivelli - Eine Erfindung die bei Bauarbeiten helfen soll.

„Warum gibt es denn keinen bequemen Schuh, der das Nivellieren einer Fläche, sowie das anschließende Rakeln und Entlüften der nassen Ausgleichsmasse einfach und sicher ermöglicht? – das war die Frage, die Wilhelm Frank, Gründer von Nivilli lange beschäftigte.

Herkömmliche Tragesohlen werden üblicherweise per Klettverschluss am eigenen Arbeitsschuh angebracht, sind schwer anzuziehen und strotzen vor Umknick-Gefahr. Das wusste Frank aus eigener Erfahrung.

Nivilli: Nägeltausch möglich

Bis zu seiner Nivilli-Idee konnten sich der Gründer den ganzen Tag nur langsam auf jenen wackligen Sohlen bewegen und knickte trotzdem immer wieder mit dem Knöchel um. Zudem waren seine teuren Arbeitsschuhe immer wieder voller Nivelliermasse und mussten mühsam gereinigt werden, um sie ein weiteres Mal zu benutzen.

Deshalb hat es sich sein Startup zur Aufgabe gemacht hat, den Nagelschuh neu zu denken. Sein Kunststoff-Clog ist mit Nägeln an der Sohle ausgestattet, die je nach Bedarf durch verschiedene Nägel ausgetauscht werden können. So könnten Handwerker schnell in die Schuhe schlüpfen, die einen sicheren Halt geben und das Umknicken verhindern sollen.

Aerifizieren

Sein Schuh besteht aus veganem PU-Material und kann nach getaner Arbeit mit Wasser abgewaschen werden. Neben dem Nivilli Work bietet der Gründer auch den Nivilli Air an, einen Nagelschuh für den Garten, mit dem sich der Rasen belüften lässt, indem man über das Gras spaziert – dem sogenannten Aerifizieren.


Mehr über Nivilli gibt es heute in der „Höhle der Löwen“ Weiters dabei: VapoWesp, Aivy, Mijasi und Nice Tarts.

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Die Pimcore-Geschäftsführer Dietmar Rietsch und Matthias Blauth (v.l.) © Pimcore

Der britische Private-Equity-Investor Tenzing steigt bei Pimcore ein: Wie Tenzing in einer Mitteilung bekannt gab, übernimmt das Unternehmen die Mehrheitsanteile, die bisher der Münchner Wachstumsfonds Nordwind Growth hielt. Laut Firmenbuchdaten hält der zu Nordwind gehörende NC Growth Fund I GmbH & Co. KG aktuell 73,25 Prozent an der Pimcore GmbH. Die Transaktion steht laut beiden Unternehmen noch unter Vorbehalt der Kartellbehörden.

Salzburger Unternehmen für Datenverwaltung

Pimcore wurde 2009 in Salzburg gegründet und bietet eine Plattform für die Verwaltung von Produkt-, Kunden- und Asset-Daten. Laut Tenzing laufen mehr als 120.000 Installationen und über 400 Unternehmenskund:innen auf der Software. Der Deal ist der nächste Schritt in der Finanzierungsgeschichte, über die brutkasten mehrfach berichtet hat.

2018 investierte die Münchner Auctus Capital 3,5 Mio. US-Dollar in das Open-Source-Tool. 2022 sicherte sich Pimcore eine Series-B-Runde über zwölf Mio. US-Dollar, die Nordwind Growth anführte und sich damit die seither bestehende Mehrheitsbeteiligung sicherte, mit dem Ziel, die globale Expansion des Salzburger Unternehmens voranzutreiben. Rund zehn Monate später folgte die Eröffnung eines deutschen Standorts in Langenfeld sowie die Erweiterung des Management-Teams durch Matthias Blauth.

Zweites DACH Investment für Tenzing

Tenzing begründet den Einstieg mit dem wachsenden Bedarf an kontrollierten Unternehmensdaten für KI-Anwendungen. Milan Kellner, Investment Lead bei Tenzing, wird in der Mitteilung zitiert: Pimcore habe „etwas Seltenes geschaffen – eine einzige Plattform, die Unternehmen eine verlässliche Version ihrer Produkt-, Kunden- und Asset-Daten liefert, während die meisten Mitbewerber nur einen Teilbereich abdecken.“

Finanziert wird die Übernahme aus Tenzings 900 Millionen Pfund schwerem Fund III, aus dem der Investor seit 2023 investiert. Pimcore ist Tenzings zweite Investition im DACH-Raum nach dem IT-Dienstleister Mahr EDV.

Persönliches Schreiben der Pimcore-Geschäftsführer

In einem Blogbeitrag ordnen die Co-CEOs Dietmar Rietsch und Matthias Blauth die Übernahme ein: Unverändert blieben der offene Plattform-Kern („Open-Core“), das freie Deployment (Cloud, On-Premise, PaaS), die Führung durch die beiden Co-CEOs sowie die Produkt-Roadmap rund um die „Data Spine“-Strategie und die KI-native Weiterentwicklung.

Mehr Ressourcen für internationales Wachstum

Was sich laut den Geschäftsführern ändert, sind vor allem die Ressourcen für internationales Wachstum: Tenzing bringe mit rund 1,7 Milliarden Pfund verwaltetem Vermögen, 20 Portfoliounternehmen und Standorten in London, Stockholm und München zusätzliche Reichweite, um die Skalierung, auch über Zukäufe, voranzutreiben. Zudem kündigt man mehr Investitionen in Partner-Enablement, Zertifizierungen und gemeinsame Vermarktung mit dem bestehenden Ökosystem an.

Den bisherigen Investor Nordwind Growth würdigen Rietsch und Blauth für den Umbau vom Open-Source-Projekt zum Enterprise-Softwareunternehmen: In den knapp vier Jahren seit dem Einstieg sei der jährlich wiederkehrende Umsatz um mehr als das Fünffache gewachsen, das Unternehmen operativ profitabel geworden und ein Standort in Nordamerika aufgebaut worden.

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