26.06.2017

NIU Elektro Scooter – Innovation Made in China

Aus China kommen nur Kopien und Billigprodukte? Das stimmt schon lange nicht mehr. Jüngstes Beispiel: das Elektro- Scooter Startup NIU.
/artikel/niu-innovation-made-in-china
Das Team des erfolgs Startup NIU von links nach rechts: Rayman LIU, Vizepräsident Elektronik, Joseph NELSON, Chefdesigner, Token HU, Vizepräsident , Yinan LI, CEO, Yibo ZHANG, Vizepräsident Marketing, Anten HE, Vizepräsident, Supply Chain (c) NIU

Konkurrenz aus China? Lange kein Thema in Startups zwischen Berlin und der Bay Area

Konkurrenz aus China? Lange kein Thema in Startups zwischen Berlin und der Bay Area. Jüngste Entwicklungen jedoch zeigen: die Konkurrenz aus dem Osten sollte man nicht unterschätzen. Bestes Beispiel ist NIU, ein Elektro- Scooter Startup aus Beijing.

Ehemaliger Baidu Technikchef LI Yi Nan und früherer Microsoft und Frog Design Mitarbeiter HU Token präsentierten die erste Version des NIU Scooters N1 in 2015 erstmals vor 1000 geladenen Gästen in der chinesischen Hauptstadt. Es folgte eine der 10 weltweit größten Crowdfunding Initiativen- innerhalb von nur 15 Tagen wurden Scooter im Wert von umgerechnet 10 Millionen Euro vorbestellt.

Seit der Gründung hat NIU bereits 200 000 Elektro- Scooter verkauft

Zwischen 20 und 30 Millionen Elektro- Scooter werden in China schon jetzt jedes Jahr verkauft. Was macht NIU so besonders? Es ist eine Mischung aus ansprechendem Design, innovativer Technik, integrierter Technologie und Erkenntnissen über das Konsumverhalten chinesischer Millennials, also einer Zielgruppe zwischen Anfang 20 und Mitte 30.

Der NIU Scooter ist von einer klaren, schnörkellosen Ästhetik. Allerdings zeichnet er sich nicht primär durch sein Design aus, sonder vor allem durch seine Technik. Während viele Scooter Batterien, Motor und andere Teile des Rollers von verschiedenen Herstellern beziehen, setzt der NIU auf ein einheitliches Betriebssystem. Der Motor für den Scooter wurde in Kooperation mit Bosch entwickelt, der zehn Kilogramm schwere Akku kann entnommen und ganz einfach an der Steckdose aufgeladen werden. Der Bordcomputer des Scooters kommuniziert ständig mit der Cloud, über die NIU App können in Echtzeit Daten wie Diebstahlalarm, Fahrverhalten, Stromversorgung und der Weg zur nächsten Werkstatt aufgerufen werden.

Seit der Gründung hat NIU bereits 200 000 Elektro- Scooter verkauft. Dieser Erfolg kommt vor allem durch die Platzierung in einer Nische, die viele klassische Scooter Hersteller in China nur bedingt bedienen- die junge, urbane Mittelschicht.

Redaktionstipps

Qualität über Quantität ist das neue Kredo vieler junger Chinesen

Trotz geringerem Wirtschaftswachstums in den letzten Jahren ist diese Generation nach wie vor optimistisch über ihre Zukunftschancen. Dieser Optimismus zeigt sich auch im Kaufverhalten. Chinesische Millennials stellen zudem höhere Ansprüche an ihre Produkte- und an deren Qualität. Das belegt nicht zuletzt ein McKinsey Report aus dem letzten Jahr. Qualität über Quantität ist das neue Kredo vieler junger Chinesen.

NIU nutzt dieses Momentum, und platziert sich ganz klar als Lifestyle Produkt. Die NIU App beispielsweise erlaubt es Scooter- Fahrern, sich untereinander auszutauschen und zu treffen. Inzwischen gibt es unabhängige NIU Clubs und Fahrertreffen in den meisten größeren chinesischen Städten.

Von China in den Rest der Welt- ist das möglich?

2016 bringt NIU nun eine verbesserte Version des ersten Scooters, den N1S Civic, auf den internationalen Markt. Der neue Roller verfügt über einen stärkeren Motor (2.400 Watt Höchstleistung), einen größeren Akku (29 Ah), eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h sowie  zahlreiche neue Funktionen. Besonders interessante Märkte hier: Südostasien, Indien und eben auch Europa. Erste Testberichte von BILD, Focus und Süddeutsche warne durchaus positiv.

Von China in den Rest der Welt- ist das möglich? NIU Head of International Joseph Constanty ist positiv. Europäische Kunden, so Constanty, müssen nur umerzogen werden. “Die Technologie in ihrem Smartphone kommt sowieso schon aus China, darüber denken die meisten Leuten nur nicht nach”. Trotzdem gibt es oft noch Vorbehalte. Einer der Gründe, weswegen sich NIU für Bosch als Kooperationspartner entschieden hat-  “das schafft Vertrauen”.

Von Start-ups aus China werden wir in den nächsten Jahren viel hören

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Scooter aus China auf dem europäischen Markt durchsetzten. Über “Innovation made in China” sollten wir in Europa trotzdem informiert bleiben. Bestes Beispiel- Mobile Pay über Messenger Apps, eine Technologie, die in China schon lange vor Venmo genutzt wurde. Von Startups aus China werden wir in den nächsten Jahren viel hören, da ist sich auch Constanty sicher. Frühere Asian Tiger Economies wie Korea und Japan haben gezeigt, dass der Sprung von billigem Outsourcing Ort zur Knowledge Economy durchaus in kurzer Zeit zu schaffen ist.

Deine ungelesenen Artikel:
28.08.2026

Reploid bereitet Wechsel in prime market der Wiener Börse vor

Die Reploid Group AG will 2027 vom Vienna MTF (Multilateral Trading Facility) in den prime market der Wiener Börse wechseln, dafür IFRS-Konzernberichterstattung einführen und mittelfristig den Streubesitz per Kapitalerhöhung ausbauen.
/artikel/reploid-bereitet-wechsel-in-prime-market-der-wiener-boerse-vor
28.08.2026

Reploid bereitet Wechsel in prime market der Wiener Börse vor

Die Reploid Group AG will 2027 vom Vienna MTF (Multilateral Trading Facility) in den prime market der Wiener Börse wechseln, dafür IFRS-Konzernberichterstattung einführen und mittelfristig den Streubesitz per Kapitalerhöhung ausbauen.
/artikel/reploid-bereitet-wechsel-in-prime-market-der-wiener-boerse-vor
© Reploid Group AG / Fabian Fallend

Das Welser Insekten-Scaleup Reploid treibt seinen nächsten Kapitalmarkt-Schritt voran: Wie die Reploid Group AG per Ad-hoc-Mitteilung bekanntgab, bereitet der Vorstand einen Umstieg der Aktie in den amtlichen Handel, Segment prime market, der Wiener Börse für Sommer 2027 vor. Aktuell notiert das Papier im Vienna MTF (Multilateral Trading Facility), Segment direct market plus, und wird einmal täglich in einer Auktion gehandelt.

Erst Fließhandel, dann prime market

Als Zwischenschritt soll die Aktie voraussichtlich schon im Oktober 2026 vom Auktionshandel in den durchgehenden Fließhandel des direct market plus wechseln. Der spätere Umstieg in den prime market setzt die IFRS-Konzernberichterstattung voraus; der erste IFRS-Abschluss soll für das Geschäftsjahr 2026 erstellt werden.

Mehr Streubesitz für mehr Liquidität

Um die Handelbarkeit der bislang wenig liquiden Aktie zu verbessern, soll zudem die Hauptversammlung am 14. September 2026 einen Aktiensplit im Verhältnis 1:15 beschließen (brutkasten berichtete). Mittelfristig will Reploid den Streubesitz über Kapitalerhöhungen ausbauen, parallel dazu soll weiteres Wachstum auch über Wandelschuldverschreibungen und/oder Sachkapitalerhöhungen finanziert werden. Letztere sollen laut Mitteilung auch als Akquisitionswährung dienen.

Das Management habe zuletzt mit mehreren potenziellen Übernahmezielen gesprochen, am wahrscheinlichsten seien Zukäufe bei Mitbewerbern sowie entlang der Wertschöpfungskette, insbesondere in der Pet-Food-Industrie, einem Feld, in dem Reploid bereits mit der Premium Food Group kooperiert (brutkasten berichtete). Für die Wandelschuldverschreibungen soll eine Ermächtigung laut Tagesordnungspunkt 9 und 10 der Hauptversammlung genutzt werden.

Öffentliches Aktien-Angebot in nächsten Jahren geplant

„Ein erstmaliges öffentliches Angebot von Reploid-Aktien, das heißt ein IPO, ist für die nächsten Jahre geplant“, heißt es in der Aussendung. Das Unternehmen hatte zuletzt unter anderem mit einer Millionenfinanzierung letztes Jahr (brutkasten berichtete) und vor wenigen Tagen mit seinem Jahresbericht 2025 (brutkasten berichtete) für Schlagzeilen gesorgt.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

NIU Elektro Scooter – Innovation Made in China

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NIU Elektro Scooter – Innovation Made in China

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NIU Elektro Scooter – Innovation Made in China

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NIU Elektro Scooter – Innovation Made in China

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NIU Elektro Scooter – Innovation Made in China

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NIU Elektro Scooter – Innovation Made in China

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NIU Elektro Scooter – Innovation Made in China

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NIU Elektro Scooter – Innovation Made in China

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NIU Elektro Scooter – Innovation Made in China