26.08.2021

ktchng: Mattersburger Startup gewinnt Boxweltmeisterin als Markenbotschafterin

Nicole Wesner wird künftig das Logo des Blockchain-Startups ktchng tragen und auf unterschiedlichen Social Media Plattformen dafür aktiv sein
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Boxweltmeisterin Nicole Wesner ist die neue Markenbotschafterin von ktchng
Boxweltmeisterin Nicole Wesner ist die neue Markenbotschafterin von ktchng | (c) Philipp Tikowsky

Das Mattersburger Startup ktchng will mit seiner App groß hinaus – das stellte Gründerin Petra Augustyn bereits beim Start 2019 klar. Man habe „das Potenzial, Google & Co Konkurrenz zu machen“ meinte sie in einer Aussendung in der es auch hieß: „Petra Augustyn sieht im Burgenland Ähnlichkeiten zum Silicon Valley, wo sie selbst über mehrere Jahre ihre berufliche Karriere vorantrieb, mit dem Potenzial, ein Quantum Valley zu werden“. Finanzielle Unterstützung dafür gab es bereits in einer sehr frühen Phase von der Wirtschaft Burgenland GmbH (WiBuG), die 30 Prozent des Startups kaufte.

Erreichen will das Unternehmen seine großen Ziele mit einer App, mit der über AR-Technologie reale Objekte gescannt werden können. Nach dem Scan erhalten User Informationen bzw. Angebote von Kunden des Startups dazu, die dann direkt am Point of Sale umgesetzt oder eingelöst werden können. Die User bekommen bei verschiedenen Vorgängen KTC-Token, die im Wert mit einem Euro fixiert sind. Diese können dann bei Partnern des Startups genutzt werden.

Nicole Wesner als neue ktchng-Botschafterin

Nun konnte ktchng mit Boxweltmeisterin Nicole Wesner eine prominente Markenbotschafterin gewinnen. Mit ihr wurde zunächst ein einjähriger Kooperationsvertrag unterzeichnet. „Nicole ist eine sportliche und menschliche Ausnahmeerscheinung. Sie arbeitet hart für ihren Erfolg und das ist nur eine Gemeinsamkeit, die sie und ktchng verbindet“, kommentiert Gründerin Augustyn. „Mich begeistert bei ktchng die spürbare Leidenschaft, die Petra Augustyn und ihr Team für ihr Produkt entwickelt hat. Deshalb trage ich gerne zur Bekanntheit der Marke bei“, sagt Wesner. Vergangenes Jahr hatte das Startup für Schlagzeilen gesorgt, als es gegen seine ehemalige PR-Agentur vor Gericht zog.

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Das Gründungsteam von AI Baseline: Xenia Galkina, CEO, und Alexander Czech, CTO | © APA-Fotoservice / Krisztian Juhasz
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KI-Agenten sollen in Unternehmen und Organisationen zunehmend komplexe Aufgaben übernehmen – etwa die Analyse von Hunderttausenden Seiten interner Berichte, Dokumente und Richtlinien. Bisherige Retrieval-Systeme stoßen dabei jedoch an technische und ökonomische Grenzen, meint man beim Wiener Startup AI Baseline. Ein KI-Agent beginne bei aktuellen Ansätzen nämlich für jede neue Frage eine eigenständige Suche, wodurch dieselben Dokumente immer wieder neu verarbeitet werden müssten. Das führe zu einem hohen Verbrauch an kostenpflichtigen Modell-Tokens, Rechenleistung und Zeit. Bei anspruchsvollen Fragen könne die Beantwortung bis zu 40 Minuten dauern, während die zugrunde liegenden Textfragmente oft nicht mehr bis zur Originalquelle zurückverfolgt werden können.

„Knowledge Space“ für mehr Effizienz und Transparenz

Um dieses Zusammenspiel aus Effizienz- und Transparenzproblemen zu lösen, hat das von CEO Xenia Galkina und CTO Alexander Czech gegründete Unternehmen eine neue Retrieval-Architektur entwickelt. Das System bildet Informationen in einer logisch verknüpften Ebene ab, wodurch die Herkunft der Daten über die Struktur des sogenannten „Knowledge Space“ erhalten bleibt. Da die aufwendige Strukturierung einmalig bei der Datenaufnahme erfolgt, soll der anschließende Rechercheprozess auch bei großen Datenmengen wirtschaftlich und nachvollziehbar bleiben. Das Versprechen des Startups: Organisationen müssen bei KI-Anfragen nicht mehr zwischen Geschwindigkeit, Kosten und Qualität wählen.

Überzeugende Benchmark-Vergleiche

Eigenen Benchmark-Tests zufolge soll der „Research Mode“ von AI Baseline im Vergleich zu herkömmlichem agentischen RAG eine um 44 Prozent höhere Antwortqualität liefern, bis zu 22-mal schneller arbeiten und 72 Prozent weniger Input-Tokens verbrauchen. Bei maximaler Performance erreicht das System laut Unternehmensangaben mehr als die doppelte Antwortqualität bei nahezu neunfacher Geschwindigkeit und rund 15 Prozent geringeren Kosten.

20.000 GPU-Stunden auf Supercomputer Leonardo im AI:AT Hub

Das im Dezember 2025 gegründete bzw. im Hub aufgenommene Startup wird von NVIDIA Inception sowie AWS unterstützt und ist Mitglied im AI:AT Coworking Hub der AI Factory Austria. Für die Entwicklung der ersten Produktversion nutzte das bootstrappende Team unter anderem 20.000 GPU-Stunden auf dem europäischen Supercomputer Leonardo, die über die AI Factory Austria und EuroHPC bereitgestellt wurden. „Die Arbeit im AI:AT Hub war für uns ein echter Booster“, heißt es von CEO Xenia Galkina. Der Zugang zu Hochleistungsinfrastruktur habe es erst möglich gemacht, die Technologie in dieser Größenordnung umzusetzen. CTO Alexander Czech verweist zudem auf den Wert des Netzwerks: „Ebenso wertvoll ist die Community: Der Austausch mit anderen Gründern […] und der Zugang zu Experten […] haben uns geholfen, über die Technologie selbst hinauszudenken“.

Die Lösung richtet sich laut AI Baseline vor allem an technische Teams in regulierten und datenintensiven Branchen wie Life Sciences, Healthcare, Recht, Finanzforschung und dem öffentlichen Sektor. Während der aktuellen Beta-Phase kann die Architektur über eine API oder als Claude Skill getestet werden. Zudem sucht das Unternehmen derzeit Design-Partner für seine Ingestion Engine.

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