10.06.2022

„NFTs sind kein Investment sondern Sammlerstücke“

Jan Leitenbauer hat gemeinsam mit Bernd Ranzenmayr das NFT-Startup MovieShots gegründet. In der neuen Folge Editor’s Choice spricht er mit dem brutkasten über die Erfahrungen auf dem Filmfestival in Cannes, welche Filmprojekte als NFT-Kollektion geplant sind und wie es dem NFT-Markt aktuell geht.
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MovieShots-Co-Founder Jan Leitenbauer spricht im Podcast-Interview über NFTs im Metaverse und seine Eindrücke vom Filmfestival in Cannes © Julia Geiter
MovieShots-Co-Founder Jan Leitenbauer spricht im Podcast-Interview über NFTs im Metaverse und seine Eindrücke vom Filmfestival in Cannes © Julia Geiter

Jan Leitenbauer kommt beruflich aus der Filmwelt und hat diesen Background mit seinem Interesse an NFTs verbunden. Gemeinsam mit Bernd Ranzenmayr hat er das österreichische Startup MovieShots gegründet, das die Standbilder aus Filmen in NFTs umwandelt. In der neuen Folge Editor’s Choice erklärt er, wie es das Startup schafft, einen Film als Kollektion auf der Blockchain abzubilden. NFTs verstehe er dabei als ideale Sammlerstücke im digitalen Raum.

MovieShots NFTs im Metaverse

Als erste NFT-Kollektion hat sich MovieShots für den Kultfilm “Lola rennt” entschieden. 60 Prozent sind hiervon bereits gemintet, auf der Website des Unternehmens könne man aber noch NFTs erwerben. Teile davon könne man auch im Metaverse besitzen bzw. nutzen – wie das funktioniert, erklärt er im Podcast genauer. Beinahe zeitgleich zum ersten NFT-Drop war das Startup außerdem in Cannes auf dem internationalen Filmfestival vertreten. Dabei sei MovieShots mit über 160 anderen Namen auf der Warteliste gewesen und wurde letztendlich als eine von sieben weiteren Plattformen eingeladen. Hier habe Leitenbauer viele spannende Kontakte knüpfen können, die sowohl aus der Hollywood-Szene, als auch aus der NFT-Szene kamen.

Zum Abschluss des Gesprächs wirft der Startup-Gründer einen allgemeineren Blick auf den NFT-Markt, bewertet die aktuelle Marktsituation und erklärt, was der Preisverfall eines NFTs für Privatanleger:innen bedeuten könnte.

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REEDuce-Gründerin Birgit van Duyvenbode (Mitte) bei der Eröffnung der neuen Schilf-Lärmschutzwand | (c) Strabag

An der A1 Westautobahn bei Völlerndorf nahe St. Pölten geht eine neue Lärmschutzanlage in Betrieb. Statt auf herkömmliche Materialien wie Beton oder Aluminium setzt diese auf Schilf, Thermoholz und Lehm. Dahinter steckt das Wiener Startup REEDuce rund um Gründerin und CEO Birgit van Duyvenbode. Gemeinsam mit der Asfinag und dem Baukonzern Strabag wurde die Technologie nun auf einem rund einen Kilometer langen Autobahnabschnitt umgesetzt.

REEDuce-Geschäftsführerin Birgit van Duyvenbode, Infrastrukturminister Peter Hanke und ASFINAG-Vorstand Hartwig Hufnagl bei der Präsentation der neuen Schilf-Lärmschutzwand an der A1.

4.000 Schilfbündel für einen Kilometer Lärmschutz

Die Anlage entstand im Zuge der Sanierung der A1 zwischen St. Pölten und Völlerndorf. Auf einer Fläche von rund 2.690 Quadratmetern wurden Lärmschutzelemente mit einem Rahmen aus thermisch behandeltem Holz, einer Lehmfüllung und beidseitiger Schilfabdeckung verbaut.

Das verwendete Schilf stammt aus dem Raum Neusiedler See. Für den rund einen Kilometer langen Abschnitt wurden insgesamt 4.000 Schilfbündel benötigt. Das entspricht etwa 1,5 Prozent der gesamten österreichischen Schilfernte. Die Nutzung des Rohstoffs soll gleichzeitig zur Pflege des Ökosystems am Neusiedler See beitragen.

Anders als konventionelle Lärmschutzwände soll die Konstruktion nach Angaben von REEDuce vollständig kreislauffähig sein. Zugleich soll sie dieselben technischen Anforderungen hinsichtlich Lärmschutz und Haltbarkeit erfüllen, wie herkömmliche Systeme.

„Mit dem ersten Autobahn-Kilometer unserer Lärmschutzwand aus Schilf, Thermoholz und Lehm erreichen wir einen wichtigen Meilenstein“, sagt Gründerin van Duyvenbode. Die Technologie zeige, dass Lärmschutz und Umweltschutz gemeinsam funktionieren können.

Von der Idee des Vaters zum Startup

Der Ursprung der Idee reicht bis ins Jahr 2008 zurück. Damals entwickelte das Sägewerk von van Duyvenbodes Vater im Rahmen eines EU-Forschungsprojekts eine ökologische Lärmschutzwand, die an der A22 bei Langenzersdorf errichtet wurde. Die Gründerin griff die Idee später auf und entwickelte die Technologie unter dem Namen REEDuce weiter.

Bereits Anfang 2022 berichtete brutkasten über das Startup. 2023 wurde REEDuce bei der #glaubandich Challenge zum „Startup des Jahres“ gekürt. Im selben Jahr folgte ein erstes Pilotprojekt mit der Asfinag: An der S33 bei Herzogenburg wurde eine 16 Meter lange Testwand errichtet, um die Technologie unter realen Bedingungen zu erproben.

Mit der neuen Anlage an der A1 kommt die weiterentwickelte Technologie nun in deutlich größerem Umfang zum Einsatz. Für die Asfinag ist das Projekt zugleich eine Möglichkeit, weitere Erfahrungen mit der Bauweise aus regionalen Naturmaterialien zu sammeln.

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