24.03.2026
SPONSORED

NextGen4Austria: Unternehmensnachfolge als smarte Alternative zur klassischen Neugründung

Die Entwicklung eines neuen Geschäftsmodells und der Aufbau eines Kundenstamms erfordern viel Zeit und Kapital. Die Übernahme eines etablierten Betriebs bietet gründungsinteressierten Personen hingegen von Beginn an Marktzugang und erfahrene Teams. Das neue Weiterbildungsprogramm „NextGen4Austria“ von WKÖ und BMWET bereitet künftige Führungskräfte gezielt auf diesen unternehmerischen Meilenstein vor.
/artikel/nextgen4austria
Als Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft setzt sich Verena Eugster aktiv dafür ein, die Rahmenbedingungen für die Unternehmensnachfolge in Österreich zu verbessern | (c) Stefan Mayr

Bis zum Jahr 2034 stehen in Österreich 52.500 Unternehmen – rund 23 Prozent aller Arbeitgeberbetriebe – vor einer Übergabe. Mit diesen Betrieben sind mehr als 705.000 Arbeitsplätze verbunden. Die Zahl der Übergaben steigt bereits seit Jahren stark an: von 5.995 im Jahr 2015 auf 7.792 im Jahr 2024. Über alle Unternehmen hinweg betrifft das jedes 20. Unternehmen. Da gleichzeitig die Zahl innerfamiliärer Übergaben sinkt , werden externe Nachfolgen in Zukunft massiv an Bedeutung gewinnen. Für die heimische Gründerszene eröffnet sich hier ein enormes wirtschaftliches Potenzial.

Der strategische Vorteil der Betriebsübernahme

In vielen Fällen kann es wirtschaftlich sinnvoll sein, mit einem auf dem Markt bereits eingeführten Unternehmen zu starten. Gerade in traditionellen Branchen stellt die Übernahme eine attraktive Alternative zur Neugründung dar. Das unternehmerische Risiko wird dadurch begrenzt und ist leichter kalkulierbar. Man fängt nicht bei Null an, profitiert vom Know-how der Belegschaft und verfügt von Beginn an über einen bestehenden Kundenstock.

Die Zahlen belegen den Erfolg dieses Weges: Laut einer Studie der KMU Forschung Austria konnten 61 Prozent der Übernehmer:innen ihren Umsatz nach der Übergabe erhöhen. Sechs von zehn steigerten ihre Investitionen , und etwas mehr als ein Drittel schuf zudem neue Arbeitsplätze.

Rüstzeug für den Leadership-Moment

Eine erfolgreiche Nachfolge erfordert jedoch eine fundierte Strategie sowie passende rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen. Aus diesem Grund hat die Junge Wirtschaft (JW) ein Maßnahmenpaket initiiert , aus dem unter anderem eine Nachfolge-Taskforce des Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftskammer Österreich hervorgegangen ist.

Zusätzlich startet im Mai 2026 das praxisorientierte Weiterbildungs- und Coaching-Programm NextGen4Austria. Diese Initiative der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET) richtet sich an engagierte Nachfolger:innen, die KMU durch nachhaltige Geschäftsmodelle und digitale Innovationen weiterentwickeln möchten.


Tipp der Redaktion zum Thema

Das Thema Nachfolge als Alternative zur Gründung beschäftigt die Startup- und KMU-Szene aktuell stark. Wie essenziell dieser Generationenwechsel für den Wirtschaftsstandort ist, haben wir kürzlich auch ausführlich im brutkasten Talk diskutiert. Es sprachen Verena Eugster und Katharina Alzinger-Kittel (Mitglied der Nachfolge-Taskforce der WKÖ) detailliert über persönliche Erfahrungen, strategische Vorteile und die notwendigen Rahmenbedingungen.


NextGen4Austria liefert Unterstützung

Dass dieser Schritt gut vorbereitet sein muss, unterstreicht Verena Eugster, Bundesvorsitzende der Jungen Wirtschaft: „Eine Betriebsübernahme ist kein Selbstläufer, sondern eine der größten unternehmerischen Entscheidungen im Leben“. Schließlich übernehme man Verantwortung für Mitarbeitende, Kundschaft und oft eine Familiengeschichte. Da viele Nachfolger:innen dabei erstmals in voller Führungsverantwortung stehen, gebe „NextGen4Austria“ ihnen dafür die nötige Sicherheit, praxisnahe Vorbereitung und einen Austausch auf Augenhöhe.

Lukas Sprenger, Bundesgeschäftsführer der Jungen Wirtschaft, sieht in der anstehenden Übergabewelle einen Hebel für die gesamte Wirtschaft: „Die kommenden Jahre entscheiden über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Österreich“. Angesichts zehntausender Betriebe, die vor der Übergabe stehen, reiche das bloße Fortführen des Bestehenden nicht aus. „Gefragt sind Innovationskraft, digitales Mindset und unternehmerisches Weiterdenken“, so Sprenger. Das Programm biete genau den Wissenstransfer, um die Nachfolge zur Wachstumschance für Betriebe und den Standort zu machen.

Das Programm legt den Fokus auf anwendungsorientiertes Lernen anhand realer Praxisfälle und individueller Fragestellungen. Erfahrene Expert:innen sorgen für den Wissenstransfer und präsentieren Best-Practice-Beispiele. Zudem wird der Aufbau eines nachhaltigen Netzwerks gefördert, das auch über das Programm hinaus Bestand hat.

Alle Fakten zu NextGen4Austria im Überblick: Praxisnahes Lernen und starkes Netzwerk

  • Zielgruppe: Teilnehmen können Personen, die ein inhabergeführtes KMU in Österreich (mit mindestens einem bzw. einer Mitarbeitenden) übernehmen möchten. Dies gilt für familiäre Nachfolgen, Übernahmen aus der Belegschaft oder durch externe Interessierte. Erforderlich sind konkretes Interesse kurz vor oder nach der Übernahme sowie entsprechende Qualifikationen.
  • Ablauf: Das berufsbegleitende Programm findet von Mai bis Oktober 2026 statt. Es umfasst sechs Module: drei zweitägige Präsenzmodule (Mai, Juni, Oktober) und drei Online-Module à 2,5 Stunden.
  • Kosten & Abschluss: Durch die Unterstützung von BMWET und WKO beträgt der Selbstbehalt 500 Euro zzgl. USt.. Anfahrts- und Übernachtungskosten bei den Präsenzmodulen sind selbst zu tragen. Absolvent:innen erhalten ein Teilnahmezertifikat und werden Teil des Alumni-Netzwerks.
  • Bewerbung: Anmeldungen zur Teilnahme sind bis zum 12.04.2026 möglich.

Weitere Informationen zur Bewerbung und den genauen Terminen finden sich unter nextgen4austria.at.


Deine ungelesenen Artikel:
17.06.2026

Während die G7 über KI berät: EU-Kommissarinnen werben auf der VivaTech für Europas eigene Champions

Während in Évian die Chefs der großen KI-Konzerne mit den G7-Staatschefs zusammensitzen, skizzieren Ekaterina Zaharieva und Henna Virkkunen in Paris den europäischen Gegenentwurf. Frisch dazu: ein neues Eurobarometer und ein Fünf-Milliarden-Fonds.
/artikel/waehrend-die-g7-ueber-ki-beraet-eu-kommissarinnen-werben-auf-der-vivatech-fuer-europas-eigene-champions
17.06.2026

Während die G7 über KI berät: EU-Kommissarinnen werben auf der VivaTech für Europas eigene Champions

Während in Évian die Chefs der großen KI-Konzerne mit den G7-Staatschefs zusammensitzen, skizzieren Ekaterina Zaharieva und Henna Virkkunen in Paris den europäischen Gegenentwurf. Frisch dazu: ein neues Eurobarometer und ein Fünf-Milliarden-Fonds.
/artikel/waehrend-die-g7-ueber-ki-beraet-eu-kommissarinnen-werben-auf-der-vivatech-fuer-europas-eigene-champions
EU-Exekutiv-Vizepräsidentin Henna Virkkunen bei ihrer Keynote "Europe's Tech Moment" auf der VivaTech in Paris. (c) Martin Pacher | brutkasten

Es ist ein Tag mit zwei Schauplätzen. In Évian-les-Bains geht am Mittwoch der G7-Gipfel zu Ende. Am Abschlusstag sitzen die Chefs der führenden KI-Konzerne, darunter Sam Altman (OpenAI), Dario Amodei (Anthropic), Demis Hassabis (Google DeepMind) und Arthur Mensch (Mistral), mit den Staats- und Regierungschefs bei einem Arbeitsmittagessen zu Frontier-KI, Infrastruktur und Souveränität. Mehrere hundert Kilometer entfernt, auf der VivaTech in Paris, liefern zwei EU-Kommissarinnen die europäische Antwort auf die Frage, ob der Kontinent eigene globale Tech-Champions bauen kann.

Souveränität als europäischer Gegenentwurf

Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, verwies in ihrer Keynote „Europe’s Tech Moment“ selbst auf das G7-Treffen. Weltweit investierten Regierungen massiv in ihre technologische Führung, Europa müsse seine eigene Kapazität stärken, Technologien zu entwickeln, zu produzieren und einzusetzen. Rückenwind holt sie sich aus einem am selben Tag veröffentlichten Eurobarometer: Demnach stufen 79 Prozent der Europäer:innen Digitalpolitik als EU-Top-Priorität ein, 85 Prozent befürworten Investitionen in europäisch entwickelte Infrastruktur, 82 Prozent wollen weniger Abhängigkeit von Drittstaaten.

Untermauert ist diese Linie durch das European Technological Sovereignty Package, das die Kommission Anfang Juni vorlegte: mit dem CHIPS Act 2.0 für die Halbleiter-Wertschöpfungskette und dem Cloud and AI Development Act, der einen einheitlichen Souveränitätsrahmen für Cloud-Dienste schafft. Niemand dürfe einen „Kill-Switch“ über kritische Infrastruktur haben, so hatte Virkkunen die Stoßrichtung bei der Präsentation des Pakets zusammengefasst. Beim Risikokapital benannte sie das Gefälle: Auf die USA entfielen über 50 Prozent des globalen VC, auf China rund 40, auf Europa nur etwa fünf Prozent.

Fünf-Milliarden-Fonds gegen die Fragmentierung

Im Panel „Can Europe Build Global Champions?“ setzte Ekaterina Zaharieva, Kommissarin für Startups, Forschung und Innovation, auf Selbstbewusstsein. Europa habe die besten Deep-Tech-Talente und den größten Binnenmarkt, kranke aber an Fragmentierung. Dagegen verwies sie auf das 28. Regime, ein „europäisches Delaware“ für grenzüberschreitende Gründungen, und auf den Scaleup Europe Fund: fünf Milliarden Euro, seit Mai von EQT gemanagt, erste Investments im Herbst, gedacht, um Deep-Tech-Scale-ups in Europa zu halten.

Ekaterina Zaharieva auf der VivaTech 2026 | (c) VivaTech

Der Kontrapunkt eines Gründers

Den Kontrapunkt lieferte mit Jean-Charles Samuelian ein Gründer, der über sein Boardmandat bei Mistral mit der Runde in Évian verbunden ist, wo Mistral-CEO Mensch am Mittagstisch saß. Der CEO des Gesundheits-Scaleups Alan mag die Erzählung vom benachteiligten Europa nicht. Er habe nie gefragt, was Europa ihm geben solle, sondern wie er ein Problem löse. Wer ein echtes Kategorie-Produkt baue, finde auch Kapital, notfalls global. Das Defizit sei nicht mangelnder Ehrgeiz, sondern eine Kultur, die Risiko scheue, bis hin zum Einkauf.

Anknüpfungspunkte für Österreich

Für das heimische Ökosystem gibt es mehrere Anknüpfungspunkte. Die KI-Infrastruktur, die Virkkunen beschwört, hat in Österreich eine Adresse: Die AI Factory Austria (AI:AT), geführt von Advanced Computing Austria und dem AIT, ist seit Sommer 2025 in Betrieb, der Wiener Coworking-Hub seit Februar offen, ein KI-Supercomputer für Wien soll 2027 folgen. Der CHIPS Act 2.0 betrifft mit Standorten wie Infineon in Villach oder AT&S beim Advanced Packaging unmittelbar heimische Player. Und die Debatte um Spätphasen-Kapital spiegelt die hiesige Diskussion um einen Dachfonds und institutionelles Wachstumskapital.

Die eigentliche Frage: Kauft Europa seine Innovation?

Am Ende verschob Zaharieva die Frage von der Finanzierung zur Nachfrage: Es gehe nicht mehr darum, ob Europa Kapital für Skalierung finde, sondern ob es seine eigene Innovation auch kaufe. Der erste Kunde müsse oft die öffentliche Hand sein. Während in Évian über die großen Linien verhandelt wird, liegt die Antwort darauf bei den Einkäufer:innen.

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

NextGen4Austria: Unternehmensnachfolge als smarte Alternative zur klassischen Neugründung

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NextGen4Austria: Unternehmensnachfolge als smarte Alternative zur klassischen Neugründung

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NextGen4Austria: Unternehmensnachfolge als smarte Alternative zur klassischen Neugründung

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NextGen4Austria: Unternehmensnachfolge als smarte Alternative zur klassischen Neugründung

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NextGen4Austria: Unternehmensnachfolge als smarte Alternative zur klassischen Neugründung

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NextGen4Austria: Unternehmensnachfolge als smarte Alternative zur klassischen Neugründung

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NextGen4Austria: Unternehmensnachfolge als smarte Alternative zur klassischen Neugründung

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NextGen4Austria: Unternehmensnachfolge als smarte Alternative zur klassischen Neugründung

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NextGen4Austria: Unternehmensnachfolge als smarte Alternative zur klassischen Neugründung