08.10.2025
INVESTMENT

newsrooms: Hansmann und Futter steigen mit 750.000 Euro bei Wiener KI-Startup ein

2024 gegründet, will newsrooms mit seinem KI-Tool für mehr Effizienz in Kommunikationsabteilungen, Agenturen und Redaktionen sorgen.
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© newsrooms
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„Nur eine Person kann zukünftig die Content-Erstellung eines gesamten Verlags übernehmen“, sagt Business-Angel-Legende Hansi Hansmann. Er formuliert damit die Vision des Wiener KI-Unternehmens newsrooms, in das er nun investierte. Die Kommunikationsbranche erlebe die zweite große Disruption nach Search und Social Media. „Mit neuen Tools wie newsrooms kann nun auch in dieser krisenerprobten Branche effizient gearbeitet und Gewinne geschrieben werden“, meint der Investor.

Verschiedene Content-Formate mit einem Mausklick

Konkret arbeitet newsrooms ohne Prompts. „Nutzer können Texte, Dokumente, Audio- oder Videodateien hochladen oder direkt darin Inhalte verfassen, die dann automatisiert in verschiedene Formate wie Blog-Artikel, Pressemitteilungen oder Social-Media-Beiträge transformiert werden. Damit kann ein Text mit nur einem Mausklick an sämtliche Kommunikationskanäle angepasst werden“, heißt es vom Unternehmen. Das soll die Effizienz in Kommunikationsabteilungen, Agenturen und Redaktionen steigern. Dabei lasse sich das Tool sprachlich individuell an User:innen anpassen.

Entstanden ist das 2024 von Erek Stoisser (CEO), Matteo Rosoli (CTO) und Alexander Maitz (Head of AI) gegründete Unternehmen innerhalb der Compass Gruppe von Business Angel Hermann Futter. Im Juni dieses Jahres wurde die Übernahme des Startup-Mediums „Trending Topics“ verkündet, das selbst mit dem Tool arbeitet.

750.000 Euro Investment für newsrooms

Nachdem das Unternehmen im August in den Besitz des Teams überging, sind die beiden „Trending Topics“-Gründer Jakob Steinschaden und Bastian Kellhofer nun laut Firmenbuch-Daten auch größte Anteileigner (je 25 Prozent). Bereits zu diesem Zeitpunkt im August wurde auch Hansi Hansmann mit seiner Romulus Consulting GmbH als Anteilseigner eingetragen (10 Prozent). Hermann Futters Compass Gruppe behielt mit 10 Prozent ebenfalls einen Anteil.

Laut dem Unternehmen handelt es sich dabei um ein „Pre-Seed-Investment“ in Höhe von 750.000 Euro durch die beiden Business Angels (Anm. d. Red.: für gewöhnlich wird jene Phase eines Startups als „Pre-Seed-Phase“ bezeichnet, in der es noch nicht am Markt ist, was hier nicht der Fall ist).

Europa-Expansion geplant

„Die Beteiligung zweier so erfahrener Investoren ist für uns eine Bestätigung unseres Weges und zugleich ein starkes Signal an den Markt“, kommentiert CEO Stoisser. „Mit newsrooms streben wir nicht nur eine Vereinfachung von Arbeitsprozessen an, sondern eine nachhaltige Transformation der Content-Produktion und des Journalismus.“ Nun plane man bereits in den kommenden Monaten die Expansion in andere europäische Märkte.

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Im IPO-Talk vlnr.: Dejan Jovicevic, brutkasten, Philip Pauer, Reploid, Henriette Lininger, Wiener Börse, und Harald Kröger, RBI | (c) brutkasten
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Der Schritt an den Kapitalmarkt fußt prinzipiell auf drei Säulen, erklärt Henriette Lininger, Director Issuers bei der Wiener Börse, im brutkasten-IPO-Talk: Kapital, Sichtbarkeit und Struktur. Denn ein Initial Public Offering (IPO), zu Deutsch: ein Börsengang, sei weit mehr als eine Kapitalbeschaffungsmaßnahme: „Es bringt unglaubliche Sichtbarkeit für das Unternehmen, nicht nur am Finanzmarkt, sondern weit darüber hinaus, etwa bei Kund:innen, Mitarbeiter:innen und Lieferant:innen.“

„Täglich ein Zeugnis“

Das Welser Scaleup Reploid Group AG absolvierte seinen Börsengang im Einstiegssegment direct market plus der Wiener Börse vergangenes Jahr (brutkasten berichtete). Für CEO Philip Pauer stand bei der Entscheidung vor allem der Aspekt der Professionalisierung im Vordergrund, wie er erzählt. Für das Unternehmen diene die Börse als striktes Disziplinierungsinstrument, um Wachstumsziele zu erreichen. Pauer vergleicht: „Es ist im Endeffekt wie in der Schule, nur kriegst du in der Schule einmal im Jahr ein Zeugnis, an der Börse kriegst du es täglich.“

Echte Aktien für Mitarbeiter:innen

Ein weiterer Erfolgsfaktor für das Unternehmenswachstum, der sich durch den Börsengang ergebe, sei die direkte Mitarbeiterbeteiligung, meint Pauer. Die Vergabe echter Aktien anstelle von „Phantom Shares“ steigere die Motivation der Belegschaft immens, da die Mitarbeiter:innen „ein Stück weit zu Unternehmerinnen und Unternehmern“ werden.

Lokaler Marktplatz?

Doch ist Wien für alle der richtige Börsenplatz? Oftmals bestehe laut Henriette Lininger die unbegründete Sorge, dass ein lokales Listing im Widerspruch zu globalen Expansionsplänen stehe. Sie widerspricht deutlich: „Man geht an die Börse, um international zu wachsen, um zu skalieren“. Die Wiener Börse sei ein „zutiefst international vernetzter Markt“, an dem über 90 Prozent der Investor:innen aus dem Ausland stammen. Er gewährleiste eine hohe Liquidität und damit eine sehr gute Handelbarkeit der gelisteten Aktien. Ein weiterer Standortvorteil: Die Wahrscheinlichkeit in einen Leitindex wie den ATX aufgenommen zu werden besteht ausschließlich über eine Notierung am Heimmarkt – ein Faktor, der für Sichtbarkeit und institutionelles Interesse von großer Bedeutung sei.

Der brutkasten-IPO-Talk

Auch Pauer sieht keinen Anlass, für einen Börsengang ins Ausland zu gehen und betont die Erreichbarkeit in Wien, die er schätze: „Ich frage mich, was kriegen wir in Wien nicht, was wir woanders bekommen würden?“. Harald Kröger, Group Head Structured Finance & Investment Banking bei der RBI, pflichtet dem bei. Die Bundeshauptstadt sei für internationales Kapital sehr wohl attraktiv: „Wien zieht Investor:innen an“. Kröger identifiziert jedoch eine andere Herausforderung für den Standort: „Die größere Herausforderung ist es, österreichisches Geld in relevanten Größen anzuziehen“.

Vorteil bei alternativer Finanzierung

Dabei muss Kapital – auch für ein börsennotiertes Unternehmen – nicht nur über die Börse kommen. So erhielt Reploid kürzlich eine Venture-Debt-Finanzierung in zweistelliger Millionenhöhe über das RBI Growth Financing Program. Die hohe Transparenz und „Readiness“ durch die Börsennotierung sei dabei maßgeblich für die schnelle Abwicklung verantwortlich gewesen, meint Philip Pauer. Kröger sieht einen strategischen Vorteil des Instruments für Wachstumsunternehmen: „Unser Fokus liegt nicht darauf, im Fall eines großen Erfolges die Cap Table massiv zu verwässern.“

„Börsen-Peergroups sind überbewertet“

Bei solchen strategischen Entscheidungen geht es letztlich natürlich auch um den Vergleich mit der Konkurrenz. Dieser spielt auch bei der Börsen-Standortwahl mitunter eine Rolle – Stichwort: „Peergroups“. Vergleichbare Unternehmen am selben Börsenplatz sollen konkretes Benchmarking ermöglichen, so die These hinter dem Begriff. Kröger schätzt deren Bedeutung jedoch als gering ein: „Börsen-Peergroups sind überbewertet.“ Denn Analyst:innen seien fachlich problemlos in der Lage dazu, Vergleichswerte über verschiedene Börsen hinweg zu berechnen.

Was es aber jedenfalls brauche, sei ein generelles Umdenken in Österreich, um die Wirtschaft nachhaltig zu stärken, meint Kröger: „Ein funktionierender Kapitalmarkt ist nicht die Ursache, sondern Teil der Lösung. Und das ist etwas, was wir beginnen müssen zu verinnerlichen“.

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