09.02.2015

News in Kürze: Ghana-Hackathon soll Startup-Welle auslösen, Roboter-Hotel in Japan

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News in Kürze: Ein Überblick über die letzten Geschehnisse

Großer Hackathon soll Startup-Welle auslösen

Westafrika hat 340 Millionen Einwohner. Laut ECOWAS* könnte man jährlich 500 Milliarden Dollar in die Wirtschaft investieren, um Asiens Wachstumsboom nachahmen zu können. Afrikas Mittelklasse zeichnet sich vor allem durch starkes Wachstum aus. Und zudem ist Afrika, das Land mit den meisten Staaten, mit 6 von 10 Ländern auf der Liste der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften vertreten.

Um die Wirtschaft zu fördern, sollen nun die talentiertesten Entrepreneure am „Hack for Big Choices“-Hackathon dieses Monat in Ghana  teilnehmen. Man hofft durch „nachhaltige Startups“ die Wirtschaft zu fördern und eine Welle neuer Tech-Startups zu erzeugen, die Afrika dringend brauche.

Quelle: TechCrunch

Japan eröffnet futuristisches Hightech Hotel 

In Japan kann es einem passieren, dass man zukünftig in Hotels von Robotern empfangen und begrüßt wird. Ein Hotel in Nagasaki, Japan, das im Sommer eröffnet werden soll, wird fast ausschließlich von Robotern geführt. Die „menschenähnlichen“ Maschinen kümmern sich im „Henn-Na“ Hotel, zu deutsch „komisches Hotel“ um das Begrüßen der Gäste. Auch die Koffer werden den Gästen abgenommen. Die humanoiden Roboter sollen in der Lage sein, einfache Gespräche zu führen. Auch für die Reinigung der Hotelzimmer sollen sie zuständig sein.

Quelle: Washington Post

 

*ECOWAS= Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft

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froots CEO David Mayer-Heinisch und froots Investor & Advisor Andreas Treichl bei der Pressekonferenz im Café Landtmann © Roland Unger/froots
froots CEO David Mayer-Heinisch und Andreas Treichl bei der Pressekonferenz im Café Landtmann © Roland Unger/froots

“Die staatlich geförderte private Altersvorsorge in Österreich schrumpft“, heißt es in der jüngsten Aussendung des österreichischen Fintech-Unternehmens froots. Die Zahl der Verträge in der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge hat sich seit ihrem Höchststand von 1,6 Millionen im Jahr 2012 laut Finanzmarktaufsicht mehr als halbiert. Parallel dazu ist das Prämienvolumen in der Lebensversicherung seit 2010 um rund ein Drittel zurückgegangen und lag laut den letzten verfügbaren Verbandsdaten im Jahr 2024 bei etwa 5,2 Milliarden Euro. Als wesentlichen Grund für diese Entwicklungen nennt das 2020 gegründete Wiener Startup die hohen Gebührenstrukturen traditioneller Produkte. Nun versucht das Unternehmen, mit einem veränderten Kostenmodell anzusetzen.

Trennung von Versicherungsmantel und ETF-Investment

Das Kernkonzept des neuen Produkts beruht auf der Trennung der rechtlichen Versicherungshülle vom eigentlichen Investment. Während ein Versicherungspartner den notwendigen Rahmen für die KESt-Befreiung stellt, übernimmt froots die Vermögensverwaltung auf Basis von ETFs.

Das Startup verzichtet dabei nach eigenen Angaben auf die branchenübliche „Zillmerung“ – bei der Abschlussprovisionen direkt von den ersten Prämienjahren abgezogen werden – sowie auf Kickbacks an die Vermittler:innen. „Alles, was den Kundinnen und Kunden keinen Mehrwert bringt, haben wir weggelassen“, erklärt David Mayer-Heinisch, Gründer und CEO von froots, der erst kürzlich die Zusammenarbeit mit Christian Teichmann als neuem CFO und COO startete. Stattdessen verrechnet das Fintech eine jährliche All-in-Fee von einem Prozent, zuzüglich der regulären ETF-Kosten und einer altersabhängigen Risikoprämie für die Versicherung.

Die Konditionen im Detail

Die Mindesteinlage liegt bei 100 Euro monatlich oder einem Einmalbetrag von 5.000 Euro, die gesetzliche Mindestlaufzeit beträgt 15 Jahre. Das Einsparpotenzial untermauert das Unternehmen mit einer Modellrechnung der Vergleichsplattform fynup: Wer 30 Jahre lang monatlich 300 Euro anlegt, soll mit dem froots-Modell am Ende rund 50.000 Euro mehr erhalten als mit einer durchschnittlichen fondsgebundenen Lebensversicherung – laut Berechnung 269.000 statt 219.000 Euro.

Die Modellrechnung basiert dabei auf einer angenommenen Wertentwicklung von 7 % p.a. vor Kosten und gilt für einen 35-jährigen männlichen Sparer. Bei einer Einmalveranlagung desselben Gesamtbetrags fällt der Unterschied laut fynup noch deutlicher aus und erreicht knapp 100.000 Euro.

Investoren fordern Reform der dritten Säule

Unterstützt wird das Fintech von prominenten Investoren wie Reinhold Baudisch (durchblicker), Georg Kapsch und dem ehemaligen Erste-Group-Chef Andreas Treichl, der sich bereits früh als Seed-Investor an froots beteiligte. Letzterer plädiert für strukturelle Änderungen: „Wir müssen die dritte Säule neu beleben, damit wir das Gesamtsystem wie in den skandinavischen Staaten entlasten und wieder in die Zukunft investieren können.“

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