28.01.2015

News in Kürze: „Babbel“ nach USA, Vermittler „Drivy“ wird deutsch

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News in Kürze: Ein Überblick über die letzten Geschehnisse

Babbel zieht es nach New York

Der Online-Dienst Babbel zum Sprachenlernen wagt laut Gründerszene den zweiten Versuch in den amerikanischen Markt zu expandieren. 2007 gegründet, hatte der Sprachendienst (mit inzwischen 14 Lernsprachen im Repertoire) bereits im Jahr 2013 mit der Übernahme eines kalifornischen Marktspielers versucht, einen Schritt in Richtung Expansion zu setzen. Bei der Übernahme sei es vor allem ums Learning gegangen und um „Erkenntnisse über den US-Markt zu gewinnen“. Nun wird ein Büro in New York eröffnet – Mitgründer Thomas Holl soll den Ableger aufbauen.

„Für Babbel haben die USA ein enormes Potenzial und wir erwarten allein für 2015 ein Wachstum im deutlichen dreistelligen Prozentbereich“, sagt Mitgründer Thomas Holl. Adressaten könnten all jene User sein, die in der Freizeit lernen möchten: In den USA werden Fremdsprachenkenntnisse nicht vorausgesetzt.

Plattform für private Autovermittlung „Drivy“ kommt nach Deutschland

Die Idee: Private Autovermittlung. Statt einer klassischen Autovermietung, kann man über Drivy das Auto des Nachbars buchen, das sowieso ungenutzt am Parkplatz steht. Eine win-win Situation: Das Auto nützt sich durch das Herumstehen nicht ab und der Fahrer, der das Auto gebucht hat, muss sich nicht teure Alternativen überlegen. Benzin muss man selbst tragen (bei der klassischen Autovermietung allerdings meist ebenfalls)

Laut BASICthinking hat Drivy auch die Versicherungsfrage gelöst, in dem das Startup die Allianz sowie Mondial Assistance als Partner gewonnen hat.

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Matteo Rosoli, CEO von eustella © eustella

„In den USA wird gerade die Ära der Superintelligenz ausgerufen. Europa darf dabei nicht zuschauen“, sagt Matteo Rosoli, CEO von eustella. Das Wiener Startup hat am 20. Oktober die Version 1.5 seiner Plattform für KI-Agenten veröffentlicht. Sie läuft nach eigenen Angaben auf rein europäischer Cloud-Infrastruktur.

Nachtraining statt Neuentwicklung

Eustella entwickelt kein Sprachmodell von Grund auf. Stattdessen setzt das Team auf offene Modelle, deren Gewichte frei verfügbar sind, und entwickelt sie mit eigenen Daten und Verfahren weiter. Ausgangspunkt ist laut Aussendung „das chinesische Basismodell Qwen 3.8 27B”. Die leistungsstärksten offenen Modelle stammten demnach „derzeit überwiegend aus China”. Das Nachtraining soll auch deren Voreingenommenheit reduzieren.

Ergebnisse aus eigener Messung

Wie viel das Nachtraining bringt, hat eustella selbst gemessen, mit 14 gängigen Leistungstests für KI-Modelle (Benchmarks). Laut Unternehmen schneidet v1.5 in allen 14 besser ab als das Basismodell, im Schnitt um fünf Punkte. Am deutlichsten fällt der Zuwachs beim Programmieren (LiveCodeBench, plus 17,1 Punkte), beim Befolgen komplexer Anweisungen (IFBench, plus 10,9) und in mehrstufigen Gesprächen (MultiChallenge, plus 10,8) aus.

Im Vergleich mit US-Modellen zieht eustella folgende Bilanz: v1.5 erreicht mit 27 Milliarden Parametern bei LiveCodeBench 89,1 Prozent, fast identisch mit Claude Opus 5 (89,0). GPT-5.6 Sol kommt auf 82,6. Bei GPQA Diamond, einem Test mit naturwissenschaftlichen Expertenfragen, liegt eustella mit 92,6 Prozent hinter Claude Opus 5 (93,9). Beim Verstehen langer Dokumente (AA-LCR) führt v1.5 laut eigenen Angaben mit 87,5 Prozent vor Claude Opus 5 (79,0) und GPT-5.6 Sol (84,0).

Auch gegenüber dem französischen Anbieter Mistral liegt v1.5 laut eustella in allen sieben vergleichbaren Benchmarks vorn, obwohl Mistral Medium 3.5 rund fünfmal so viele Parameter habe.

Die im Sommer verglichenen Modelle sind allerdings nicht mehr die aktuellsten ihrer Anbieter. Anthropic hat mit Fable 5.1 (seit 1. September) und Opus 5.5 (seit 22. September) zwei jüngere Modelle veröffentlicht. Auch OpenAI und Mistral haben mittlerweile neue Modelle vorgestellt.

Vom Launch zur Unternehmensplattform

Vorgestellt hat eustella seine App am 24. Juni. Beim Start im Juni waren es knapp 5.000 Nutzer:innen, jetzt mehr als 22.000. Die KI-Agenten unterstützen mehrstufige Aufgaben wie Recherchen, Präsentationen oder Reiseplanung. Ende August folgte laut eustella eine Optimierung, die das Achtfache an Nutzung zum gleichen Preis ermöglicht. Mit v1.5 kommen Team- und Enterprise-Pläne: „Orbit” kostet 20 Euro pro Nutzer:in und Monat, „Constellation” mit vierfachem Nutzungsvolumen 80 Euro. Die ersten 25 Partner:innen haben bereits API-Zugriff.

Eigene Technologie in Planung

„Wir haben diesen Sommer gezeigt, dass ein europäisches Team mit offenen Modellen und eigener Forschung an die Weltspitze heranrücken kann”, sagt Rosoli. v1.5 sei „erst der Anfang”. Weitere Forschung ist in Vorbereitung, eigene KI-Technologie will eustella Schritt für Schritt entwickeln.

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