29.01.2015

News in Kürze: Alibaba enttäuscht Investoren, Nokia schreibt schwarze Zahlen

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News in Kürze: Ein Überblick über die letzten Geschehnisse

Alibaba wird Erwartungen der Investoren nicht gerecht

Der chinesische Internetgigant Alibaba konnte zwar seinen Umsatz mit einem Plus von rund 40 Prozent auf 4,2 Milliarden US-Dollar im Jahresvergleich steigern, der Gewinn hielt den Erwartungen allerdings nicht stand – ein Rückgang von 28 Prozent. Alibaba ist aber mobil stark: Der Umsatz hier beläuft sich auf rund 1 Milliarde US-Dollar und ist damit circa fünf Mal höher als noch 2013.

TechCrunch zitiert Maggie Wu, Chief Financial Officer, die den Bedenken der Investoren entgegen hält, dass die Investitionen ins mobile Business zwar kurzfristig ein wenig schmerzen würden, auf lange Sicht aber die richtige Investition seien.

 

Nokia erzielt Umsatz Plus

Nokia hatte im letzten Jahr den verlustbehafteten Mobilfunk-Sektor an Microsoft verkauft und seine Konzentration auf Netzwerktechnik und Kartendienste gelegt. Nachdem Nokias Kunden in die Modernisierung der Infrastruktur investiert hatten, konnte ein Umsatz von neun Prozent auf rund 3,8 Milliarden Euro erzielt werden. Das finnische Unternehmen aus Espoo konnte laut Quartalsbericht zuletzt einen Nettogewinn von rund 443 Millionen Euro erwirtschaften.

 

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signteq-Gründer Simon Schnabl | © Daniel Willinger | dwphoto.at
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Digitale Identifikation, regulatorische Prüfungen (u.a. KYC und KYB) und rechtsgültige digitale Verträge – damit überzeugte das 2019 gegründete Wiener RegTech-Unternehmen schon bislang Banken wie die Raiffeisen Bankengruppe und die Bawag, Versicherungen wie Wüstenrot, Fintechs wie froots und Conda, Krypto-Unternehmen wie Cryptonow und WhiteBIT und öffentliche Institutionen wie Wiener Wohnen. Neben Österreich ist man etwa auch in Deutschland, der Schweiz und mehreren Ländern in Südost- und Osteuropa aktiv.

„Know Your Agent“ als zusätzliches Geschäftsfeld

Eine zentrale Rolle in der Weiterentwicklung des Angebots soll nicht nur die European Digital Identity Wallet (EUDI Wallet) spielen, die bis Ende dieses Jahrs von allen EU-Staaten bereitgestellt werden muss. Mit „Know Your Agent“ (KYA) will signteq auch ein zusätzliches Geschäftsfeld aufbauen, das den Boom-Bereich Agentic AI aus RegTech-Perspektive adressiert. „Heute müssen Unternehmen wissen, wer ihr Kunde ist. Morgen müssen sie zusätzlich wissen, welcher KI-Agent für wen handelt, wozu er berechtigt ist und wer dafür verantwortlich ist“, erläutert Simon Schnabl, Gründer und Geschäftsführer von signteq.

Steinberger, Giretzlehner, Compass-Verlag u.a. investieren

Für diese Pläne und die weitere internationale Expansion holte sich signteq nun eine nicht genau bezifferte siebenstellige Kapitalspritze. Mit OpenClaw-Entwickler Peter Steinberger gewann das Unternehmen dabei nicht nur einen denkbar prominenten Investor, sondern auch eine der international zentralen Figuren im neuen Zielmarkt Agentic AI. Hinzu kommen in der aktuellen Runde der bereits seit 2024 beteiligte Compass-Verlag, Runtastic-Mitgründer René Giretzlehner, die Franz-MayrMelnhof-Saurau Beteiligungs GmbH und weitere nicht genannte Investor:innen.

Steinberger kommentiert in einem Statement: „KI-Agenten werden schon bald eigenständig für Menschen und Unternehmen handeln. Damit wird Vertrauen zur Schlüsselfrage: Wer steckt hinter einem Agenten – und was darf er? signteq baut dafür heute schon die Infrastruktur und denkt digitale Identität konsequent weiter: von Know Your Customer zu Know Your Agent. Diese Kombination aus starkem Kerngeschäft und klarer Zukunftsvision hat mich überzeugt.“

„Was wir in Österreich aufgebaut haben, skalieren wir jetzt international“

„Digitale Identität ist längst zu einer zentralen Infrastruktur für digitale Geschäftsmodelle geworden. Was wir in Österreich gemeinsam mit Banken, Versicherungen, Technologieunternehmen und der öffentlichen Hand aufgebaut haben, skalieren wir jetzt international – mit Europa als starkem Ausgangspunkt“, kommentiert Gründer Simon Schnabl. Zugute kommen sollen dem Unternehmen neben der erwähnten EUDI-Wallet, die Teil der eIDAS 2.0-Verordnung ist, noch weitere Regulierungen aus diesem Gesetzespaket sowie die kommendes Jahr anwendbare europäische Geldwäscheverordnung AMLR.

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