03.02.2025
PORTFOLIO

Neworn: Second-Hand-Marktplatz für Kinderbekleidung erweitert Portfolio

Konkret bietet Neworn in ihrer App nun auch unverkaufte Neuware an, darunter alte Kollektionen, Muster, Retouren oder Einzelstücke von nachhaltigen Kindermodelabels. Um weitergehend Textilmüll zu reduzieren.
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Neworn, Kinderkleidung, Flohmarkt Kinder,
(c) Laurenz Vavrovsky - Caroline Schober, Gründerin von Neworn.

Das Wiener Startup Neworn startete im November 2023 eine Marktplatz-App für Secondhand-Kinderkleidung. Das Unternehmen von Caroline Schober und Ole Thijs Kramer setzte dabei vor allem auf den Umweltaspekt. „In Österreich werden rund 83 Prozent der Kleidung nicht recycelt und landen auf Mülldeponien, was drastisch zum globalen Abfallproblem beiträgt. Die CO2-Emissionen der Modeindustrie übersteigen gar jene des weltweiten Flug- und Schiffsverkehrs zusammen. Unsere Vision ist, die Lebensdauer von Kinder- und Babykleidung zu verlängern, das Leben von Familien nachhaltig zu verbessern und einen Beitrag zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks zu leisten“, hieß es damals. Nun erweitert man das Portfolio und präsentiert die neue Initiative „New by Neworn“.

Neworn: Lebenszyklus verlängern

Ab sofort bietet das Startup unverkaufte Ware über „Flash Sales“ zum Verkauf an. Die Einführung von „New by Neworn“ sei eine direkte Reaktion auf aktuelle Entwicklungen in der Modebranche, insbesondere auf die neue EU-Ökodesign-Verordnung, die im Juli 2024 in Kraft getreten ist und ein zentrales Element des europäischen Green Deals darstelle.

„Neworn möchte einen nachhaltigen Beitrag leisten, indem wir den Lebenszyklus von Produkten verlängern und unverkaufter Ware eine zweite Chance geben“, sagt Gründerin Schober. „Wir haben unser Geschäftsmodell erweitert, um Eltern eine echte Alternative zum Neukauf zu bieten – ganz im Sinne einer zirkulären Wirtschaft.“

ESPR

Die neue EU-Verordnung zur umweltgerechten Gestaltung nachhaltiger Produkte (ESPR) fordert von der Textilindustrie eine deutliche Reduzierung ihres ökologischen Fußabdrucks. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem die Verbesserung der Langlebigkeit und Reparierbarkeit von Produkten, das Verbot der Vernichtung unverkaufter Ware und die Förderung des Recyclings sowie die Einführung eines digitalen Produktpasses.

Neworn sieht diese Richtlinien als wichtig und richtig, sowie als Chance und möchte nun eine Lösung anbieten, die sowohl der Umwelt nützt als auch den Kunden Zugang zu hochwertiger Kinderkleidung ermögliche.

Neworn: „Zweite Chance“

„Die Flash Sales von ‚New by Neworn‘ bieten eine einzigartige Gelegenheit, hochwertige Kinderbekleidung und -zubehör zu reduzierten Preisen zu erwerben, ohne Kompromisse bei der Nachhaltigkeit und Qualität der Produkte einzugehen“, so Schober weiter. Die angebotenen Produkte, die früher oft exportiert, weggeschmissen oder verbrannt wurden, würden nun durch die Initiative eine zweite Chance erhalten und so zur Reduktion von Textilabfällen beitragen. Alle Flash Sales werden über die Neworn-App, die Social-Media-Kanäle sowie dem Newsletter des Unternehmens bekannt gegeben.

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Rivero
© Rivero - (v.l.) Stephan Wächter, Fatemeh Nikayin und Thomas Müller.

Rivero, die europäische Plattform für Zahlungsoperationen, hat heute bekanntgegeben, dass Elevator Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Fonds der Raiffeisen Bank International (RBI), als Investor beim Schweizer Fintech eingestiegen ist. Die Partnerschaft soll Riveros weitere Expansion in Europa unterstützen, mit besonderem Fokus auf die Märkte in Zentral- und Osteuropa. Über die genaue Summe ist nichts bekannt.

Rivero: Kajo und Amiko

Rivero wurde von Thomas Müller, Fatemeh Nikayin und Stephan Wächter gegründet, um Intelligenz und Automatisierung in einige der besonders komplexen operativen Herausforderungen der Zahlungsbranche zu bringen. Die Technologie soll es Finanzinstituten ermöglichen, stark regulierte und ressourcenintensive Zahlungsprozesse zu modernisieren und manuelle Arbeitsabläufe durch intelligente Automatisierung zu ersetzen.

Die Compliance-Plattform von Rivero heißt Kajo und soll die Compliance in Zahlungsnetzwerken vereinfachen, indem sie Updates automatisch verteilt, eine Übersicht auf einen Blick liefert und fragmentierte Dokumente und Anforderungen der Zahlungsnetzwerke in ein KI-gestütztes Wissensverzeichnis verwandelt.

Die KI-gestützte Anwendung Amiko indes bringt agentische KI in das Streitfallmanagement (Dispute Management) und die Betrugsrückgewinnung. Die Lösung sortiere Fälle intelligent vor, koordiniere die nächsten sinnvollen Schritte und automatisiere Dispute-Workflows vom Eingang bis zur Lösung, während sie Agent:innen bei komplexen Fällen anleitet, die menschliche Spezialist:innen erfordern. Das soll Instituten helfen, Gelder schneller zurückzuholen, den operativen Aufwand zu reduzieren und ein besseres Erlebnis für Karteninhaber:innen zu bieten.

„Elevator Ventures von strategischer Relevanz“

Während Rivero in Europa expandiert, konzentriert sich das Unternehmen zunehmend nicht nur auf den Ausbau seiner Technologie, sondern auch auf die Stärkung seiner Position im breiteren europäischen Bankenökosystem. Für die nächste Entwicklungsphase von Rivero sei Elevator Ventures von besonderer strategischer Relevanz: Durch die Verbindung zur RBI Group und das Netzwerk in Zentral- und Osteuropa verfüge Elevator Ventures über umfangreiche Erfahrung darin, Technologieunternehmen, die Finanzinstitute bedienen, zu unterstützen und ihnen bei der Orientierung und Expansion in europäischen Bankenmärkten zu helfen, heißt es.

„Europas Finanzinstitute suchen nach besseren Wegen, zunehmend komplexe Zahlungsoperationen zu managen, und wir sehen eine große Chance, Riveros Technologie zu vielen weiteren Instituten auf dem Kontinent zu bringen“, sagt Thomas Müller, CEO von Rivero. „Da wir nun in die nächste Wachstumsphase eintreten, wollen wir Investor:innen am Tisch haben, die sowohl die Komplexität des Bankgeschäfts als auch die Märkte verstehen, in denen wir tätig sind. Die Expertise von Elevator Ventures im Finanzdienstleistungsbereich und ihr besonders starkes Netzwerk in Zentral- und Osteuropa machen sie zu einem hoch relevanten strategischen Partner für Rivero.“

Maximilian Schausberger, Managing Director bei Elevator Ventures, ergänzt: „Rivero adressiert eine Reihe operativer Herausforderungen, die für Banken und Zahlungsinstitute in ganz Europa immer wichtiger werden. Das Team verbindet tiefgehende Zahlungsverkehrsexpertise mit Technologie, die speziell auf die Anforderungen regulierter Finanzinstitute ausgelegt ist. Wir sehen eine starke Übereinstimmung zwischen Riveros Ambitionen und unserer Erfahrung und unserem Netzwerk im europäischen Bankwesen und freuen uns darauf, das Unternehmen bei seiner weiteren Expansion zu unterstützen.“

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