17.10.2022

New Work Design: agile Entwicklung, um Talente zu gewinnen und zu halten

Wie kann strategisches Design als Ansatz agiler Organisationsentwicklung Unternehmen helfen, Talente zu gewinnen und zu halten?
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New Work Design - Wonderwerk
(c) Wonderwerk
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Oftmals zeigt sich am Generationenkonflikt wie schnell Veränderung voranschreitet. So treffen heute bis zu fünf Generationen in der Arbeitswelt zusammen: Max etwa möchte nur noch 32 Stunden arbeiten, und Sabrina würde sich am liebsten ihren Jahresurlaub am Stück nehmen, und für Christine sind drei Tage im Homeoffice ein Muss.

“Gesellschaftliche Werte ändern sich nur langsam. Unsere Strategien diese zu erfüllen, können von Generation zu Generation starke Unterschiede aufweisen. Strebt ein Mensch etwa nach Selbstverwirklichung, so kann er diese über den Job, aber auch über ein Hobby verfolgen. Ähnlich ist es mit unseren Bedürfnissen nach Sicherheit und Stabilität”, sagt Isabella Gady, Chief Peoples Officer bei Wonderwerk Consulting.

Entsprechend breit stellt sich auch die Palette an Bedürfnissen dar, die Mitarbeiter:innen an ihren Arbeitsplatz stellen. Hinzu kommen die Digitalisierung und der Fachkräftemangel, der den Druck auf Unternehmen erhöht, ganz neue Wege einzuschlagen.

New Work Design Framework: 3 Grundprinzipien

Um Unternehmen dabei zu unterstützen sich für bewegte Zeiten gut aufzustellen, haben wir bei Wonderwerk unser New Work Design Framework entwickelt, mit welchem wir Organisationen dabei unterstützen wollen, agile Organisationsentwicklung zu institutionalisieren. Dabei bauen wir auf drei Grundprinzipien auf:

  • Evolution statt Disruption
    Der Wandel in der Arbeitswelt ist ein stetiger, er ist auch nicht neu. Historisch betrachtet bewegen wir uns in Zyklen der Veränderung. Versetzt man sich etwa in das Leben eines 1890 geborenen Menschen so stellt man schnell fest, dass für diesen die Veränderung zu seiner Lebzeit wohl enorm gewesen sein muss: von der Erfindung des Radios, über den Zeppelin, zwei Weltkriegen, und dem Fernsehen. Veränderung passiert also fortwährend, wir müssen nur lernen damit umzugehen.
  • Stabilität bedingt Agilität
    Und hier die gute Nachricht. Mit dem Konzept der Agilität haben wir bereits ein wertvolles Werkzeug bei der Hand, welches uns insbesondere im Umgang mit evolutionärer Innovation durch technologischen Fortschritt unterstützt.
  • Entwicklung durch Austausch
    Heute wissen wir, dass Innovation kein Geniestreich, sondern vielmehr als strukturierter Prozess gesteuert werden kann, indem Wissen und Ressourcen zu kollektiver Intelligenz gebündelt und genutzt werden.

In 6 Phasen zum Ziel

Über insgesamt sechs Phasen hinweg werden co-kreativ Lösungen für organisationale Fragestellungen entwickelt, mit dem Ziel Organisationen ganzheitlich zu befähigen, sich flexibel und intelligent an Veränderungen anzupassen, und dabei ihre Mitarbeiter:innen ins Zentrum ihrer Innovationskraft zu stellen.

  1. Strategische Einordnung
  2. Beobachten und Analysieren
  3. Sichtweisen definieren
  4. Ideen generieren
  5. Prototypen entwickeln und testen
  6. Strategisch verankern und institutionalisieren.
New Work Design Framework - in 6 Phasen zum Ziel
(c) Wonderwerk

Der Strategischen Einordnung – als erste Phase des Prozesses – kommt hierbei eine besonders große Bedeutung zu. Sie gewährleistet, dass etwaige Lösungen, die im Rahmen des Vorhabens entwickelt werden, im Einklang mit den Werten des Unternehmens gestaltet werden und zur Erreichung der strategischen Ziele beitragen. In der anschließenden Phase des Beobachtens und Analysierens werfen wir einen genauen Blick auf die Anspruchsgruppen, die in unserem Vorhaben ein Anliegen haben. Dabei möchten wir verstehen, welche Herausforderungen und Bedürfnisse unsere Nutzer:innen haben, und wie diese bestmöglich adressiert werden könnten. Wir widmen uns in dieser Phase sehr bewusst dem Problemraum und gehen dabei in die Tiefe.

Isabella Gady verdeutlicht die Vorgehensweise in Projekten: „Wir bei Wonderwerk verknüpfen dafür unsere jahrelange Erfahrung im Change-Management mit unserer umfassenden Design-Expertise, um organisationale Herausforderungen zu lösen. Unsere Intention besteht darin, Teams durch den Fokus auf Werte und Ziele auf individueller, Team- und Organisationsebene zu vereinen. Dafür nutzen wir die Werkzeuge des Designs und agiler Methoden, um Kreativität, Iteration, Prototyping und Lernen zu fördern und fordern. Unsere Arbeitsweise ist durch Umsetzungsorientierung, einen partizipativen Zugang und iteratives Vorgehen gekennzeichnet. Dabei stellen wir die Bedürfnisse der Nutzer: innen in den Mittelpunkt und erzielen damit aktives Mitgestalten und sichtbare Ergebnisse.“

Praxisbeispiel: Zukunft des Pflegeberufs

Unseren New Work Design Ansatz konnten wir in der Praxis nutzen, um die Zukunft des Pflegeberufs in einem Krankhausträger attraktiv zu gestalten. Nach der Auseinandersetzung mit den strategischen Zielen haben wir bei einer intensiven Design Research Phase mittels Interviews, Fokusgruppen und Tagebuchstudien die Bedürfnisse der Mitarbeiter:innen gesammelt. Gemeinsam mit den Mitarebeiter:innen haben wir mit Hilfe von New Work Design neue Arbeitskonzepte für die veränderten Bedingungen erarbeitet. Kern dieses Projektes war es, ko-kreativ die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter:innen zu verbessern und demnach auch die Organisation zukunftsträchtig weiterzuentwickeln.

Unternehmen können so Strukturen und Kulturen entwickeln, dass diese auf die jeweiligen Bedürfnisse der Mitarbeiter:innen – aber auch Kund:innen – eingehen. So schaffen und bieten Organisationen auch in stürmischen Zeiten attraktive Arbeitsplätze, die die Menschen in ihrem Arbeitsalltag bestärken.

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(v.l.) Managing Director bei T-Systems Austria Peter Lenz und fonio.ai-Co-Founder Daniel Keinrath | © Nick Rainer

Um fonio.ai wird es nicht still. Laut eigenen Angaben gehört das Startup zu den am schnellsten wachsenden in ganz Europa, im August knackte es die 10-Millionen-Dollar-ARR-Marke, wie brutkasten berichtete. Jetzt hebt das Unternehmen seine KI-gestützte Kundenkommunikation auf das nächste Level. Über die Plattform „T operated by fonio.ai“ von T-Systems, einer IT-Tochter der Deutschen Telekom, werden die Dienste von fonio.ai nun auch für Großkunden angeboten.

„KI-gestützte Telefonie entwickelt sich gerade zum Standard für jede Organisation, die dauerhaft erreichbar und damit wettbewerbsfähig bleiben möchte“, sagt Daniel Keinrath, CEO und Mitgründer von fonio.ai. Auf der Kundenliste von T-Systems finden sich Unternehmen wie die ÖBB oder Uniqa. Rege Nachfrage zeige sich aus Branchen wie Gesundheitswesen, Manufacturing und Bankwesen.

Die Voice-AI-Cluster von fonio.ai laufen dabei über die T Cloud der Deutschen Telekom, die verschiedene Cloud-Infrastrukturen und IT-Services bündelt. Alle fonio.ai-Kunden sollen somit in Zukunft von Zero Data Retention profitieren, einem Sicherheitsstandard, der bisher Enterprise-Umgebungen vorbehalten war.

„Einfach hinsetzen und einen lustigen Prompt schreiben, funktioniert nicht“

„Die aktuelle Challenge bei den größten Unternehmen ist, diese Unternehmen wirklich tief zu verstehen. Einfach hinsetzen und einen lustigen Prompt schreiben, funktioniert auf einem Enterprise-Level nicht mehr. Da haben wir auch gemerkt, dass es unbedingt einen Partner wie T-Systems braucht. Es macht einfach einen riesigen Unterschied, wenn man tief in die Systeme reingeht, ein ERP oder CRM tiefgründig connected, und der KI wirklich weitreichende Fähigkeiten gibt“, sagt Keinrath. Als eine der zentralen Herausforderungen beschreibt er, dass Großkunden höhere Anforderungen an die Security und Prozesse haben.

Datenschutz als zentrales Thema

„Wir haben uns für fonio.ai entschieden, weil das Produkt hochinteressant und gut ausgereift ist. Da ist einfach viel Know-how dahinter. Außerdem haben wir ein Verständnis für den europäischen Rechtsraum und daher selber ein Interesse, hier eben DSGVO-konform zu sein, die Normen einzuhalten“, sagt Peter Lenz, Chairman von T-Systems Austria, im brutkasten-Gespräch. Er erklärt: „Große Unternehmen wollen wissen: Wo liegen denn meine Daten? Ist das alles souverän? Befindet sich das in Europa, idealerweise auch in Österreich? Da haben wir jetzt eine gute Antwort drauf.“ T-Systems betreibt zwei Rechenzentren in Österreich.

Keinrath ergänzt: „Was OpenAI etc. machen: Sie lernen bei jedem Gespräch. Wir machen das nicht. Wenn 80, 90 Prozent der Kommunikation von Unternehmen über KI laufen, dann muss das von einem europäischen Player sein.“ Die KI von fonio.ai lerne durch Informationen, die Unternehmen der KI bewusst geben. AustrianStartups-Chefin Hannah Wundsam betont, dass Firmen in Europa durch die DSGVO und den EU AI Act sehr klare Regeln haben.

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