28.10.2025
KOOPERATION

“New Skills ahead“: Innovate 2025 – Konferenz zum Innovationsmanagement im öffentlichen Sektor

Am 27. November findet die Innovate 2025: "New Skills ahead"-Konferenz statt. Zentrale Themen der Veranstaltung sind: benötigte Skills einer modernen Verwaltung, Kollaboration und Tools der Zukunft.
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Innovate 2025
© Innovate/Screenshot - Die Innovate 2025 findet am 27. November in der Hochschule Campus Wien statt.

Die nextGen bringt nicht nur einen Wandel der Verwaltung mit sich, sondern auch neue Skills, welche besonders für einen modernen und nachhaltigen öffentlichen Sektor der Zukunft relevant sind. Dabei gilt es auch, die Mitarbeiter:innen der Verwaltung mit den richtigen Fähigkeiten und Tools auszustatten, um den hohen Erwartungen der Bevölkerung zu entsprechen sowie diese zu befähigen, zukunftweisend zu arbeiten. Hier soll die Konferenz Abhilfe schaffen.

Folgende Fragen werden auf der Innovate 2025 behandelt:

  • Welche Skills benötigen Mitarbeiter:innen in einer modernen, nachhaltigen und innovativen Verwaltung?
  • Wie können wir das Lernen von- und miteinander fördern? Welche Rahmenbedingungen braucht es dafür?
  • Mit welchen Tools müssen Mitarbeiter:innen der Verwaltung umgehen können, um für die Zukunft optimal ausgestattet zu sein?
  • Welche Fähigkeiten und Innovationen benötigt es im Zusammenhang mit sich veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen?
  • Welche Skills sind erforderlich, um kollaborativ arbeiten zu können?

Das hochkarätige Panel der Innovate 2025:

  • Sektionsleiter Andreas Buchta-Kadanka – Bundeskanzleramt
  • Abteilungsleiterin Sabrina Carina Köcher – Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur
  • Vizerektorin für Lehre Evelyn Süss-Stepancik – Hochschule Campus Wien
  • CEO Franziska Hecht – The Ventury

Ab sofort besteht die Möglichkeit, sich die Pitch-Videos des interaktiven Workshops anzusehen und spannende Workshops zum persönlichen Eventkalender hinzuzufügen! Bitte beachten: Die Workshopplätze sind begrenzt und werden nach dem first-come-first-serve-Prinzip vergeben.

Innovate 2025 als Weiterbildungsmaßnahme für Bedienstete der öffentlichen Verwaltung

Die Innovate wird zudem als Weiterbildungsmaßnahme für Bedienstete der öffentlichen Verwaltung angesehen: „Die Anmeldung zur Innovate 2025 und nähere Informationen finden Sie auf unserer Community-Plattform. Bitte nutzen Sie den Reiter ‚Eventanmeldung‚ um Ihren persönlichen Eventkalender zu gestalten“, heißt es von den Veranstaltern.

Community-Plattform zur Verwaltungsinnovation im öffentlichen Sektor

Die Organisatoren und Partner der Innovate 2025

Die Innovate 2025 wird organisiert vom Bundeskanzleramt sowie vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, der Stadt Wien, EY Parthenon, der Hochschule Campus Wien und der FH Oberösterreich und der FH Kärnten. Unterstützer der Innovate 2025 ist das Bundesrechenzentrum. Partner:innen sind das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, die innovationsfördernde öffentliche Beschaffung und das Creative Bureaucracy Festival.

Anmeldung hier möglich.

Innovate 2025: „New Skills ahead“

Konferenz zum Innovationsmanagement im öffentlichen Sektor – Datum: Donnerstag, 27. November 2025 – Uhrzeit: 09.00-21.00 Uhr – Ort: Hochschule Campus Wien, Favoritenstraße 226, 1100 Wien

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Mitarbeiterbeteiligung - Werner Wutscher | (c) Luiza Puiu
Werner Wutscher | (c) Luiza Puiu

Transkribus ist eine KI-Plattform, die historische Handschriften automatisch erkennt. Entstanden ist sie an der Universität Innsbruck, heute ist sie als Europäische Genossenschaft organisiert und wird weltweit von Archiven und Forschenden genutzt. Ein Paradebeispiel für ein akademisches Spinoff, nur eben keines aus der Technik, sondern aus den Geisteswissenschaften. Genau solche Gründungen will ein neuer Ausgründungsrahmen künftig systematisch ermöglichen.

„SHAPE Austria“ wurde im Rahmen der ECN-Konferenz von Werner Wutscher (New Venture Scouting) und Sektionschef Elmar Pichl vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) vorgestellt. SHAPE steht für Social Sciences, Humanities and the Arts for People and the Economy. Der Bericht ergänzt den Ausgründungsrahmen von 2024, der den Hochschulen erstmals einheitliche Standards für Spinoffs vorgab. „Da war der klare Fokus auf skalierbare, technologieorientierte Startups. Die Geisteswissenschaften, Sozialwissenschaften und Künste sind zu kurz gekommen“, sagt Wutscher. Das Ministerium habe den Rahmen komplettieren wollen.

27 Institutionen in der Arbeitsgruppe

Erarbeitet wurde der Bericht von November 2025 bis Juni 2026 mit einer Arbeitsgruppe aus 27 Institutionen, darunter 16 Hochschulen von der Universität Wien über das Mozarteum bis zur Kunstuniversität Linz. Dazu kamen Interviews mit 16 Einrichtungen, die bereits weiter sind, etwa dem britischen ARC Accelerator, der Erasmus University Rotterdam oder der Universität Köln.

Das Ergebnis sind elf Empfehlungen, sechs an die Leitungsebene der Hochschulen, fünf an Transferstellen und Career Center. „Um auch strategische Themen zu diskutieren, braucht man unbedingt auch die Leitungsebene, also die Rektorate für diese Diskussionen“, so Wutscher.

Andere Sprache, andere Strukturen

Der zentrale Befund: Gründungen aus diesen Disziplinen folgen einer anderen Logik. Sie entstehen selten aus einer Marktchance, sondern aus einem gesellschaftlichen Problem. Im Bericht ist von „Reluctant Founders“ die Rede, Menschen, die nicht primär ein Unternehmen aufbauen, sondern etwas verändern wollen. „Du musst sehr stark über die Wirkung reden, über den Impact reden, um die dann gut abzuholen“, sagt Wutscher. Empfohlen wird ein „Prinzip der Zweisprachigkeit“: nach innen Wirkungssprache, nach außen klassische Startup-Begriffe, damit Finanzierung und Netzwerke nicht verschlossen bleiben. Statt von Kund:innen spricht man dann von Audiences.

Strukturell sind SHAPE-Gründungen meist günstiger und schneller als Tech-Spinoffs: kein Labor, kein Patentierungsprozess, kürzere Validierungszyklen. Dafür braucht es niederschwellige, mehrstufige Begleitung und offene Rechtsformen. Statt der GmbH kann auch ein Verein, eine Genossenschaft oder ein Hybridmodell passen. „Wenn du einen Verein gründest, um Gesundheitspolitik zu promoten, brauchst du kein Labor“, so Wutscher.

Soft IP statt Patente

Ein eigener Schwerpunkt gilt dem geistigen Eigentum. Wo keine Patente entstehen, sondern Urheberrecht, Software, Daten oder Know-how, greifen die üblichen IP-Richtlinien nicht. Der Bericht empfiehlt getrennte Regeln für Hard und Soft IP mit deutlich günstigeren Konditionen und nennt als Benchmark die University of Bristol: 20 Prozent Beteiligung bei patentbasierten Spinoffs, fünf Prozent bei „IP light“, null Prozent ohne verwertbares IP. Leitprinzip: so offen wie möglich, so geschlossen wie nötig, inklusive Creative-Commons- und Open-Source-Lizenzen.

Weil die Wirkung im Vordergrund steht, sollen Hochschulen auch nicht auf Lizenzeinnahmen hoffen, sondern Impact messen. Anlage 1 des Berichts liefert dafür beispielhafte Indikatoren, von erreichten Nutzer:innen bis zu Impact Case Studies.

Netzwerk und gemeinsames Programm

Weil die Pipelines einzelner Hochschulen klein sind, empfiehlt der Bericht ein österreichweites SHAPE-Netzwerk nach dem Vorbild des britischen Aspect Network und ein gemeinsames Frühphasenprogramm, angedockt an bestehende Strukturen wie AplusB, ECN oder die Ludwig Boltzmann Gesellschaft. New Venture Scouting koordiniert dafür ein Jahr lang Quartalstreffen der Arbeitsgruppe. Dazu kommt die Forderung, Transfer und Gründung in Berufungen und Evaluierungen anzuerkennen, im Sinne der CoARA-Initiative, die von rein publikationsbasierten Metriken abrücken will.

Die Beispiele in Anlage 2 reichen von ArtWave, einem Startup zweier Opernsängerinnen für Stressreduktion und Burnout-Prävention, über die Praxissoftware freudio für Psychotherapeut:innen bis zur Kärntner Freiwilligenplattform inmojo. „Wir haben noch sehr wenige. Deswegen haben wir den Ausgründungsrahmen um Success Stories ergänzt, damit sich die Leute das vorstellen können“, sagt Wutscher.

„Da wären wir mit vorne dabei“

Für Wutscher ist der Zeitpunkt entscheidend: Die großen Fragen rund um KI, Ethik oder Medizin bräuchten interdisziplinäre Teams. Und beim SHAPE-Thema stehe ganz Europa noch am Anfang. „Deswegen wäre das jetzt so spannend, wenn wir das jetzt starten könnten. Da wären wir mit vorne dabei.“

Bleibt der Haken: das neue Universitätsbudget. Wutscher, der auch Vorsitzender des Universitätsrats der Universität Klagenfurt ist, nennt die Kürzungen einen „massiven Dämpfer“. Die große Herausforderung sei, „dass diese Einsparungen nicht dazu führen, dass Innovation und das Neue gedrosselt werden“. Gerade bei Entrepreneurship-Aktivitäten sei die Entwicklung zuletzt nach oben gegangen: Österreichweit gebe es mittlerweile 31 Forschungs-Spinoffs, 2024 waren es noch 25.

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