02.09.2015

Neustart: Crowdfunding-Aktion für Flüchtling steht bei über 175.000 USD

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(c) indiegogo/tsb: Syrer verkauft Stifte, um für seine Kinder sorgen zu können

Das Foto eines syrischen Flüchtlings, der weinend Stifte auf den Straßen in Beirut verkaufte, ging viral. Auf Twitter bekundeten Menschen ihr Mitleid und begannen schließlich, nach dem armen Mann zu suchen, um ihm zu helfen.

Und tatsächlich, der Twitter User @GissiSim, der auch ursprünglich das Foto des Flüchtlings online gestellt hatte, fand den 35-Jährigen Syrer namens Abdul Halim, der alleinerziehender Vater einer vierjährigen Tochter und eines neunjährigen Sohnes ist. Es wurde daraufhin eine Crowdfunding Kampagne auf Indiegogo gestartet, deren Fundinglimit bei 5.000 US-Dollar lag.

Nun die Überraschung: Sechs Tage läuft die Aktion noch und die Kampagne steht aktuell bei 175,562 US-Dollar. Updates und News verfolgen kann man auf Twitter unter dem Hashtag #BuyPen.

Der volle Betrag soll nach dem Abschluss der Aktion Abdul Halim und seinen Töchtern den Start in ein neues Leben ermöglichen. Im Interview mit der NBC News wünscht der Vater seinen Kindern eine Ausbildung und dass sie ein Leben fernab von der Straße führen können. Außerdem möchte er anderen Syrern in Not helfen.

Das Geld, so liest man auf Twitter, werde zwar erst in rund zehn Tagen zur Verfügung stehen, eine lokale Aktivistin würde sich aber einstweilen um den Vater und die Kinder kümmern.

Zwar wurde auch unter einigen Usern die Kritik laut, dass mit dem Geld nicht gleich mehreren hilflosen Flüchtlingen geholfen wurde, doch lässt die Kampagne Hoffnung schöpfen: Die Aktion zeigt, wie viel die Masse für einen Einzelnen bewirken kann. Und wie viele bereit sind, Menschen in Not zu unterstützen: Über 6600 Unterstützer, die aus über 100 unterschiedlichen Ländern kommen, ermöglichen der vom Schicksal gebeutelten Familie nun einen Neustart.

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Firmeninsolvenzen - Pixelrunner - Ein Bild zeigt das Wort
Symbolbild Insolvenz (c) Adobe Stock / Pixel-Shot

Über das Vermögen der Grazer EET – Efficient Energy Technology GmbH wurde am 26. Juni 2026 ein Konkursverfahren am Landesgericht Graz beantragt, das am 30. Juni offiziell eröffnet wurde. Das Unternehmen war auf Batterie-Energiespeichersysteme sowie Energiemanagement-Technologien im Bereich Plug-in-BESS spezialisiert.

Bekannt wurde EET unter anderem durch ein intelligentes Energiesystem für Haushalte sowie die Entwicklung einer sogenannten „Virtual Meter“-Technologie. Die Gesellschaft wurde ursprünglich im Jahr 2017 als Spinoff der TU Graz im Bereich Energiespeichertechnologie gegründet.

EET mit Millionen-Investment 2023

Das Startup hatte im Jahr 2023 eine Series-A-Finanzierungsrunde über rund 6,5 Millionen Euro abgeschlossen. Beteiligt waren damals etwa Statkraft Ventures, der Junction Growth Investors Fund sowie Green Fortress Capital. Die Finanzierung sollte unter anderem die Weiterentwicklung der Speichertechnologie und den Marktausbau unterstützen.

Aktuell beschäftigt das Unternehmen 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rund 95 Gläubiger:innen sind vom Verfahren betroffen. Die Aktiva werden mit etwa 341.000 Euro beziffert, während die Passiva bei rund 1,078 Mio. Euro liegen. Zusätzlich bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von rund 5,3 Mio Euro.

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Mark Reijerkerk. Zum Gesellschafterkreis zählen unter anderem Christoph Grimmer, Stephan Weinberger, Klaus Fronius, Michael Koncar, Robert Wutti und Wolfgang Glasl sowie die Investoren Statkraft Ventures AS, der Junction Growth Investors Fund und die Green Fortress Capital GmbH.

„Strukturelle Herausforderungen“

Als Ursache der wirtschaftlichen Schieflage nennt das Unternehmen insbesondere strukturelle Herausforderungen im Markt für Plug-in-BESS-Systeme. Bereits 2024 sei es infolge von Lieferkettenproblemen und starkem Wettbewerb zu einer Verschlechterung der Ertragslage gekommen. Insbesondere der Preisdruck durch internationale Anbieter habe das Geschäftsmodell belastet.

Im Herbst 2025 erfolgte eine strategische Neuausrichtung hin zur Lizenzierung der eigenen „Virtual Meter“-Technologie. Parallel wurde ein M&A-Prozess gestartet, um einen strategischen Investor zu finden. Diese Gespräche konnten jedoch nicht erfolgreich abgeschlossen werden.

Keine Sanierung

Eine Fortführung des Unternehmens ist aufgrund der Einnahmensituation nicht möglich. Laut Angaben der Kreditschützer liegt kein Sanierungsplan vor; das Konkursverfahren zielt auf die Schließung und vollständige Abwicklung des Unternehmens ab.


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