20.03.2026
LONGEVITY

Neuro Wellbeing Spa: Wiener Gründer bekämpfen Stress mit Technologie

Mit dem „Neuro Wellbeing Spa“ wollen Marcel Pieberl und Mario Felderer einen neuen Zugang zum Thema Longevity nach Wien bringen. Statt Biohacking und Leistungsoptimierung setzen sie auf Technologien zur gezielten Regeneration des Nervensystems.
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Neuro Wellbeing Spa
© zVg - Marcel Pieberl (l.) und Mario Felderer.

Stress ist in der High-Performance-Welt längst kein bloßes „Mindset-Problem“ mehr, sondern ein messbarer biologischer Faktor, der Produktivität und Longevity massiv beeinflusst. So sehen das Marcel Pieberl und Mario Felderer, Gründer von Neuro Wellbeing Spa.

Neuro Wellbeing Spa: Fokus auf Regeneration

Das Founder-Duo möchte klassische Wellness-Klischees brechen und entfernt sich von klassischer Duftkerzen-Romantik, wie sie sagen. Während viele Longevity-Konzepte stark auf Leistungsoptimierung, Biohacking oder Anti-Aging ausgerichtet sind, verfolgen die beiden in Wien bewusst einen anderen Ansatz: Longevity ohne Leistungsdruck – mit Fokus auf Regeneration des Nervensystems und Stressabbau. Sie setzen dabei Technologien wie VR-Klangwelten, Frequenzarbeit und Licht-Boostern ein.

VR-basierte Entspannungswelten

Dabei bietet ihr sogenanntes Mind Spa, das konkret im November 2025 in Wien eröffnet hat, Menschen einen Raum an, in dem jene gezielt aus dem Stress des Alltags aussteigen können sollen. Das Konzept kombiniert dabei Technologien mit einer Spa-Atmosphäre und richtet sich an Menschen, die „mentale Entspannung und nachhaltiges Wohlbefinden“ suchen. Zu den Anwendungen zählen unter anderem VR-basierte Entspannungswelten, Neurosound-Sessions sowie Anwendungen zur Stimulation des Vagusnervs.

„Unser Ansatz ist bewusst anders“, erklären die beiden Gründer. „Viele Longevity-Angebote setzen auf Optimierung und Performance. Wir wollten einen Ort schaffen, an dem Menschen ihr Nervensystem einfach regenerieren können.“

International wachse laut den Foundern das Interesse an solchen Konzepten. In Metropolen wie Los Angeles, New York City oder London entstünden verstärkt diese Mind- oder Neuro-Spas, die sich auf Stressregeneration und mentale Erholung konzentrieren. In Wien gebe es ein vergleichbares Konzept bislang kaum. Eine Besonderheit des Neuro Wellbeing Spa sei zudem das mobile Mind Spa: Die Anwendungen können hierbei außerhalb des Studios angeboten werden. Unternehmen, Hotels oder Vereine haben die Möglichkeit, das Spa-Erlebnis direkt vor Ort zu buchen – etwa im Rahmen von Mitarbeiter:innen-Wellbeing-Programmen, Events oder Retreats.

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Die Gründer Rafael Schwarz und Philipp Linsbichler vor einem Sammelmodul | © Social Cycle

Jeder kennt es: Der Softdrink ist getrunken und übrig bleibt nur die leere Plastikflasche. Was soll man mit ihr machen? Wegwerfen und so Pfandsammlern die Arbeit erschweren oder doch bis zum nächsten Supermarkt gehen und dort die Flasche ordnungsgemäß retournieren? Genau diesem Problem nehmen sich die beiden Gründer von Social Cycle, Rafael Schwarz und Philipp Linsbichler, an. Sie haben ein System zum Pfandsammeln entwickelt, das herkömmliche Pfandringe ersetzen soll. Laut den Gründern ist es u.a. flexibler einsetzbar, sauberer und billiger.

Sammeln mit einer Röhre

Social Cycle setzt auf eine röhrenartige Konstruktion, in die leere Flaschen und Dosen gesteckt werden können. Ihr Sammelsystem ist wesentlich günstiger als herkömmliche Pfandringe. „Unser System kostet zwischen 79 und 99 Euro. Die Pfandringe kosten alleine in der Produktion schon 300 Euro, mit genau der gleichen Kapazität an Flaschen. Außerdem spart man sich die Montage“, sagt der Unternehmensberater. Die Sammelkonstruktionen von Social Cycle werden nämlich nur mit Schellen fixiert, was für zusätzliche Flexibilität sorge. „Du kannst dann einfach die Module z.B. vom Bahnhof abmontieren und dann bei einem Fest montieren“, erklärt Schwarz.

Zudem sei die Reinigung wesentlich einfacher als bei allen anderen Systemen am Markt. Weiters passen die Module laut dem Co-Founder besser ins Stadtbild als bisherige Sammelsysteme. „Wir haben auch das Feedback bekommen, dass es einfach viel besser im öffentlichen Raum ausschaut, was natürlich eins der größten Probleme bei den Pfandringen ist“, erklärt Schwarz.

So sehen die Sammelmodule von Social Cycle aus. | © Social Cycle

Wien als nächstes Ziel

Social Cycle ist bereits an über 150 Standorten in Österreich und Deutschland vertreten, unter anderem in Bregenz, Steyr und Kahl am Main. Nur in Wien fehlen noch jegliche Pfandsammelsysteme. Auf brutkasten-Anfrage erklärt das Büro des Wiener Klimastadtrats Jürgen Czernohorszky (SPÖ), dass Pfandsammelsysteme auch zur „Ablagerung sonstiger Abfälle“ verwendet würden, was zu höheren Reinigungskosten führe.

„Dabei haben wir eben unser System genau so entwickelt, dass es dieses Problem nicht gibt“, erklärt Schwarz. Ab September gebe es erneut Gespräche mit der SPÖ, den NEOS und den Grünen. Der 25-Jährige ergänzt: „Wir rechnen zu 100 Prozent mit einem positiven Ausgang. Wir sind wirklich überzeugt, dass es einfach eine perfekte Lösung auch für Wien ist.“

Dem Büro des Klimastadtrats sind Gespräche im Herbst nicht bekannt. Es erklärt, dass das Einwegpfand u. a. das Ziel verfolge, Getränkeverpackungen in den Recyclingkreislauf zurückzuführen. „Die Einführung von Pfandsammelbehältnissen würde diesem Grundgedanken entgegenstehen, da dadurch ein Anreiz entstehen kann, Pfandgebinde bewusst im öffentlichen Raum zurückzulassen und deren Rückführung auf Dritte zu verlagern“, ergänzt das Büro.

Präsenz in ganz Europa

Das im März 2026 gegründete Unternehmen finanziert sich mittels Bootstrapping. Investoren soll es keine geben. Als Kunden kommen für Social Cycle Städte, Gemeinden und Abfallverbände in Frage. Die Gründer wollen ihr Produkt durch konstantes Feedback verbessern und sich so gegenüber ihrer Konkurrenz durchsetzen. Dabei setzen sie auf Mundpropaganda, Medienberichte und die eigene Kommunikation z.B. mittels Mails. Schwarz und Linsbichler denken trotz langsamen Wachstums bereits an die nächsten großen Schritte. Das Startup soll u.a. nach Holland und Irland expandieren und seine Präsenz in Deutschland verstärken. Schwarz möchte mit dem Pfandsammelsystem auch in Hamburg und Berlin vertreten sein. „Unser Ziel ist es wirklich, dass unsere Module in die Infrastruktur eingebunden sind wie Mistkübel, in ganz Europa“, stellt der Co-Founder fest.

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