12.04.2021

Neuralink: Durchbruch bei Elon Musks umstrittenem Gedanken-Lese-Startup

Mit einem Affen, der nur über seine Gedanken den Videospiel-Klassiker Pong spielt, zeigte Elon Musks Neuralink nun, was seine Technologie schon kann.
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Makake Pager spielt via Neuralink-Implantat Pong
Makake Pager spielt via Neuralink-Implantat Pong | Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=LgJpYOTll8U

Was auf den ersten Blick wie eine Spielerei aussieht, birgt vielleicht noch mehr disruptives Potenzial, als Tesla, SpaceX und die Boring Company. Elon Musks Neuralink veröffentlichte nun ein Video, in dem man den neunjährigen Makaken Pager den Videospiel-Klassiker „Pong“ spielen sieht – nur über seine Gedanken. Dem Affen wurde dazu zunächst ein Gehirnströme-messendes Implantat eingesetzt. Nach sechs Wochen Pong-Training mit einem Joystick wurde dieser dem Tier dann weggenommen. Das Ergebnis lässt sich sehen (siehe Video).

Mittelfristig soll die Technologie ganz neue Möglichkeiten eröffnen. So soll sie etwa Personen mit Lähmungen befähigen, Smartphones zu bedienen, oder langfristig überhaupt ihre Mobilität wiederzuerlangen. Freilich sind Einsatzmöglichketien in unterschiedlichsten Bereichen denkbar, was dem Konzept bereits viel Kritik einbrachte. Wie auch viele andere Technologien könnte Neuralink etwa im militärischen Bereich zum Einsatz kommen. Auch ein möglicher Missbrauch der „Gedanken-Lese“-Implantate wird – mit dystopischer Science Fiction im Hinterkopf – von Kritikern immer wieder ins Treffen geführt.

Neuralink: Hirn-Implantat für Normalverbraucher?

Kritisiert wird zudem, dass Elon Musks Startup keine wissenschaftlichen Papers zu seinen Erkenntnissen veröffentlicht, weswegen diese nicht von Dritten überprüfbar sind. Das prinzipiell sehr leicht fälschbare Video dient als einziger Beweis für die Öffentlichkeit.

Musk hat jedoch mit seinen anderen Unternehmen mehrfach bewiesen, dass seinen Ankündigungen Taten folgen und auch Video-Beweise glaubwürdig sind. Insofern lässt sich das disruptive Potenzial von Neuralink wohl gar nicht groß genug einschätzen. Letztlich besteht überhaupt kein Zweifel daran, dass Gedanken-Steuerung auch für Normalverbraucher einen absoluten Durchbruch in Sachen UX bedeuten würde. Wie hoch die Bereitschaft zum eigenen Hirn-Implantat ist, steht freilich auf einem anderen Blatt geschrieben.

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„Wir freuen uns sehr, unseren sechsten Fonds anzukündigen! Wir haben 1,1 Milliarden Euro eingeworben, um weiterhin die nächste Generation außergewöhnlicher europäischer Gründer in der Wachstumsphase auf ihrem Weg zum Aufbau herausragender Unternehmen zu unterstützen“, schreibt die Investment Firma Highland Europe auf LinkedIn.

Unterstützung für Tech-Companies

Das Unternehmen konzentriert sich auf Investments in der Wachstumsphase von Unternehmen und hat den Hauptsitz in London und Genf. Zu den bislang über 80 Unternehmen, die mit 3,75 Mrd. Euro unterstützt wurden, zählen 9fin, AMCS, Bending Spoons, Camunda, EGYM, Featurespace, GetYourGuide, Huel, hyperexponential, ME+EM, Nexthink, n8n, Wolt und Zwift. Man arbeite als Partner mit Gründer:innen zusammen, die globalen Marktführer ihrer Kategorie aufbauen, so die Zielsetzung von Highland.

„Wir sind unseren Limited Partners für ihr langjähriges Vertrauen und ihr Engagement für Fonds VI zu tiefstem Dank verpflichtet. Ihre Unterstützung ermöglicht es uns, Europas ambitionierteste Gründer in einem einzigartig transformativen Moment weiter zu begleiten, während KI jede Branche neugestaltet. Wir haben Highland Europe 2012 als dauerhafte, gleichberechtigte Partnerschaft gegründet“, heißt es von Sam Brooks, Partner bei Highland Europe.

Exit & Börsengang

Zu den jüngsten Erfolgen von Highland zählen der Verkauf von Nexthink an eine Private-Equity-Gesellschaft für 3 Milliarden US-Dollar, der vereinbarte Verkauf von Huel an Danone, die 7,5 Milliarden US-Dollar schwere Fusion von EGYM und Playlist sowie der Börsengang von Bending Spoons (NASDAQ: BSP) mit einer Marktkapitalisierung von über 18 Milliarden US-Dollar.

Neue Partner

Neben dem Fonds VI, gibt es auch Neuigkeiten auf der Partner-Ebene. Die Highland-Investoren Helena Richardson und Jacob Berstein wurden zu Partnern befördert. Richardson kam 2016 zu Highland und hat unter anderem Unternehmen wie Ffern, ME+EM, Modulr und Huel unterstützt. Bernstein ist seit 2017 im Unternehmen und investiert in Enterprise-Unternehmen wie Unframe, Zero Networks, Oritain und Descartes Underwriting.

„Helena und Jacob haben in den vergangenen zehn Jahren jeweils dazu beigetragen, das Unternehmen aufzubauen, und ihre Beförderungen spiegeln wider, welch außergewöhnliche Investoren, Führungskräfte und Partner sie geworden sind“, so Brooks.

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