01.04.2016

Video: Aufgaben von Führungskräften

Was machen eigentlich Führungskräfte? - In unserem Verständnis geht es bei Führung um das zielorientierte Gestalten von sozialen Situationen innerhalb eines organisierten Ganzen. Es geht also um Ziele – die der Organisation und die der Menschen in der Organisation.
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Damit dies in ein wirksames Zusammenspiel kommt, braucht es Führung. Führung ermöglicht der Organisation, sich auf ein Ziel hin auszurichten und dazu braucht es Führungskräfte. Deren Aufgabe ist es, im Unternehmen dafür zu sorgen, dass die Menschen, für die sie verantwortlich sind, wirksam werden können.

Dazu gehört es, Prozesse zu gestalten, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu klären. So gestaltet man soziale Situationen.

Damit diese einzelnen Situationen wirksam zusammenspielen, braucht es klare Ziele:

  • Wohin will Ihr Unternehmen gehen?
  • Was möchten Sie für Ihre Abteilung erreichen?
  • Welchen konkreten Auftrag hat Ihr Team?

Und es braucht eine Abstimmung über die verschiedenen Ziele, damit das Unternehmen insgesamt Erfolg hat.

Führungskräfte versuchen, das eigene Unternehmen wirksam zu gestalten. Sie sorgen dafür, dass sich Mitarbeiter auf ihre Aufgaben konzentrieren können, weil diese wissen, dass die Führungskräfte sich auf ihre Aufgaben – nämlich Führung konzentrieren. Damit dies gelingt, müssen die Führungskräfte selbst auch als Team agieren. Denn Führung ist heute nur noch im Zusammenspiel von vielen Kräften möglich. Abstimmung, Koordination und Aushandlung sind deswegen wichtige Tätigkeiten einer Führungskraft.

Eine weitere Aufgabe von Führungskräften, ist die des Übersetzers. Sie übersetzen die Anforderungen des Marktes in klare Visionen für die Produktentwicklung. Oder sie übersetzen die Gesetze der Politik in klare interne Regeln für die Gestaltung von Prozessen. Außerdem verwandeln sie die Erwartungen anderer Abteilungen in die Sprache der eigenen Abteilung. Diese Übersetzungsarbeit ist heute ein wichtiger Aspekt von Führung und deswegen eine Aufgabe, auf die Führungskräfte viel Zeit verwenden sollten.

Aus dem Kurs: Personal & Führung: Ihre Aufgaben und wirkungsvolles Delegieren

Über die Autorin: Dr. Tania Lieckweg

Dr. Tania Lieckweg ist systemische Organisations- und Managementberaterin mit den Schwerpunkten Strategieentwicklung, Führung und Begleitung von Veränderungsprozessen in der Organisationsentwicklung.

Ihre Beratungsschwerpunkte der letzten Jahre liegen in Projekten zu Strategieentwicklung und strategischer Neuausrichtung von Unternehmen und Organisationseinheiten, dabei auch in der Beratung von Management-Teams in Strategieumsetzung, Organisationsentwicklung und Veränderungsmanagement sowie in der Konzeption und Durchführung von Führungskräfte-Entwicklungsprogrammen.

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V.l.n.r. LH Stv. Stephan Pernkopf, COO Gate Space Johannes Pammer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher | © NLK Filzwieser

Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.

Unabhängigkeit und Wertschöpfung

Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“

Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“

Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen

Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.

Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.

Der Beatconsat (Bildmitte) wurde von Gate Space im Auftrag des Verteidigungsministeriums entwickelt. | © brutkasten

Auf Space Factory folgt Ausbau von Space Hub

Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Space Region Lower Austria

In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.

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