23.09.2025
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Neuer Vorstand der DAAA will Wien zum europäischen Crypto-Hub machen

Die Digital Assets Association Austria (DAAA), Gemeinschaft für Blockchain Innovationen, verkündet einen neuen Vorstand und positioniert eine "klare Mission".
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Walter Mösenbacher (Geschäftsführer von DAAA), Paul Pöltner (Präsident von DAAA). Foto: DAAA

Am heutigen Morgen, dem 23. September, startet die Digital Assets Association Austria (DAAA) mit einem neuem Vorstand, der mit 100 Prozent der Mitgliederstimmen gewählt wurde. Zu den neuen führenden Stimmen gehören nun Astrid Woollard (Smape Capital), Georg Harer (Bybit EU) und Maximilian Gartner (Blockpit AG).

Seit ihrer Gründung vor sieben Jahren gehören zur DAAA über 40 institutionelle Mitglieder, darunter Bitpanda, Bybit und KuCoin sowie Banken wie die Erste Group und Raiffeisenbank International.

Der neu DAAA-Vorstand

Der wiedergewählte DAAA-Obmann Paul Pöltner ist Gründer von Simply Tokenized, Guiding Innovators und GEM x AG. Seit 2020 ist er bei der DAAA und Mitglied des Expertenrats bei Gubbi AG. „Digital Assets sind gekommen, um zu bleiben. Gemeinsam mit unserem starken Vorstand wollen wir Innovation fördern, smarte Regulierung mitgestalten und Österreichs Rolle als führenden Standort im digitalen Kapitalmarkt ausbauen. Wir stehen für Innovation, Zukunft und Jobs, die durch Unternehmen im Cryptobereich geschaffen werden“, kommentiert Präsident Pöltner seine Wiederwahl.

Die Vizeobmänner sind Business Angel Niki Futter und Oliver Stauber, CEO von KUCoin EU. Geschäftsführer bleibt Walter Mösenbacher, Professor an der WU, Strategic Advisor und DACH-Region Ambassador von FINTECH Circle. Von 2000 bis 2021 war er Geschäftsführer der Raiffeisen e-force GmbH (brutkasten berichtete über ihn).

Die Gesichter hinter dem neuem Vorstand:

DAAA Vorstand. Foto: DAAA

Ziele der DAAA

Die DAAA verfolgt ambitionierte Ziele: Wien soll als europäisches Crypto-Hub etabliert werden. Innovationen sollen mit realen Use-Cases verbunden werden. Laut der DAAA nutzen bereits rund 10 Prozent der Bevölkerung Kryptowährungen wie Bitcoin, die anderen 90 Prozent möchte die Organisation künftig gezielt ansprechen.

Zudem soll der konstruktive Dialog mit Regulatoren gefördert und Brücken zwischen Österreich und der internationalen Blockchain-Welt gebaut werden.

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(c) Adobe Stock - kwarkot

In einem Interview mit brutkasten im Februar dieses Jahres hob die Wiener Digitalstadträtin Barbara Novak (SPÖ) den Standort Wien für eine „AI Gigafactory“ noch hervor. Die Abwärme der Server sollte dabei direkt in das bestehende Fernwärmenetz eingespeist werden, so das Konzept. „Bei einer AI Gigafactory fällt sehr viel Abwärme an, mit der bis zu 200.000 Haushalte versorgt werden könnten. Das wäre ein wesentlicher Beitrag zur Dekarbonisierung der Fernwärme und stellt eine klassische Win-win-Situation dar“, so Novak im Interview.

Brief von Digitalstadträtin an EU

Die Auflagen der Förderung seien von Seiten der EU nun aber dahingehend geändert worden, dass das Projekt an keinen bestimmten Standort bzw. an keine definierten Auflagen gebunden werden dürfe, berichtet die Tageszeitung Kurier. Ein zentrales Element der Wiener Bewerbung beinhaltet jedoch die erwähnte Anknüpfung der Gigafactory an das Fernwärmenetz (brutkasten berichtete). Laut Kurier wird in einem offiziellen Brief der Digitalstadträtin an die EU nun dazu aufgerufen, die Auflagen für die Förderung nochmal zu überdenken.

„Einkaufsgemeinschaften“ nicht passend für Stadt Wien

Das Finanzierungsmodell für das 5-Milliarden-Euro-Projekt sah ursprünglich vor, dass zwei Drittel der Mittel von privaten Investoren und ein Drittel gemeinschaftlich von der Stadt Wien, dem Bund sowie der EU aufgebracht werden. Aktuelle Bestrebungen in Brüssel sehen nun jedoch die Bildung von standortungebundenen „Einkaufsgemeinschaften“ vor. Für Wien würde dies bedeuten, dass das Projekt nicht mehr zwingend an die geplante Abwärme-Integration in das Fernwärmenetz gekoppelt werden dürfte. Da diese Koppelung jedoch eine Grundvoraussetzung der Wiener Bewerbung ist, wird eine Beteiligung unter den geänderten Bedingungen derzeit hinterfragt.

Fünf Gigafactories geplant

Bis zum Jahr 2028 plant die Europäische Union den Baubeginn von bis zu fünf neuen „AI-Gigafactories“. Diese hochmodernen Rechenzentren sollen speziell auf die enormen Anforderungen zugeschnitten werden, die das Training und der laufende Betrieb fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz mit sich bringen. Dabei legt die EU besonderen Wert auf strengste Maßstäbe in den Bereichen Datensicherheit, IT-Schutz und Energieeffizienz.

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