25.08.2017

Neuer Rat für Robotik in Österreich: „Roboter-Technologie ist weder gut noch böse“

Ein neuer "Roboter-Rat" soll evaluieren, welche Schritte notwendig sind, damit Österreich in Robotik-Themen international mehr Bedeutung zukommt. Der Rat bekommt dafür eine Million Euro als Arbeitsbudget zur Verfügung gestellt.
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Nur 16 Prozent in Österreich glauben, dass Roboter in Zukunft "menschlich" sein könnten oder gar Gefühle entwickeln.

Rasante Entwicklungen im Bereich Artificial Intelligence, sowie in der Robotik, werden bald unseren Alltag erreichen- und diesen nachhaltig verändern. Kinofilme und Serien bereiten uns seit Jahren auf mögliche Szenarien vor. Vielleicht ist dies mit ein Grund, wieso Österreicher den Veränderungen grundsätzlich positiv gegenüber stehen.

Roboter: im Haushalt ja, in der Arbeitswelt nein

Das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungs-Institut SORA unter 1.000 Personen ist durchaus überraschend. Die Hälfte der befragten Personen glaubt, dass Roboter in ihrem Leben bald so selbstverständlich sein werden wie Smartphones. Vor allem was den Haushalt betrifft, ist die Akzeptanz groß: Über 50 Prozent der Österreicher würden sich über Roboter-Haushilfen freuen. Dies trifft nur auf 36 Prozent zu, wenn es um die Arbeitswelt geht.

Roboter ohne Gefühl

Beim Job sehen generell die meisten rot. Viele befürchten, dass Roboter unterschätzt werden könnten. Zwei Drittel wollen Gesetze, die regeln, welche Arbeiten von Robotern ersetzt werden dürfen- und welche nicht. Und das, obwohl ein Drittel davon ausgeht, dass Maschinen ihre Arbeit nicht erledigen könnten.

Interessant: Nur 16 Prozent in Österreich glauben, dass Roboter in Zukunft „menschlich“ sein könnten oder gar Gefühle entwickeln können.

Österreicher haben „Erwartungen, aber auch Sorgen“

„Roboter übernehmen immer mehr Aufgaben in unserem Alltag. Sie helfen etwa beim Putzen im Haushalt oder am Fließband in der Fabrik. Daran knüpfen die Österreicherinnen und Österreicher viele Erwartungen, aber auch Sorgen. Das nehmen wir ernst“, erklärt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried in einer Aussendung. „Darum haben wir den Roboter-Rat ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten erarbeiten wir einen Plan, wo und wie Roboter in unserem Leben einen Platz haben werden. Wir entscheiden, wo die Reise hingeht. Der Mensch muss dabei immer im Mittelpunkt stehen.“

Roboter-Rat ab Herbst mit 1 Mio. Euro Budget

Mit dem Roboter-Rat möchte man einen Wunsch der Österreicher erfüllen, sich auch auf politischer Ebene mehr mit dem  Thema zu befassen, sowie zeitgleich eine Strategie zu erarbeiten. „Roboter-Technologie ist weder gut noch böse. Erst ihr konkreter Einsatz birgt Potenziale und Risiken für Mensch und Gesellschaft. Daher ist es wichtig, eine sorgsame Strategie im Umgang mit dieser Technologie zu erarbeiten“, meint Sabine Köszegi, TU-Professorin und Direktorin des Entrepreneurship Center Vienna. „Die Entwicklungen in der Robotik sind rasant. Selbst die Fachleute verlieren hier leicht den Überblick. Der Robotik-Rat soll daher auch Information für die breitere Öffentlichkeit aufbereiten und zu einer sachlichen Diskussion rund um das Thema beitragen.“

„Die Entwicklungen in der Robotik sind rasant. Selbst die Fachleute verlieren hier leicht den Überblick“, Rat-Vorständin Sabine Köszegi.

Mit einer Million Euro Budget soll der Rat ab Herbst eine Strategie zum Einsatz von Robotik und künstlicher Intelligenz entwickeln. Außerdem soll er erarbeiten, wie heimische Betriebe die Chancen besser nützen können, welchen Risiken bei der neuen Technologie begegnet werden müssen und welche Maßnahmen in der Forschungsförderung notwendig sind, um in der Robotik führend zu werden. Dazu soll der Rat Empfehlungen für Politik, Wirtschaft und die Bevölkerung ausarbeiten.

 

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© Pavel Becker - Marc Hess.

Mit der Bestellung von Marc Heß zum CFO möchte N26 die Umsetzung seiner Ziele vorantreiben und das digitale Banking-Angebot im letzten Quartal dieses Jahres sowie im kommenden Jahr weiter ausbauen.

N26-CFO kommt von Deutscher Postbank

Heß bringt Führungserfahrung im Bankwesen in seine neue Rolle als CFO bei N26 ein, nachdem er jahrzehntelang leitende Führungspositionen bei führenden deutschen Finanzinstituten innehatte. Er begann seine Karriere im Bereich Investor Relations und war bei der Deutschen Postbank tätig; dort verantwortete er über elf Jahre lang die Finanzgeschäfte, nachdem er 2007 zum CFO und 2015 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt worden war. Parallel dazu fungierte er mehrere Jahre lang als Global CFO für das Segment Privat- und Geschäftskunden der Deutschen Bank. Zuletzt war er von 2018 bis 2024 als CFO der Aareal Bank tätig.

„Neue Phase“

Andreas Dombret, Vorsitzender des Aufsichtsrates von N26, kommentiert die neue Personalie: „Der Aufsichtsrat freut sich, Marc Heß als neuen Finanzvorstand bei N26 willkommen zu heißen. Vor allem mit seinem tiefgreifenden Verständnis des Privatkundengeschäfts sowie seiner regulatorischen Expertise ist Marc Heß die ideale Persönlichkeit für das starke Führungsteam von N26. Mit seiner Ernennung sind alle Positionen im Vorstand der Digitalbank besetzt. Marc Heß’ umfassende Kompetenzen werden zum Erfolgskurs von N26 beitragen – insgesamt ist das Unternehmen damit für die Zukunft noch stärker aufgestellt“, sagt er.

Und Heß selbst ergänzt: „Was N26 in der Branche erreicht hat, ist beeindruckend. Das Unternehmen startet nun in eine neue Phase. Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit Mike Dargan (Anm.: CEO) und dem gesamten Managementteam zu gehen.“

Dargan sieht Heß‘ Expertise als entscheidend an, um das nächste Kapitel von N26 zu schreiben: „Und um unsere Position als Europas vertrauenswürdigste digitale Hauptbank weiter auszubauen.“

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