Wie der brutkasten berichtete, hat sich der Streaming-Anbieter Mitte Juli Microsoft als Partner geholt, um Werbung zu schalten. Mit dem Ziel, ein billigeres Angebot zu starten, um neue Kund:innen zu gewinnen. Einem Bericht der Kontroll-Plattform safebettingsites nach sollen die jährlichen Einnahmen von Netflix aus Anzeigen auf dem US-Markt bis 2026 voraussichtlich 1,7 Milliarden Dollar erreichen.
Netflix-Aktie: Minus 40 Prozent zu Jahresbeginn
Die Einführung von Werbung durch Streaming-Plattformen war ein wichtiger Diskussionspunkt im heurigen Jahr. Zu Beginn dieses Jahres stürzte der Aktienkurs des Streaming-Riesen innerhalb von zwei Tagen um mehr als 40 Prozent ab. Inmitten dieser Entwicklung, sinkender Einnahmen und schwindender User:innen kam diese Idee auf, mit Ads dem Trend entgegenzuwirken.
Im vergangenen Monat hat Netflix in acht Ländern, darunter auch in den USA, ein preisgünstigeres Werbeangebot eingeführt. Es wird erwartet, dass das gleiche Abo-Angebot in Kürze auch in anderen Regionen eingeführt wird. Österreich ist vorerst jedoch noch nicht darunter.
Werbeeinahmen Netflix: Wachstumsrate von 39 Prozent
Dem Bericht von Activate Consulting zufolge dürften die Werbeeinnahmen von Netflix im Jahr 2023 in den USA 0,63 Milliarden US-Dollar erreichen. Erwartet wird, dass die Werbeeinnahmen zwischen 2023 und 2026 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 39 Prozent steigen werden.
Auch Disney+ mit werbefinanzierten Plänen
Als Fallbeispiel dient hierbei die Streaming-Plattform Hulu, die sich derzeit im Besitz der Walt Disney Company befindet und schon immer Werbung unterstützt hat.
Hulu hat im Jahr 2022 in den USA 3,4 Milliarden Dollar an Werbeeinnahmen erzielt. Tendenz steigend.
Auch Disney+ plant die Einführung von werbefinanzierten Angeboten („Disney Plus Basic“). Hier rechnet man ebenso mit Werbeeinnahmen von über einer Milliarde, konkret mit 1,4 Milliarden US-Dollar bis 2026.
Mit einer patentierten Technologie für physisch getrennte Netzwerkverbindungen will Airgapnet die IT-Sicherheit von Unternehmen neu denken. Das oberösterreichische Startup startet direkt mit einem siebenstelligen Investment in die Skalierung seines Geschäfts.
Mit einer patentierten Technologie für physisch getrennte Netzwerkverbindungen will Airgapnet die IT-Sicherheit von Unternehmen neu denken. Das oberösterreichische Startup startet direkt mit einem siebenstelligen Investment in die Skalierung seines Geschäfts.
Mit der Gründung der Airgapnet GmbH entstand in Oberösterreich ein neues Cybersecurity-Startup mit dem Ziel, Unternehmen vor Cyberangriffen zu schützen, die selbst modernste Sicherheitslösungen umgehen können.
Airgapnet: Mit Gründung gleich Kapital
Gegründet wurde es von Markus Roth, Sergey Shelenkov, Florian Mihalits und Peter Ziehesberger, die langjährige Erfahrung aus den Bereichen IT-Sicherheit, Netzwerktechnik, Elektronikentwicklung, Softwareentwicklung und Unternehmensführung mit sich bringen.
Zeitgleich mit der Unternehmensgründung konnte Airgapnet sich ein siebenstelliges Investment sichern. Das Kapital wird in die Skalierung der Produktion, den Ausbau der Produktentwicklung, den Aufbau internationaler Vertriebspartnerschaften sowie die Weiterentwicklung der patentierten Technologie investiert. Angaben zum Investor wurden auf Wunsch der beteiligten Parteien nicht veröffentlicht.
Physische Trennung von Netzwerkverbindungen
Das Neuhofener Unternehmen baut auf einer patentierten Technologie auf, die einen anderen Ansatz verfolgt als klassische Cybersecurity-Lösungen, heißt es. Während Firewalls, Endpoint-Protection und andere Sicherheitsprodukte versuchen, Angriffe zu erkennen und zu filtern, setzt Airgapnet auf die physische Trennung von Netzwerkverbindungen.
Künstliche Intelligenz ermöglicht es heutzutage Angreifern, Schwachstellen automatisiert zu analysieren, Angriffe zu personalisieren und Sicherheitsmechanismen effizienter zu umgehen. Besonders kritisch seien sogenannte Zero-Day-Exploits. Dabei handelt es sich um bislang unbekannte Sicherheitslücken, z. B. in Firewalls, für die noch keine Sicherheitsupdates oder Schutzmaßnahmen existieren. Wenn eine solche Schwachstelle entdeckt wird, hätten Unternehmen oft keine Möglichkeit, sich unmittelbar zu schützen: „Die Anzahl neuer Schwachstellen steigt rasant. Gleichzeitig verkürzt KI die Zeit zwischen dem Finden einer Schwachstelle und ihrer aktiven Ausnutzung drastisch. Unternehmen stehen dadurch vor einer völlig neuen Herausforderung“, erklärt Mitgründer und Geschäftsführer Markus Roth. Auch der zukünftige Einsatz von Quantencomputern verlangt bereits im Vorfeld die Erstellung neuer Sicherheitskonzepte.
Das Firewall-Problem
Eine Firewall sei letztlich ein intelligenter Filter, so die Founder weiter. Sie entscheidet anhand von Regeln, welche Datenpakete passieren dürfen und welche nicht. Doch jede Firewall basiert auf Software und Regeln. Fehlerhafte Konfigurationen, unbekannte Schwachstellen, kompromittierte Zugangsdaten oder Zero-Day-Exploits können dazu führen, dass Angreifer diese Schutzschicht überwinden.
„Selbst die besten Firewalls bieten daher niemals einen 100-prozentigen Schutz über einen beliebigen Zeitraum hinweg. Genau deshalb verfolgen viele Sicherheitsexperten sowie militärische Einrichtungen seit Jahren das Prinzip des sogenannten Air-Gappings, also der physischen Trennung kritischer Systeme“, liest man in der Aussendung.
In diesem Sinne trennen die von Airgapnet entwickelten Systeme Netzwerkverbindungen physisch voneinander und verbinden sie nur dann, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Das Unternehmen bezeichnet diesen Ansatz als „Online when needed“ statt „Always online“. Dadurch würde vor allem die Angriffsfläche reduziert.
Airgapnet mit neuer Ebene
Die Technologie wurde insbesondere für Unternehmen entwickelt, für die IT-Sicherheit wesentlich ist, um damit unter anderem Backup-Systeme, industrielle Steuerungen, Fernwartungszugänge und Internetzugänge zu schützen. Die Gründer sehen sich dabei als Teil einer neuen Generation europäischer Cybersecurity-Unternehmen, die auf technologische Unabhängigkeit, physische Sicherheit und praktikable Lösungen setzen.
„Die Cybersecurity-Branche konzentriert sich seit Jahrzehnten darauf, Angriffe zu erkennen. Wir ergänzen diesen Ansatz um eine weitere Ebene: Wenn eine Verbindung nicht existiert, ist ein Angriff auf sie chancenlos“, erklärt Sergey Shelenkov, Mitgründer und Geschäftsführer. „Genau diese Einfachheit macht unsere Technologie so wirkungsvoll.“
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