01.03.2016

Netflix zahlt 4000 US-Dollar für Fotos von Filmschauplätzen

Wer gerne Fotos von originalen Filmschauplätzen macht, sollte jetzt die Ohren spitzen. Und zwar bei diesem Jobangebot von Netflix: Der Streaming-Anbieter bezahlt 4000 US-Dollar wenn man zwei Wochen herumfährt und Drehorte fotografiert.
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Netflix zahlt 4000 US-Dollar für Fotos von Original-Filmschauplätzen. Foto: Wikipedia

Sei es das Feuerwehrhaus von „Ghost Busters“ in New York, DER Strand von „The Beach“ auf Phi Phi Le in Thailand oder Tom Turbo in Schönbrunn. Menschen, die Filme mögen, mögen es meist auch Filmdrehorte zu fotografieren. Und jetzt kommt der Hammer – der Online-Streaming Anbieter Netflix bezahlt bis zu 4000 US-Dollar für Fotos von Originalschauplätzen

Netflix sucht nach „Grammasters“

screenshot netflix
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Netflix ist auf der Suche nach „Grammasters“ – Menschen, die im Auftrag des Streaming-Giganten quer durch Europa und den Mittleren Osten reisen und Fotos von originalen Film- und Serienschauplätzen mit dem Smartphone schießen. Ausgehen tut diese Stellenausschreibung von einer groß angelegten Social-Media-Offensive. Die Fotos sollen anschlißened auf dem Netflix-Instagram Kanal (mehr als eine Million Abonnenten) veröffentlicht werden.

4.000 US-Dollar Gehalt in 2 Wochen

Schlechte Nachrede will sich Netflix keine leisten. Der Job ist natürlich bezahlt. Richtig gut bezahlt. Die zunächst auf einen Zeitraum von zwei Wochen beschränkte Tätigkeit entlohnt Netflix mit einem Gehalt von 4.000 US-Dollar brutto. Die anfallenden Reisekosten werden ebenfalls übernommen. Ein Bewerbungsschreiben inklusive Lebenslauf erwartet Netflix ebenfalls nicht.

Bewerbung bis 6. März

Wer sich dieses einmalige Jobangebot nicht entgehen lassen möchte, muss den Instagram-Account von Netflix abonnieren und bis zum 6. März drei Fotos unter dem Hashtag #grammasters3 veröffentlichen. Das wars dann auch schon mit Vorgaben. „Die gewählten Motive sollten die persönlichen Interessen und Leidenschaften des Nutzers widerspiegeln“, heißt es von Seiten des Unternehmens.

+++Mehr zum Thema: Netflix Konkurrenz aus Österreich+++

Bereits 51.000 veröffentliche Fotos

Bei einem deratig attraktiven Angebot, ist natütrlich auch die Konkurrenz groß. Nach heutigem Stand sind unter dem Hashtag bereits mehr als 51.000 Fotos veröffentlicht worden.Am 11. März will Netflix aus dem Fundus insgesamt 25 Finalisten bestimmen. Diese werden benachrichtigt und zu einem Skype-Interview eingeladen.

Netflix behält sich Rechte für Werbezwecke

Im Kleingedruckten räumt sich Netflix das Recht ein, Namen und Fotos der „Grammasters“ für Werbezwecke zu nutzen.

Hier geht’s zur Stellenausschreibung.

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Vlnr: Mag. Markus Manz (CEO SCCH Innovations GmbH) und die Gründer*innen von LUML, Nikita Gonchar, Oleh Kostromin und Iryna Kondrashchenko | (c) SCCH

Das Software Competence Center Hagenberg forscht als COMET-Zentrum seit Jahren für Industriepartner wie Siemens, Bosch oder Fronius. Mit der SCCH Innovations GmbH will das oberösterreichische Forschungszentrum seine Ergebnisse zusätzlich auch selbst in Unternehmen überführen, statt sie ausschließlich an Auftraggeber weiterzugeben. „Es war mir immer ein besonderes Anliegen, dass die Ergebnisse unserer Forschung nicht mit dem Abschluss eines Forschungsprojekts enden, sondern ihren Weg in die wirtschaftliche Anwendung finden“, sagt Markus Manz, CEO der SCCH Innovations GmbH.

Rund 30 Unternehmen als Ziel

Im Gespräch mit brutkasten formuliert Manz ein ambitioniertes Zielbild: Rund 30 Beteiligungen sollen bis 2030 und darüber hinaus realisiert bzw. aufgebaut  werden. Die Vision beschreibt er als Unendlichsymbol (∞), welches das Forschungs- und das Gründerökosystem iterativ verbindet. Tiefe Technologien aus der angewandten Forschung sollen in Unternehmensgründungen überführt werden, die Rückflüsse daraus wiederum die Forschung speisen. Es gehe dabei nicht darum, eine App zu entwickeln, betont Manz, sondern darum, tiefe Technologien aus der eigenen Forschung mit Industriepartnern und Universitäten in Unternehmensgründungen zu bringen. Ein vergleichbares Modell, bei dem ein angewandtes Forschungszentrum eine eigene Beteiligungsgesellschaft betreibt, kenne er aus seiner Recherche nicht.

Die Gesellschaft soll zu Beginn mit rund 500.000 Euro kapitalisiert werden. Große Einzelinvestments sind damit nicht geplant: Die Ticketgröße für Erstinvestments liegt laut Manz bei maximal 100.000 Euro. Das Startkapital soll Gründer:innen helfen, die erste Phase zu überbrücken, Förderungen einzureichen und das Produkt weiterzuentwickeln. Noch heuer sind drei weitere Beteiligungen geplant, zwei davon im Deep-Tech-Bereich und eine im Dienstleistungsbereich, um schneller rekapitalisieren zu können.

Die Wege in den Markt

Die SCCH Innovations GmbH verfolgt mehrere Beteiligungsmodelle. Bei klassischen Spinoffs aus Forschungsprojekten setzt das Forschungszentrum bewusst auf externe, erfahrene Gründer:innen statt auf die eigenen Forscher:innen. Diese erhalten die Mehrheit der Anteile, während sich das SCCH einen bis zu einem vereinbarten Unternehmenswert nicht verwässerbaren Minderheitsanteil sichert. Dazu kommen Joint Ventures mit Unternehmenspartnern, etwa die gemeinsam mit TÜV AUSTRIA gegründete TRUSTIFAI, der österreichische Prüf- und Zertifizierungshub für KI-Systeme, sowie strategische Beteiligungen ohne Kapitalfluss.

Das vierte Modell heißt Research for Equity: Das SCCH bringt Forschungs- und Entwicklungsleistungen in ein Startup ein und erhält dafür, ganz oder teilweise anstelle einer klassischen Vergütung, Unternehmensanteile. „Mit diesen unterschiedlichen Modellen schafft die SCCH Innovations GmbH neue Möglichkeiten für den Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft“, so Manz.

Erste Beteiligungen

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt die erste Beteiligung der neuen Gesellschaft. Oleh Kostromin, Data Scientist am SCCH, hat gemeinsam mit Iryna Kondrashchenko und Nikita Gonchar die LUML FlexCo gegründet. Die entwickelte Plattform soll Data Scientists helfen, Machine-Learning-Modelle schneller in die Praxis zu bringen, und ist von Anfang an darauf ausgelegt, dass Menschen und KI-Agenten gemeinsam an ML-Projekten arbeiten. „LUML läuft auf der Infrastruktur des jeweiligen Unternehmens. Die Daten und Modelle verlassen die Unternehmensumgebung nicht“, sagt Kostromin.

An LUML hält die SCCH Innovations GmbH auf brutkasten-Nachfrage fünf Prozent, als reine strategische Beteiligung ohne Kapitalfluss. Laut Manz bringt das SCCH dafür vor allem Zugang zu seinem Industrienetzwerk, eine gemeinsame Vermarktungskampagne und Mitarbeiterstunden ein und setzt die Plattform in eigenen Forschungsprojekten ein. Zusätzliches Kapital habe das Startup nicht benötigt, weil das Produkt bereits fertig entwickelt war. Der bewusst niedrige Anteil soll LUML für spätere Investoren attraktiv halten. Das Wachstum soll vorerst gebootstrapped erfolgen, je nach Entwicklung sind laut SCCH aber auch eigene Finanzierungsrunden denkbar.

Das SCCH gehört als Mitglied des UAR Innovation Network zu den Beteiligungsgesellschaften der Upper Austrian Research GmbH und beschäftigt derzeit rund 130 Mitarbeiter:innen. Bereits im Jänner hatte sich das Forschungszentrum am KI-Spin-off Responsible Annotation Services beteiligt (brutkasten berichtete) und hält weitere Beteiligungen, die zukünftig auf die SCCH Innovations GmbH übertragen werden sollen.

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