09.10.2025
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Neoh: Bueno-Alternative schlägt Snickers und KitKat im Verkaufsregal

Nach dem Launch des neuen Schokoriegels "Crisp N Cream" im März kann das österreichische Food-Tech-Unternehmen Neoh nun einen Erfolg im hart umkämpften Riegelsegment vorweisen.
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NEOH Gründerteam, v.l.n.r.: Adel Hafizovic (CSO), Alexander Gänsdorfer (CGO), Manuel Zeller (CEO), Patrick Kolomaznik (COO), Copryright: Dominic Berchtold
© Dominic Berchtold - Neoh-Gründerteam, v.l.n.r.: Adel Hafizovic (CSO), Alexander Gänsdorfer (CGO), Manuel Zeller (CEO), Patrick Kolomaznik (COO).

Im März launchte das Wiener Süßigkeiten-Scaleup Neoh einen neuen Riegel, „Crisp N Cream“, und bot seitdem neben dem Online-Vertrieb das neue Produkt auch im Einzelhandel an. Rund sieben Monate später vermeldet man einen bemerkenswerten Erfolg.

Neoh und die Champions League des Supermarktes

In dieser Zeit kletterte der Neoh-Riegel im Verkaufsranking bei Billa Österreich von 0 auf Platz 3 – nur hinter den Branchenklassikern Kinder Riegel und Duplo Multipack. Damit ließ man Snickers, Mars (beide Mars, Incorporated) und KitKat (Nestlé) hinter sich.

„So einen Launch hat es in der Industrie wahrscheinlich weltweit noch nicht gegeben“, zeigt sich Zdeslav Jolic, Geschäftsleitung Trockensegment bei Rewe Österreich, überzeugt. „Von 0 auf Nummer 3, sogar noch vor allen Branchengrößen ist ein Riesenerfolg und zeigt, dass es doch möglich ist, dieses seit Jahren unveränderte Regal etwas aufzumischen. Wir reden hier von der absoluten ‚Champions League‘ des Supermarktes, wo die ‚Großen‘ Millionen an Werbe- und Vertriebskosten pro Jahr ausgeben werden. Es kommen zwar hin und wieder neue Player in die Top 100, aber die Top 10 sind immer den Großen vorbehalten.“

„Paradigma von Naschen verändern“

Seit mittlerweile über 15 Jahren arbeitet das Team von Neoh an seiner Mission, Zucker durch pflanzliche Ballaststoffe zu ersetzen. Die patentierte ZERO+ Formel soll es ermöglichen, vollkommen auf zugesetzten Zucker zu verzichten – hier reiht sich „Crisp N Cream“ ein.

„In Blindverkostungen merken die Menschen kaum Unterschiede. Das ist für uns der ultimative Beweis, dass wir das Paradigma von Naschen für immer verändern können. Die Menschen haben fälschlicherweise akzeptiert, dass ihr Schokosnack maximal ungesund ist. Das ist nun anders, und das gilt es jetzt aufzuklären“, sagt Neoh-Gründer Manuel Zeller.

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Das Verenas-Team mit Gründerin Verena Nairz-Kapferer (3. v.r.). © Verenas

Die Ursprungsidee für Verenas entstand krisenbedingt: Während des ersten Corona-Lockdowns 2020 entwickelte Verena Nairz-Kapferer im eigenen Innsbrucker Café haltbare Rezepturen, um den Betrieb abzusichern. Was als Initiative für Café-Gäste begann, wird nun zum eigenständigen Geschäftsmodell. Im November 2026 gründen Verena Nairz-Kapferer und Jürgen Nairz eine eigene GmbH, um das Produktangebot im B2B-Bereich überregional zu skalieren.

Prozesssicherheit statt Spezialzutaten

Im Zentrum der Vertriebsstrategie steht der Premium-Gastrogroßhandel, über den Hotels, Cafés und Restaurants flächendeckend beliefert werden sollen. Aus mehr als 60 praxiserprobten Rezepturen konzentriert sich das Unternehmen für Großküchen auf rund 20 Varianten. Der wirtschaftliche Hebel liegt laut dem Gründungsteam dabei nicht nur beim Wareneinsatz von 0,80 bis 1,20 Euro pro fertig gebackener Portion. Standardisierte Mischungen reduzieren insbesondere den Arbeits- und Lageraufwand für Betriebe, die keine eigenen Spezialzutaten vorhalten wollen.

„Für einen Gastronomiebetrieb zählt nicht nur, was eine Portion an Zutaten kostet. Entscheidend sind auch Arbeitszeit, Einfachheit, Prozesssicherheit und eine Qualität, die unabhängig davon funktioniert, wer den Kuchen gerade zubereitet“, erklärt Jürgen Nairz, der den Vertriebsaufbau verantwortet.

Getrennte Produktion für Glutenfrei-Zertifizierung

Verena Nairz-Kapferer arbeitete ursprünglich im sozialen Bereich und verkaufte samstags selbst gebackene Kuchen. © Verenas

Die Backmischungen sind rein pflanzlich sowie zu großen Teilen zusätzlich glutenfrei formuliert. „Ich wollte nie einen Kuchen entwickeln, bei dem jemand sagt: Für vegan oder glutenfrei schmeckt der aber gut“, betont Produktentwicklerin Verena Nairz-Kapferer.

Um die geforderten Qualitätsstandards im B2B-Geschäft sicherzustellen, trennt das Startup laut eigenen Angaben die Fertigung. Vegane Varianten sollen ab November 2026 in einem Partnerbetrieb nahe Graz abgefüllt werden. Die glutenfreien Mischungen verbleiben in einer separaten Innsbrucker Produktionsstätte, um Kreuzkontaminationen auszuschließen. Damit bereitet sich das Unternehmen auf die Zertifizierung mit dem Glutenfrei-Symbol vor.

Absatzziel: 40.000 Einheiten im Jahr 2027

Flankiert von einem B2C-Onlineshop mit vorerst sieben Sorten setzt das Unternehmen auf wiederkehrende B2B-Bestellungen. Für das Geschäftsjahr 2027 peilt Verenas ein Absatzvolumen von rund 40.000 Einheiten an. Gespräche mit weiteren Partnern im Gastrogroßhandel laufen laut den Gründer:innen bereits, um die Distribution im kommenden Jahr überregional auszubauen.

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