18.05.2021

Neo-Bank bunq ermöglicht Wunsch-Vornamen auf Mastercard

Transgender-Personen sollen auf ihrer Bankkarte den Namen tragen, den sie wollen. Das Feature kann von allen Kunden genutzt werden.
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Auf deiner Mastercard kann jetzt dein Wunschname stehen © Mastercard
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Der Name, der auf Kredit- und Bankomatkarten steht, muss mit dem Namen auf behördlichen Dokumenten übereinstimmen. Für Transgender-Personen und Menschen mit nicht-binärer Identität ist das oft ein Problem, wenn sie im Alltag einen Namen verwenden, der ihrem selbst gewählten Geschlecht entspricht. Deshalb ermöglicht es Mastercard, den Vornamen auf der Karte frei wählen zu dürfen. Das entsprechende Angebot heißt True Name und wird von der niederländischen Neo-Bank bunq nun auch in Österreich angeboten. Bunq ist damit die erste Bank, die das 2019 in den USA gestartete Mastercard-Feature auch in Europa anbietet.

Schimpfwörter verboten

Gedacht ist das Angebot in erster Linie für Transgender-Personen. Allerdings können dadurch natürlich alle Kundinnen und Kunden einen Wunsch-Vornahmen beantragen, der nicht dem behördlichen Namen entspricht. Um Missbrauch vorzubeugen gibt es eine Einschränkung: Schimpfwörter, Zahlen und Symbole schließt Mastercard aus. Jede Bank, die True Name anbietet, kann darüber hinaus weitere Richtlinien festlegen. Eine Karte mit selbst gewähltem Vornamen können bunq-Nutzer über die Banking-App bestellen. Erlaubt ist dort ein selbst gewählter Name in der Länge von höchstens 20 Zeichen, wobei sich die Bank vorbehält „inappropriate words“ zu blockieren.

„Unser Unternehmen steht für Inklusion. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass alle Menschen Zugang zu Finanzprodukten haben, die ihre wahre Identität widerspiegeln“, sagt Mark Barnett, President von Mastercard Europe. „Durch das True Name Feature können Transgender-Personen und nicht-binäre Menschen ihren selbst gewählten Namen auf ihre Karte setzen lassen, um diese sicher, einfach und mit Stolz zu nutzen. Wir freuen uns sehr, dass bunq die Karte ab sofort in Europa anbietet und hoffen, dass sich auch weitere Kartenherausgeber dafür begeistern werden.“

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© calliora - Frederik Träuble und Jonas Wildberger.

Das Münchner Startup calliora von Frederik Träuble und Jonas Wildberger entwickelt eine KI-Plattform für Krankenhäuser, die den Verwaltungs- und Abrechnungsaufwand reduzieren und Erlöse besser absichern soll. Nach Angaben des Unternehmens begleitet die Software Behandlungsfälle von der Aufnahme bis zur Abrechnung und verknüpft dafür Informationen aus verschiedenen bestehenden Systemen.

calliora: Fokus auf Dokumentation und Abrechnung

Ein Schwerpunkt liegt auf Dokumentation und Abrechnung. Die Plattform unterstützt bei der Kodierung und prüft Fälle auf typische Prüfmuster des Medizinischen Dienstes. Zudem sollen abrechnungsrelevante Informationen frühzeitig erkannt und für die weitere Bearbeitung im Krankenhaus bereitgestellt werden. Für das Controlling bietet calliora eigene Auswertungen und Analysen an.

Hinter dem Produkt steht die Annahme, dass Informationen zu einem Behandlungsfall in Krankenhäusern über zahlreiche unterschiedliche Systeme und Prozesse verteilt sind. Fehlen Angaben oder werden sie nicht an der richtigen Stelle übernommen, kann dies zu zusätzlichem Bearbeitungsaufwand oder zu Problemen bei der Abrechnung führen. Calliora will diese Lücken durch eine zentrale, KI-gestützte Verarbeitung der vorhandenen Informationen verringern.

Bertelsmann und Angel-Investoren dabei

Nun hat das Münchner Startup eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über sechs Millionen US-Dollar abgeschlossen: „Unsere Pre-Seed-Runde wird von BHI – Bertelsmann Healthcare Investments und redalpine angeführt. Mit dabei sind Angel-Investoren aus Krankenhausmanagement und KI, darunter Dr. Ulrich Wandschneider (ehemaliger CEO von Asklepios und Mediclin AG), Sara Siegel (Global Health Sector Leader, Deloitte), Peter Sarlin (Postscriptum, NestAI, QuTwo & Silo AI) und Frank Hutter (Prior Labs)“, schreibt das Startup in einem LinkedIn-Post.

Die Plattform soll bereits bei der Aufnahme eines Falls unterstützen und prüfen können, ob eine Behandlung ambulant, stationär oder als Hybrid-DRG abzurechnen ist. Dabei dokumentiert sie die dafür maßgeblichen Gründe. Im weiteren Verlauf soll die Software fehlende Informationen, Fristen und mögliche nächste Schritte erkennen und das Klinikpersonal dort einbinden, wo eine menschliche Prüfung erforderlich ist.

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