31.03.2023

Neggst: Veganes Ei-Startup aus Berlin schafft den Sprung nach Österreich

Das Berliner Startup Neggst hat eine vegane Ei-Alternative auf den Markt gebracht. Kurz vor Ostern schafft das Unternehmen den Sprung nach Österreich und ist in Billa-Plus-Filialen erhältlich.
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Neggst-Co-Founder Verónica García-Arteaga | (c) Neggst & Fraunhofer IVV

Die gebürtige Mexikanerin Verónica García-Arteaga und ihr Co-Founder Patrick Deufel haben 2021 das Berliner Startup Neggst gegründet, das ein komplett veganes Ei entwickelt hat. Das Ei von Neggst besteht – wie das tierische Pendant – aus den beiden Komponenten Eiweiß und Eigelb in einer der Natur nachempfundenen Eierschale. Optisch ist das Produkt daher kaum von einem Hühnerei zu unterschieden. Die biologisch abbaubare Eierschale besteht aus einem Biokunststoff, der mit Calciumcarbonat vermischt wurde. Dadurch kann man die Ei-Alternative aufschlagen wie ein herkömmliches Ei.

Die Inhaltsstoffe von Neggst

Die soja- und glutenfreie Rezeptur, die aus einer Kombination aus Hülsenfrüchten, wie unter anderem der Ackerbohne, Süßkartoffel und pflanzlichem Öl besteht, wird mit Vitamin B12 und Vitamin D angereichert. So kommt das ballaststoffreiche Äquivalent laut dem Berliner Startup dem Hühnerei nicht nur optisch und geschmacklich sehr nahe, sondern weist auch ein ähnliches Nährstoffprofil auf. Im Gegensatz zum Hühnerei verfügt Neggst über kein Cholesterin. Neben dem veganen Zwei-Komponenten-Ei, das ab 2023 auf den Markt kommen soll, ging das Unternehmen 2022 bereits mit einem veganen Flüssig-Ei im Glas an den Start.

(c) Neggst

Neggst Marktstart in Österreich

Wie das Unternehmen über seinen LinkedIn-Account angekündigt hat, schafft das Startup nun den Sprung nach Österreich. Konkret wird das vegane Flüssig-Ei im Glas im Zuge einer Osteraktion bei Billa Plus Märkten erhältlich sein. „Wir sind dankbar für die Möglichkeit, Neggst in den Supermärkten anbieten zu können und den Menschen zu zeigen, wie gut pflanzliche Ei-Alternativen schmecken können“, so das Startup via LinkedIn. Wie lange Neggst im Sortiment von Billa Plus bleibt und ob es eventuell auch eine Listung bei Billa geben wird, ist allerdings noch nicht bekannt.

Entwicklung & Investment

Ingesamt stecken mehr als zwei Jahre Entwicklung in der veganen Ei-Alternative, wobei das Startup eng mit dem Frauenhofer Institut zusammengearbeitet hat. Als Lebensmitteltechnologin war García-Arteaga selbst am Institut tätig und legte somit den Grundstein für die Entwicklung von Neggst.

Im September 2022 gab das Unternehmen zudem den Abschluss einer Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von fünf Millionen bekannt. Die Runde wurde damals vom Green Generation Fund angeführt. Zudem beteiligten sich auch die BayWa AG, die im Agrarbereich weltweit tätig ist und sich auch im Bereich der alternativen Proteine positioniert.


Videotipp der Redaktion | Interspar-Chef über vegane Stores & Co.

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GO SHANGHAI 2027: Jetzt bewerben und den China-Markteintritt starten

Das Global Incubator Network Austria (GIN) hat seinen neuen Call GO SHANGHAI 2027 gestartet. Das Programm richtet sich an heimische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder. Die Bewerbung ist von 7. September bis 4. Oktober 2026 möglich.
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Erste Kund:innen in Asien gewinnen, Partner finden, Investor:innen treffen: Für österreichische Startups mit China-Ambitionen führt der Weg über Shanghai. Die Metropole zählt zu den dynamischsten Innovationsökosystemen der Welt und gilt als Tor zu einem der größten Konsummärkte überhaupt, mit enormem Potenzial für Skalierung und Marktdurchdringung. Dazu kommt eine starke Basis an hochqualifizierten Fachkräften, die die Stadt zu einem Hotspot für Forschung, Entwicklung und Innovation macht.

Der direkte Zugang zu diesem Ökosystem ist für Startups aus Österreich allerdings alles andere als selbstverständlich. Genau hier setzt der neue Call des Global Incubator Network Austria (GIN) an: Er verspricht strategische Einblicke in den chinesischen Markt, konkrete Geschäftschancen und direkte Kontakte zu den zentralen Akteuren der dortigen Innovations- und Wirtschaftslandschaft.

GO SHANGHAI offen für alle Branchen

Das Internationalisierungsprogramm GO SHANGHAI 2027 richtet sich an österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen und Technologiefelder, die über die Proof-of-Concept- und Seed-Phase hinaus sind. Angesprochen sind sowohl Teams, die ihre erste internationale Expansion vorbereiten, als auch solche, die ihr Wachstum in Asien beschleunigen wollen.

Die Delegation von GO SHANGHAI 2025 bei der Wirtschaftskanzlei Taylor Wessing in Shanghai | (c) Global Incubator Network Austria

Die teilnehmenden Startups erwartet eine einwöchige Reise nach Shanghai von 26. bis 30. April 2027, die direkten Zugang zu zentralen Akteuren der chinesischen Innovations- und Wirtschaftslandschaft bietet.

Vorbereitung digital und beim Kick-off-Dinner in Wien

Das Programm ist in zwei Phasen unterteilt. Zunächst erhalten die Startups im Rahmen eines flexiblen, digitalen Onboardings gezielte Einblicke in den chinesischen Markt, um ihre Internationalisierungsstrategie zu schärfen. Über die exklusiven GIN-Video-Masterclasses steht ihnen dafür unbegrenztes Lernmaterial zur Verfügung. Hinzu kommen drei Stunden individuelles IP-Coaching. Den Abschluss der Vorbereitungsphase bildet ein Kick-off-Dinner in Wien, bei dem sich der aktuelle Batch von GO SHANGHAI 2027 vernetzt und final auf die Reise vorbereitet.

Fünf intensive Tage in Shanghai

Der zweite Teil ist die einwöchige Ecosystem-Tour durch Shanghai. Auf dem Programm stehen kuratierte 1:1-Business-Meetings, die vom AußenwirtschaftsCenter Shanghai organisiert werden, Workshops, maßgeschneiderte Networking- und Pitch-Formate wie die Austrian Startup Pitch Night sowie exklusive Unternehmens- und Ökosystem-Besuche. In fünf intensiven Tagen treffen die Teilnehmer:innen auf Branchenexpert:innen, potenzielle Partner:innen, Investor:innen und andere Gründer:innen, um wertvolle Kontakte für die eigene Expansion zu knüpfen.

Reisekostenzuschuss von bis zu 10.000 Euro, mit Gender Bonus bis zu 90 Prozent

GIN übernimmt 80 Prozent der programmspezifischen Kosten für Flug und Unterkunft, mit einer maximalen Fördersumme von 10.000 Euro pro Startup. Mit dem Gender Bonus erhöht sich die Förderquote auf bis zu 90 Prozent. Teilnahmeberechtigt sind österreichische Mid- und Later-Stage-Startups aller Branchen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Erprobtes Geschäftsmodell mit ersten Markterfolgen (Kund:innen, Umsätze)
  • Bereits erfolgte Seed-Investition
  • Funktionierender Prototyp bzw. MVP
  • Einzigartiges Produkt oder Lösung
  • Gründung innerhalb der letzten sieben Jahre (kein hartes K.o.-Kriterium)
  • Konkretes Interesse an Internationalisierung mit Fokus auf Asien und an Vernetzung mit relevanten Stakeholdern

Die Bewerbungsphase für GO SHANGHAI 2027 läuft von 7. September bis 4. Oktober 2026. Interessierte Startups können sich über die Plattform aws Connect anmelden und ihr aktuelles Pitchdeck einreichen. Im Rahmen eines Online-Pitch-Events am 14. Oktober 2026 präsentieren die vorausgewählten Startups vor einer Jury aus nationalen und internationalen GIN-Partner:innen, jeweils zehn Minuten Pitch in Englisch plus Q&A. Die finale Auswahl wird spätestens zwei Wochen nach dem Pitch kommuniziert.


GO SHANGHAI 2027 ist ein Programm des Global Incubator Network Austria (GIN), der gemeinsamen Initiative von Austria Wirtschaftsservice (aws) und Österreichischer Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), und Teil von GO ASIA. Organisiert wird es in Zusammenarbeit mit der Außenwirtschaft Austria. Weitere Informationen zum aktuellen Call finden Startups hier: https://gin-austria.com/calls/goshanghai2027

Kontakt

Bei Fragen zu GO SHANGHAI oder zum Bewerbungsverfahren können sich Startups an folgenden Kontakt wenden:

My Yen Lau
Project Manager | GO ASIA
T +43 1 501 75 394
E [email protected] | [email protected]

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