20.11.2025
AUSZEICHNUNG

Naturakademie: Wiener EdTech gewinnt Vienna Business Award 2025

Das Wiener Bildungsunternehmen Naturakademie verbindet digitale Heilpflanzen-Ausbildung, Community und Female Entrepreneurship. Und hat dafür einen Award bekommen.
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Naturakademie
© Vicky Posch - Gründerin Patricia Purker (m.) mit Team.

Die Naturakademie ist ein 2013 gegründetes Bildungsunternehmen mit Sitz in Wien. Gründerin
Patricia Sonja Purker hat Wirkstoffchemie und medizinische Wissenschaften studiert und den
Ärztekammer-Lehrgang in Phytotherapie absolviert.

Naturakademie: Female Entrepreneurship, digitale Bildung und Naturwissen

Kürzlich wurde das Unternehmen im Rahmen des Vienna Business Award in Wien mit dem Preis in der Kategorie „Von Frauen geführte Unternehmen“ ausgezeichnet. Der vom Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband Wien (SWV WIEN) initiierte Preis würdigt „herausragende Unternehmer:innen, die die Zukunft der Stadt mitgestalten“.

Vorausgegangen war ein öffentliches Online-Voting, bei dem die Naturakademie die meisten Stimmen sammeln konnte, gefolgt von einer Juryentscheidung, die den Sieg des Wiener Bildungsunternehmens besiegelte.

„Die Naturakademie zeigt, wie Female Entrepreneurship, digitale Bildung und Naturwissen zusammenwirken können, um echte gesellschaftliche Wirkung zu entfalten“, heißt es per Aussendung.

„Starkes Signal“

Herzstück des Unternehmens ist die „Heilpflanzen Akademie“, die eigenen Angaben nach als umfassendste Kräuterpädagogik-Ausbildung im deutschsprachigen Raum gilt. Über 4.000 Teilnehmer:innen – überwiegend Frauen – haben hier Kurse absolviert; die Online-Ausbildung wurde mehr als 500 mal mit fünf Sternen bewertet.

„Für mich ist dieser Preis ein starkes Signal, dass Naturwissen heute als Zukunftskompetenz erkannt wird – nicht als esoterische Nische, sondern als Basis für Gesundheit, Resilienz und nachhaltige Lebensstile“, sagt Purker. „Dass diese Auszeichnung in der Kategorie ‚Von Frauen geführtes Unternehmen‘ an uns geht, zeigt: Frauen führen Unternehmen mit Haltung, Wirkung und langfristiger Perspektive.“

Naturakademie: Von der One-Woman-Show zum 15-köpfigem Team

Mit Online-Formaten, modularen Ausbildungen und einer aktiven Community möchte die Naturakademie Naturbildung flexibel zugänglich machen – neben Beruf, Familie und Care-Arbeit.

„Unsere Teilnehmer:innen sind Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen – für ihre eigene Gesundheit, ihre Familien und oft auch für ihre Region“, so Purker weiter. „Sie holen Naturwissen zurück in den Alltag: in die Schulküche, in Betriebe, in Gemeinden, in soziale Einrichtungen. Dieser Award gehört deshalb auch unserer Community – und meinem großartigen Team, das mit mir jeden Tag für naturverbundene Bildung brennt.“

Die Jury des Vienna Business Award würdigte vor allem, dass sich aus einer One-Woman-Show ein wachsendes Bildungsunternehmen entwickelt hat, das „digital, skalierbar und zugleich zutiefst menschlich arbeite“. Unter der Führung der Gründerin ist mittlerweile ein 15-köpfiges Team entstanden: „Female Entrepreneurship heißt für mich, mutige Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig Räume zu schaffen, in denen andere wachsen können“, sagt Purker. „Wenn Menschen durch unsere Ausbildung selbstwirksamer werden – gesundheitlich, beruflich oder persönlich – dann hat sich jeder Schritt in die Selbstständigkeit gelohnt.“

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vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media
vl. Shalev Hulio (Co-Founder und CEO) und Sebastian Kurz, (Co-Founder and President) | (c) DREAM/eclipse media

Anfang 2025 war Dream mit einer 100 Millionen US-Dollar schweren Finanzierungsrunde zum Unicorn geworden (brutkasten berichtete). Nun holte sich das Scaleup erneut frisches Kapital. Mit einem Investment von 260 Millionen US-Dollar erreicht es in seiner Series-C-Kapitalrunde eine Bewertung von drei Milliarden US-Dollar. Die Runde wurde von den Investmentfonds Bicycle Capital und Group 11 angeführt, gemeinsam mit Beteiligung von Bain Capital, Tru Arrow Partners, Antler „und weiteren globalen Investoren“.

„Wir sind noch ein junges Unternehmen, aber wir sind sehr dankbar, dass sich alles in die richtige Richtung entwickelt und wir schnell wachsen. Wir arbeiten weiter hart daran, dass es sich auch in den nächsten Jahren weiter so positiv entwickelt“, kommentiert Co-Founder und Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz, der als President von Dream fungiert.

Auch Co-Founder mit bekannter Vorgeschichte

Nicht nur sein Name ist ein klingender. Auch Mitgründer und CEO Shalev Hulio erlangte bereits zuvor internationale Bekanntheit. Als Co-Founder und Ex-CEO des Unternehmens NSO hatte er mit dessen Spionagesoftware Pegasus, die an Staaten vertrieben wurde, weltweit für Kontroversen gesorgt. Mit Dream wechselte Hulio vom Cyber-Offensiv- in den Cybersecurity-Bereich. Die Zielgruppe hat aber eine große Überschneidung: Staaten und Betreiber kritischer Infrastruktur. In diesem Bereich ist freilich auch der Ex-Kanzler bestens vernetzt.

Digitale Souveränität als neues Verkaufsargument

Im Produkt setzt Dream mit seinem „Cyber Language Model“ voll auf Künstliche Intelligenz, im Narrativ mittlerweile auch auf Digitale Souveränität, die zuletzt vor allem in Europa zum großen Thema wurde. „Die entscheidende Frage für Staaten ist nicht mehr, ob sie Künstliche Intelligenz einsetzen werden, sondern ob sie diese auch besitzen, betreiben und vollständig kontrollieren. Andernfalls begeben sie sich in eine kritische Abhängigkeit von anderen Staaten, wie beispielsweise China oder den USA“, sagt Kurz.

Und Hulio legt nach: „Wer die Kontrolle über seine KI verliert, verliert langfristig auch einen Teil seiner staatlichen Souveränität. So wie es undenkbar wäre, die Kontrolle über Verteidigung, kritische Infrastruktur oder die Innere Sicherheit aus der Hand zu geben, wird es künftig undenkbar sein, keine vollständige Kontrolle über die eigenen KI-Systeme zu haben.“ Dass KI-Modelle, auf denen zentrale Elemente staatlichen Handelns abgestützt sind, über Nacht abgestellt werden können, sei keine theoretische Debatte, wie man zuletzt bei „Fable“ von Anthropic gesehen habe, argumentiert man beim Unternehmen.

Cybersecurity: KI als Herausforderung und Lösung

Und wie will Dream das konkret lösen? Die KI-Systeme des Scaleups arbeiten laut Unternehmen „in einer völlig souveränen und sicheren Umgebung“. Dort biete man unter anderem einen umfassenden Cyber-Abwehr-Schirm, strukturiere sensible Daten als Entscheidungsbasis und decke noch unbekannte Cybersecurity-Schwachstellen („Zero Days“) auf. „Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat sich Cybersicherheit grundlegend verändert. Herkömmliche Systeme können keinen ausreichenden Schutz mehr bieten. Nur durch den konsequenten Einsatz von KI auch in der Cyber-Abwehr ist ein Schutz auch in der Zukunft möglich“, sagt Hulio.

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