22.05.2020

NativeWaves: Wie ein Salzburger Startup das TV revolutionieren möchte

Das Salzburger Startup NativeWaves hat eine Technologie entwickelt, die es TV-Broadcastern ermöglicht, Live-Events über eine App aus mehreren Kamerapositionen zu übertragen. Zuschauern wird so ein personalisiertes TV-Erlebnis geboten. Im Gespräch mit dem brutkasten erläutert NativeWaves Geschäftsführerin Eva Wimmer die Potentiale dieser Technologie und ihre bevorstehende Teilnahme als Jurorin beim fünften Startup-Salzburg Demo Day, der am 26. Mai über die Bühne gehen wird.
/artikel/nativewaves-startup-salzburg
NativeWaves
Eva Wimmers ist seit April CEO des Salzburger Startups NativeWaves | (c) NativeWaves
sponsored

Sportveranstaltungen im TV werden in der Regel von einer Vielzahl an Kameras eingefangen. Im klassischen Fernsehen kann von den vielen Kamerapositionen aber immer nur eine angezeigt werden. In Anbetracht des technologischen Fortschritts entspricht dies allerdings nicht mehr den gestiegenen Anforderungen des TV-Publikums. Um am Markt bestehen zu können, müssen TV-Broadcaster ihren Kunden künftig ein personalisiertes TV-Erlebnis bieten. Ermächtigung des Konsumenten und Interaktion lautet das Gebot der Stunde. 

+++ STARTUP SALZBURG DEMO DAY 2020 goes ONLINE +++

Die Technologie

Das 2016 gegründete Salzburger Startup NativeWaves hat sich genau dieser Problemstellung angenommen und eine Technologie entwickelt, die es TV-Broadcastern ermöglicht über eine App die Sportveranstaltung aus mehreren Kamerapositionen zu übertragen.

TV-Zuschauer einer Fußballübertragung können so nicht nur den Spielverlauf über das Hauptsignal am Fernseher verfolgen, sondern sich noch zusätzlich über ein Smartphone oder Tablet für eine weitere Perspektive entscheiden. So kann beispielsweise der Schiedsrichter oder eigene Lieblingsspieler beobachtet werden.

Die Technologie von NativeWaves ermöglicht zudem eine Synchronisation der einzelnen Tonspuren, da sonst das Audiosignal des Fernsehers und des Smartphones oder Tablets zeitversetzt wären.

Wimmers als neue Geschäftsführerin

Wie Eva Wimmers, Geschäfsführerin von NativeWaves, erläutert, bietet die Technologie auch für die Werbebranche eine Vielzahl an neuen Möglichkeiten. “Über unsere Technologie und die einzelnen Kameraperspektiven lassen sich beispielsweise einzelne Spieler und deren Sponsoren noch gezielter bewerben.” 

Die gebürtige Deutsche ist seit Anfang April Geschäftsführerin des Startups und absolvierte zuvor über 24 Jahre lang als Top-Managerin diverse Stationen in der Telekommunikations-Branche. Als Einkaufsleiterin der Deutschen Telekom verantwortete sie zwischen 2011 und 2016 ein weltweites Gesamt-Einkaufsvolumen von 27 Milliarden Euro. Zuletzt war sie als Vice President Honor Global bei Huawei für den Aufbau der Jugendmarke Honor in Europa hauptverantwortlich.

Wimmers bringt als neue Geschäftsführerin von NativeWaves somit eine Menge Expertise ins Startup mit. Doch nicht nur das: Seit 2019 ist Wimmers auch als Investorin bei NativeWaves mit an Bord. 

Marktstart von NativeWaves

Nach einer dreijährigen Entwicklungszeit erfolgte letztes Jahr der Marktstart von NativeWaves. Gemeinsam mit Red Bull Media House und ServusTV hat das Startup 2019 den MotoGP in Spielberg umgesetzt.

Wie Wimmers erläutert, führe sie derzeit Gespräche mit zahlreichen europäischen TV-Broadcastern. Die Nachfrage nach der Technologie sei jedenfalls sehr groß, was Wimmers unter anderem auf die aktuelle Coronakrise und die gestiegen Anforderungen der TV-Konsumenten zurückführt. “TV-Übertragung aus leeren Stadien ohne das Jubeln der Fans erfordert eine neue Komponente im TV-Erlebnis. Die Technologie von NativeWaves bietet hierfür die passende Lösung. Derzeit können wir uns vor Anfragen kaum retten”, so Wimmers. 

Wirtschaftsstandort Salzburg

Das Startup NativeWaves, das unter anderem auch Teil der Startup Salzburg Factory war, engagiert derzeit rund 15 Mitarbeiter. Für Wimmers ist der Wirtschaftsstandort Salzburg kein unerheblicher Faktor für das weitere Wachstum. Dies betrifft laut Wimmers insbesondere das Recruiting neuer Mitarbeiter. “Salzburg hat hier eindeutig einen Vorteil, da junge Talente nicht nur die modernen Arbeitswelten von Startups, sondern auch die Nähe zur Natur und Sportmöglichkeiten schätzen.”

Jurorin bei Startup Salzburg Demo Day

Als wichtigen Aspekt erachtet sie auch das lebendige Startup-Ökosystem in Salzburg mit all den Programmen zur Förderung innovativer Ideen. Wimmers ist auch selbst im Startup Ökosystem aktiv und als Ambassador for Creative Leadership in Tech beim Salzburger Sonophilia Arts & Technology Think Tank tätig.

Zudem wird sie am 26. Mai beim mittlerweile fünften Startup Salzburg Demo Day als Jurorin vertreten sein, dem größten Startup Ökosystem Event im Raum Salzburg und Oberbayern. Aufgrund der Coronakrise wird der Demo Day erstmals im digitalen Raum stattfinden – der brutkasten berichtete.

Im Rahmen des Demo Days wird Gründern eine Bühne geboten ihre Geschäftsmodelle zu präsentieren. Zudem können sie sich mit anderen Investoren aus dem In- und Ausland auszutauschen. “Ich freue mich sehr dieses Jahr als Jurorin dabei zu sein und spannende Startups und deren Geschäftsmodelle kennenzulernen. Es ist immer wieder eine Bereicherung Gründern Feedback zu geben und dabei selbst etwas Neues kennenzulernen”, so Wimmers, die in Startups die Problemlöser und den Innovationsturbo unserer heutigen Zeit sieht.


=> zur Anmeldung zum Startup Salzburg Demo Day

Redaktionstipps
Deine ungelesenen Artikel:
09.09.2026

Digitalisierte Aufzeichnung: Mehr als 10.000 Lehrer:innen nutzen Digidoo aus Graz

Letztes Jahr wurde das EdTech-Startup Digidoo gegründet und zum diesjährigen Schulstart nutzen bereits über 10.000 Lehrer:innen die Plattform in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Digidoo erfasst elektronisch Kompetenzen, Lernfortschritte und Leistungen von über 150.000 Schüler:innen.
/artikel/digitalisierte-aufzeichnung-mehr-als-10-000-lehrerinnen-nutzen-digidoo-aus-graz
09.09.2026

Digitalisierte Aufzeichnung: Mehr als 10.000 Lehrer:innen nutzen Digidoo aus Graz

Letztes Jahr wurde das EdTech-Startup Digidoo gegründet und zum diesjährigen Schulstart nutzen bereits über 10.000 Lehrer:innen die Plattform in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich. Digidoo erfasst elektronisch Kompetenzen, Lernfortschritte und Leistungen von über 150.000 Schüler:innen.
/artikel/digitalisierte-aufzeichnung-mehr-als-10-000-lehrerinnen-nutzen-digidoo-aus-graz
© Phil Lihotzky - (vorne v.r.n.l.): Niklas Lorber CTO, Moritz Hiebl CEO Hinten v.r.n.l.: Wolfgang Bartelme Designer, Gunther Marktl Ideengeber.

Das im vergangenen Jahr gegründete EdTech-Startup Digidoo digitalisiert Kompetenzen, Lernfortschritte und Leistungen von Schüler:innen und ermöglicht es Lehrer:innen, daraus transparente und rechtssichere Notenempfehlungen abzuleiten (brutkasten berichtete). Mittlerweile nutzen über 10.000 Lehrer:innen im DACH-Raum die Plattform, die Leistungen von mehr als 150.000 Schüler:innen werden so dokumentiert, heißt es zum Schulstart vom Startup. Laut Digidoo sparen Lehrer:innen dadurch Zeit, die sie vor der Klasse nutzen können.

„Wir sehen, wie dringend Lehrpersonen gerade in Zeiten des Lehrermangels nach digitalen Werkzeugen suchen, die sie im Schulalltag tatsächlich entlasten“, sagt Digidoo-Geschäftsführer Moritz Hiebl.

„Unser Ziel ist, dass die Dokumentation so schnell und unkompliziert wie möglich gelingt“

Die Anwendungen seien seit dem Launch intuitiver und einfacher geworden. Mit einer Notiz-Funktion können allgemeine Beobachtungen und Lernfortschritte während des Unterrichts unkompliziert erfasst werden. „Unser Ziel ist, dass die Dokumentation so schnell und unkompliziert wie möglich gelingt. Mit dem neuen Tool bleibt mehr Zeit für das, worum es eigentlich geht: das Unterrichten“, erklärt Hiebl.

Fokus auf individuelle Förderung

Noch in diesem Schuljahr soll es möglich sein, über die Plattform zu dokumentieren, welches Kind in welchem Bereich mit welcher konkreten Maßnahme gefördert wurde. Besonders in Bezug auf Nachhilfe ist diese Dokumentation laut Digidoo wichtig. Durch diese neue Erfassung wird es einfacher, Leistungen und Kompetenzen der Schüler:innen im Schulalltag festzustellen. Damit möchte das EdTech-Startup einen Schwerpunkt auf die individuelle Förderung setzen.

Die Weiterentwicklung der Plattform erfolgt in Abstimmung mit Lehrer:innen. „Wir hören sehr genau hin, was Lehrpersonen im Schulalltag brauchen, und entwickeln Digidoo laufend weiter“, sagt Hiebl. 

Toll dass du so interessiert bist!
Hinterlasse uns bitte ein Feedback über den Button am linken Bildschirmrand.
Und klicke hier um die ganze Welt von der brutkasten zu entdecken.

brutkasten Newsletter

Aktuelle Nachrichten zu Startups, den neuesten Innovationen und politischen Entscheidungen zur Digitalisierung direkt in dein Postfach. Wähle aus unserer breiten Palette an Newslettern den passenden für dich.

Montag, Mittwoch und Freitag

AI Summaries

NativeWaves: Wie ein Salzburger Startup das TV revolutionieren möchte

AI Kontextualisierung

Welche gesellschaftspolitischen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NativeWaves: Wie ein Salzburger Startup das TV revolutionieren möchte

AI Kontextualisierung

Welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat der Inhalt dieses Artikels?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NativeWaves: Wie ein Salzburger Startup das TV revolutionieren möchte

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Innovationsmanager:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NativeWaves: Wie ein Salzburger Startup das TV revolutionieren möchte

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Investor:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NativeWaves: Wie ein Salzburger Startup das TV revolutionieren möchte

AI Kontextualisierung

Welche Relevanz hat der Inhalt dieses Artikels für mich als Politiker:in?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NativeWaves: Wie ein Salzburger Startup das TV revolutionieren möchte

AI Kontextualisierung

Was könnte das Bigger Picture von den Inhalten dieses Artikels sein?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NativeWaves: Wie ein Salzburger Startup das TV revolutionieren möchte

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Personen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NativeWaves: Wie ein Salzburger Startup das TV revolutionieren möchte

AI Kontextualisierung

Wer sind die relevantesten Organisationen in diesem Artikel?

Leider hat die AI für diese Frage in diesem Artikel keine Antwort …

NativeWaves: Wie ein Salzburger Startup das TV revolutionieren möchte