09.08.2023

Nasa: Bemannte Mondlandung dürfte wegen SpaceX platzen

Mit der Artemis 3-Mission will die Nasa 2025 wieder Menschen auf den Mond bringen. Doch ein zentraler Zulieferer könnte für eine Verzögerung sorgen: Elon Musks SpaceX.
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Elon Musk transportiert mit SpaceX seit 2020 die Nasa-Astronaut:innen
Elon Musk transportiert mit SpaceX seit 2020 die Nasa-Astronaut:innen | (c) NASA/Bill Ingalls

Man kann es “fake it till you make it” nennen oder auch “visionäre Planung”. In der Tech-Szene, vor allem in den USA, gehört es jedenfalls einfach dazu, Produkte schon zu verkaufen, bevor man weiß, wie man sie tatsächlich umsetzen kann. Ein Großmeister dieser Disziplin ist der reichste Mensch der Welt, Elon Musk. Und er hat immer wieder gezeigt: Es funktioniert – wenn auch nicht ohne Opfer. Ein herausragendes Beispiel dafür ist sein Weltraumunternehmen SpaceX. Nun dürfte dieses seinem wichtigsten Kunden, der US-Raumfahrtbehörde Nasa, aber etwas zu viel versprochen haben.

Nasa-Vize-Chef zweifelt Zeitplan für Mondlandung an

Mehr als 50 Jahre nach der letzten bemannten Mondlandung will die Nasa 2025 im Rahmen der Artemis 3-Mission wieder Menschen auf den Mond schicken. Essenziell für das Projekt ist die Technologie von SpaceX, das bereits seit 2020 als externer Auftragnehmer die Nasa-Astronaut:innen ins All und zurück befördert.

Bei der geplanten Mondmission steuert das SpaceTech-Unternehmen unter anderem das Landungssystem bei. Und an diesem könnte die Artemis 3-Mission vorerst scheitern. Das teilte der für die Mondmission hauptverantwortliche stellvertretende Nasa-Chef Jim Free nun vor Journalisten mit. Ein Besuch von Mitarbeiter:innen der Raumfahrtbehörde bei SpaceX in Texas habe gezeigt, dass die Entwicklung langsamer als geplant voranschreite. Man habe die Ergebnisse des Lokalaugenscheins erst einmal “verdauen” müssen.

Mond-Landungssystem basiert auf “Starship” von SpaceX

Das besagte Landungssystem basiert auf dem “Starship” von SpaceX. Als dieses vor einigen Monaten erstmals getestet wurde, explodierte es – gezielt, wie man bei Elon Musks Unternehmen betonte. Von einem erfolgreichen ersten Test kann aber wohl dennoch nicht gesprochen werden. Seitdem gab es auch keine weiteren. Das sieht Jim Free problematisch, denn ein solches System müsse mehrmals erfolgreich getestet werden, bevor man es als fertig erachten könne. Die Verzögerung bei SpaceX betreffe zudem andere Zulieferer für die Nasa-Mission, die auf konkrete Spezifikationen des Unternehmens warten. Man werde der Öffentlichkeit bald mitteilen, wie es weitergeht und ob der Zeitplan 2025 gehalten werden kann, so Free.

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v.l.n.r: Christoph Knogler / CEO KEBA Group AG, Gerhard Weidinger / CTO KEBA Energy Automation GmbH, Jens Winkler / ehem. Geschäftsführer EnerCharge GmbH, Stefan Richter / CEO KEBA Energy Automation GmbH, Andreas Schoberleitner / CFO KEBA Group AG (c) Keba

Das Jahr 2024 gestaltet sich durchaus holprig für das Kärntner E-Mobility-Unternehmen EnerCharge. Der in Kötschach-Mauthen stationierte Ladeanbieter entwickelt und produziert Schnellladetechnik für E-PKW, E-LKW und E-Busse. Im Jahr 2018 entstand das E-Mobility-Unternehmen aus der österreichischen Alpen-Adria-Energie-Firmengruppe (AAE), die hierzulande auch als Ökostromlieferant AAE Naturstrom bekannt ist.

Anfang 2023 begann man stark zu wachsen. Im März dieses Jahres vermeldete EnerCharge schließlich eine neue Beteiligung, nämlich jene der deutschen Pfalzwerke Aktiengesellschaft in Höhe von 23 Prozent der Firmenanteile.

“Wir haben mit den Pfalzwerken einen Partner gewonnen, der mit uns die Internationalisierung des Unternehmens verstärkt vorantreiben kann”, sagte Roland Klauss, Unternehmensgründer und Geschäftsführer von EnerCharge, damals. “Dies wird uns künftig bei der Weiterentwicklung unserer Produkte stärken, sodass wir noch schneller auf die sich stetig ändernden Markt- und Nutzeranforderungen reagieren können”, hieß es weiter.

Überraschender Konkurs im Juli

Klauss kündigte damals große Pläne zur Expansion an, die sich vier Monate später revidierten: Das Kärntner Mobility-Unternehmen musste im Juli überraschenderweise Konkurs anmelden – brutkasten berichtete. Die Verbindlichkeiten betrugen rund 15,17 Millionen Euro – nachranging 3,22 Millionen Euro aus Gesellschaftsdarlehen. Betroffen waren rund 125 Gläubiger und 97 Dienstnehmende, davon 50 Angestellte und 47 Arbeiter:innen.

Ausschlaggebend dafür waren “nicht schnell genug zu fixierende Bestellungen zu Jahresbeginn, was dazu führte, dass sich die Kostenstruktur nicht nachhaltig decken ließ”, heißt es heute.

Noch im Juli berichtete der Alpenländische Kreditorenverband (AKV): EnerCharge hätte “keine finanziellen Mittel, um einen Sanierungsplan zu finanzieren”. Man beabsichtigte “in Absprache mit dem bestellten Insolvenzverwalter, das Unternehmen aus der Insolvenz ‘lebend’ als Ganzes zu verkaufen, damit für die Gläubiger eine höhere Quote erzielt werden kann”.

Keba übernimmt beide Standorte von EnerCharge

So geschah es: Mit dem heutigen Donnerstag vermeldet die Linzer Keba-Gruppe, das Kärntner MobilityTech EnerCharge zu übernehmen. Keba agiert mit 2000 Mitarbeitenden als Maschinenbauer und Automatisierungshersteller und ist aktuell an 26 Standorten tätig. Nun übernimmt man die Firma EnerCharge mit rund 60 Personen an den beiden Standorten Kötschach-Mauthen und Oberlienz in Osttirol.

Mit der Übernahme will man die Produkte und Lösungen von EnerCharge integrieren und Keba damit zum “Vollsortimenter im Markt der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge” machen, heißt es per Aussendung. Mit EnerCharge übernimmt der Linzer Maschinenbauer auch dessen Fachgebiet im Bereich der DC-Gleichstrom-Ladestationen zwischen 40 und 480 kW Leistung. Anwendung finden diese sowohl in der Schnellladeinfrastruktur für E-Autos als auch bei E-LWKs. Absatzmärkte befinden sich aktuell in Europa und dem Mittleren Osten.

Kaufpreis bleibt verschwiegen, EnerCharge wird zu Keba-Tochter

Organisatorisch soll die EnerCharge GmbH als neu gegründete Gesellschaft mit dem Namen Keba eMobility DC GmbH als Tochtergesellschaft der Keba Energy Automation GmbH integriert werden. Über den Kaufpreis, heißt es per Pressemeldung, wurde Stillschweigen vereinbart.

“Mit dieser Akquisition vervollständigen wir nicht nur unser KEBA eMobility Portfolio,
sondern gewinnen auch rund 60 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unsere
Unternehmensgruppe”, sagt Christoph Knogler, CEO der Keba Group AG.

“Offen gesagt hätten wir uns keinen besseren Käufer vorstellen können”, sagt Jens
Winkler, bisheriger Geschäftsführer der EnerCharge GmbH, über die Akquisition. “Mit der Unterstützung aus Linz werden wir unsere Schnellladetechnologie unter der Marke KEBA nun noch schneller in die internationalen Märkte bringen und technologisch konsequent weiterentwickeln.”

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