26.01.2022

Naked Optics: Bergheimer Startup ermöglicht FFP2-Masken beim Skifahren

Das Salzburger Startup Naked Optics scheint eine simple Lösung gefunden zu haben, wie man die FFP2-Maske mit Skifahren kombinieren kann.
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Naked Optics, Skibirlle, FFP2 Masek, Maskenclips
(c) Frank Wimmer - (v.l.n.r.) Philipp Scholler, Christoph Fink und Florian Pflanzl von Naked Optics.

Selbst in einer Pandemie lassen sich Herr und Frau Österreicher das Skifahren und Après-Ski nicht nehmen, wie man in der letzten und auch in dieser Winterzeit gemerkt hat. Die Skilifte sind offen und man darf unter Einhaltung bestimmter Maßnahmen zur psychischen und physischen Erholung auf die Piste. Neben der üblichen Ausrüstung wie Ski, Schuhe, Stöcke und warme Bekleidung gehört auch die FFP2-Maske mittlerweile zur Standardausrüstung. Das Problem: Umgeknickte Ohren oder eine beschlagene Brille. Das Salzburger Startup Naked Optics hat für diese Fälle eine eigene Idee entwickelt.

Clips am Brillenband einhängen

„Wir als Wintersportenthusiasten freuen uns sehr, dass wir im Winter zum Glück nicht auf das Pistenabenteuer verzichten müssen. Unsere Maskenclips kann man am Brillenband befestigen und folglich die Maske einhängen“, sagt das Gründertrio Christoph Fink, Florian Pflanzl und Philipp Scholler.

Naked Optics, FFP2 Maske, Maske und Skifahren,
(c) Naked Optics – Die Naked Optics-Maskenclips zum Skifahren mit FFP-Maske.

Die ersten Produktionsmengen wurden von hauseigenem 3D-Drucker im Büro angefertigt. Als die Nachfrage nach dem Produkt stieg, wandte man sich an einen Vorarlberger 3D-Spezialisten, der nun für Naked Optics produziert.

Naked Optics ein „Garagen-Startup“

Das Startup, das auch Skibrillen im Portfolio hat und davon im Vorjahr 10.000 absetzen konnte, fand seinen Anfang bereits 2013, als die ersten Testmodelle eine ganze Saison mit mehreren staatlich geprüften Skilehrern überstehen mussten. 2014 trudelte dann die allererste Bestellung ein.

Als echtes „Garagen-Startup“, wie sie betonen, lagerten die Founder im gemeinsamen WG-Zimmer und Keller die Brillen und bewarben sie mit einem schlanken Marketing-Budget. Verkauft wurde über den Onlineshop.

„Der tägliche Gang zur Post vor Vorlesungen war uns den ganzen Winter lang ein Vergnügen“, so die Gründer über die Anfänge. „Mittlerweile zählen wir mehrere tausend zufriedene Kunden und sind stolz auf unsere kleine aber feine Naked-Family, die mit uns gemeinsam die schönsten Momente am Berg festhält und teilt.“

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deltaVision beschäftigt heute 125 Mitarbeitende © deltaVision

Das 2022 gegründete Münchner Unternehmen deltaVision hat in seiner ersten Finanzierungsrunde 10,2 Millionen Euro eingesammelt. Wie das Startup mitteilt, wird die Runde von KT Ventures und Valemount Capital angeführt. Zudem beteiligen sich Futury Capital sowie weitere private Investor:innen über ein Investitionsvehikel.

Skalierung im Münchner Werk

Nach eigenen Angaben wirtschaftet deltaVision seit der Gründung profitabel und beschäftigt mittlerweile 125 Mitarbeitende in einem ehemaligen Siemens-Werk in der Münchner Innenstadt. Das frische Kapital soll vor allem in den Kapazitätsausbau fließen, um die Produktion von Ventilen und Antriebskomponenten auf 5.000 Einheiten pro Jahr zu steigern. Parallel dazu will das Unternehmen Technologien für das orbitale Betanken von Raumfahrzeugen weiterentwickeln.

„Wir setzen auf ein offenes und interoperables Ökosystem für In-Orbit-Services, statt auf ein Modell, bei dem am Ende ein einzelner Anbieter den gesamten Markt beherrscht.“, wird CEO und Mitgründer Alex Plebuch in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert. Ein offenes Ökosystem vergrößere den Gesamtmarkt erheblich, wovon alle Akteure profitierten, heißt es weiters.

Expansion nach Frankreich und in die USA

Neben der Kapazitätserweiterung in Deutschland plant das Startup den Aufbau von Forschung und Produktion in Frankreich über eine neu gegründete Tochtergesellschaft. Kurzfristig soll zudem eine eigene Ventilproduktion in den USA entstehen, um den dortigen Markt direkt zu bedienen.

Das Unternehmen beliefert laut eigenen Angaben mehr als 60 Kund:innen weltweit, darunter die Europäische Weltraumorganisation (ESA) für das Mondlander-Projekt „Argonaut“. Johannes Pichler von Lead-Investor KT Ventures begründet den Einstieg wie folgt: „Wir investieren nicht in ein Versprechen, sondern in ein profitables Geschäftsmodell mit enormem Rückenwind und internationalen Wachstumschancen.“

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