15.01.2024

Nahrungsmittelintoleranzen: Wiener MedTech schielt mit neuem Partner auf neue Märkte

MADx, ein Hersteller von molekularen Immundiagnostiktests, kooperiert mit dem britischen Anbieter Test4 Limited, um einen Test für Nahrungsmittelintoleranzen zu vertreiben.
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MADx, Nahrungsmittelintoleranz, Intoleranz
(c) MADx/ Markus Schieder - Milchprodukte sind häufige Auslöser von Nahrungsmittelintoleranzen.

Macro Array Diagnostics (MADx), ein von der aws gefördertes und von der WKÖ als „Born Global Champion“ ausgezeichnetes Wiener MedTech, ist eine Partnerschaft mit Test4 Limited eingegangen, um den FOX Food Xplorer zu vertreiben – einen Test für Nahrungsmittelintoleranzen, der auf Nanobead-Technologie basiert.

MADx: 286 Auslöser identifizierbar

Dieser In-vitro-Test ist – eigenen Angaben nach – in der Lage, in einem Schritt 286 Lebensmittelauslöser aus 13 verschiedenen Lebensmittelgruppen zu testen, darunter häufige Auslöser wie Milch, Weizen, Eier, Nüsse und verschiedene Obst- und Gemüsesorten sowie Superfoods wie Chiasamen, Spirulina und Chlorella.

Die Ergebnisse sollen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Ernährungsberater:innen helfen, individuelle Ernährungspläne für ihre Patient:innen zu erstellen und die notwendigen Ernährungsumstellungen vorzunehmen. Alles, um eine höhere Lebensqualität zu erreichen und Symptome von Nahrungsmittelintoleranzen wie Blähungen, Magenschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen zu vermeiden.

Schlüsselmärkte im Fokus

„Wir freuen uns sehr, mit Test4 Limited einen Vertriebspartner mit großer Expertise im Bereich der Nahrungsmittelintoleranztests gefunden zu haben. Ich bin überzeugt, dass unsere gemeinsame Unternehmung sehr erfolgreich sein wird, insbesondere weil wir mit demselben kompetenten Partner mehrere Schlüsselmärkte ansprechen werden“, sagt MADx-Geschäftsführer Christian Harwanegg.

Der neue Partner Test4 Limited wurde 2018 gegründet, um den Zugang zu diagnostischen Tests für zu Hause zu ermöglichen. Das Unternehmen arbeitet mit diversen Technologiepartnern zusammen, um den Zugang zu diagnostischen Tests auf der ganzen Welt zu ermöglichen und verfügt über Niederlassungen in Europa, dem Nahen und Fernen Osten.

MADx und die unerklärlichen Symptome

„Wir freuen uns über die Gelegenheit, mit MADx zusammenzuarbeiten, die einen sehr innovativen und hochmodernen Test entwickelt haben, der den Alltag vieler Menschen verbessern wird, die derzeit mit unerklärlichen Symptomen aufgrund von Nahrungsmittelintoleranzen zu kämpfen haben“, sagt Test4 Limited Geschäftsführer David Grouse. „Es ist großartig, den FOX-Test als exklusiver Vertriebspartner auf so viele Märkte zu bringen.“

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Der European Venture Sentiment Index deutet eine positive Entwicklung für das nächste Quartal an (c) Adobe Stock
(c) Adobe Stock

„Für das zweite Quartal könnten die Vorzeichen kaum schlechter stehen“, zitierte brutkasten Venionaire im April zur Veröffentlichung des European Venture Sentiment Index für das erste Quartal. Doch – wie so oft – kam es dann doch anders. Die im ersten Quartal durch den Angriff der USA auf den Iran hervorgerufene Krise schlug sich nämlich – anders als etwa die Krise nach Beginn des Ukraine-Kriegs – nicht auf die Risikokapital-Volumina nieder.

Die Zahlen sahen laut Venionaire-Analyse im zweiten Quartal nämlich gut aus: Die Gesamtinvestitionen am europäischen Risikokapitalmarkt nahmen weiter zu und erreichten mit 29 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord. Weiters konnte auch die reine Deal-Anzahl um rund fünf Prozent auf 965 Deals gesteigert werden.

(c) Venionaire Capital

Knapp negativer Indexwert – abermals pessimistischer Ausblick

Dennoch sind die für den quartalsweisen Index befragten Investor:innen nicht in Jubelstimmung. Der Indexwert liegt mit 4,8 knapp unter der neutralen Marke 5. Er ist damit besser als der Wert im Vorquartal und besser als der für das Quartal erwartete Wert (siehe Grafik), aber immer noch nicht positiv. Auch die Erwartung für das kommende Quartal ist mit 4,4 wieder schlechter. „Die Zahlen zeichnen ein positiveres Bild als die Stimmung. Investor:innen sind weiterhin zurückhaltend und warten mit Investments“, analysiert Berthold Baurek-Karlic, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Venionaire Capital AG.

(c) Venionaire Capital

Man erkenne eine leichte Stabilisierung, so Baurek-Karlic weiter zum Index-Wert. „Zwar erwarten Investor:innen mehr Aktivität und Wettbewerb im dritten Quartal, doch die großen Sorgen rund um geopolitische Spannungen und handelspolitische Unsicherheit sind aber weiterhin da.“ Es verwundere also nicht, dass der erwartete Index-Wert lediglich 4,4 betrage. Investor:innen würden kurzfristig ohne verlässlichen Ausblick auf die kommenden Quartale agieren, meinen die Analysten von Venionaire Capital.

DeepTech im Vorteil

Und langfristig könnte sich eine Veränderung der Investitionskriterien abzeichnen, erwarten die Analysten. Effizienz und Produktdifferenzierung würden zunehmend als Grundvoraussetzungen gelten. In den Mittelpunkt rücke stattdessen die Frage, ob ein Unternehmen über einen dauerhaft verteidigungsfähigen Wettbewerbsvorteil verfüge. „Investoren hinterfragen verstärkt, ob KI-basierte Produkte tief in Infrastruktur und Arbeitsabläufen verankert sind oder lediglich auf bestehenden Basismodellen aufsetzen. Geschäftsmodelle, deren Kernfunktion kurzfristig von einem großen KI-Anbieter in dessen Plattform integriert werden könnte, werden entsprechend kritischer bewertet“, so Baurek-Karlic.

Davon würden insbesondere Bereiche mit höheren technologischen und physischen Eintrittsbarrieren profitieren, darunter DeepTech, Biotechnologie, Hardware, Robotik und fortschrittliche Fertigung. „Vielleicht stehen wir vor einem goldenen Zeitalter der DeepTech-Unternehmen“, mutmaßt der Venionaire-Gründer.

Größte Runden und stärkste Länder

Diese Erwartungen würden sich in den Top-Investments des zweiten Quartals widerspiegeln: Mit Eurowind Energy (2,3 Mrd. US-Dollar, Energie- und Abfallwirtschaft), Isomorphic Laboratories (2,1 Mrd. US-Dollar, KI-Biotechnologie) und Stegra (1,6 Mrd. US-Dollar, erneuerbare Energien) seien die größten Finanzierungsrunden an Unternehmen gegangen, die nicht einfach vom Markt verdrängt werden können. Im europäischen Risikokapital-Länderranking führte einmal mehr das Vereinigte Königreich (12,3 Mrd. US-Dollar) überlegen vor Deutschland (3,6 Mrd. US-Dollar) und – überraschend dank Eurowind Energy – Dänemark (3 Mrd. US-Dollar).

(c) Venionaire Capital

Und wie geht es weiter? Baurek-Karlic analysiert: „Der Risikokapitalmarkt befindet sich momentan im Wandel. Investor:innen sind bereit, mehr Kapital zur Verfügung zu stellen, wollen dafür aber auch ein gewisses Maß an Sicherheit. Auch im dritten Quartal werden es etabliertere Unternehmen mit einem felsenfesten Geschäftsmodell leichter haben.“

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