02.10.2019

Nagarro Turntable: Wie aus Daten ein Business Value wird

Beim Turntable von Nagarro handelt es sich um eine neue Eventreihe, die zu wechselnden Innovationsthemen Best Practices auf den Tisch bringt. Vergangene Woche fand die erste Veranstaltung statt, bei der namhafte Unternehmen aus Österreich ihre Projekte anhand von Live-Demos präsentierten.
/artikel/nagarro-turntable-1-nachbericht
Nagarro
Anurag Sahay (Nagarro), Damianos Soumelidis (Nagarro), Stephanie Biebel (Nagarro), Maximilian Schwarzmaier (Hoerbiger), Scott Wiggins (Andritz)

Wie generieren Unternehmen aus den Unmengen von Daten tatsächlich einen Business Value? Diese Frage stand im Zentrum des ersten Nagarro Turntalbe-Event, der am 26. September im Headquarter von Nagarro Austria in Wien stattfand.

+++ Der Sieger der Nagarro “Agile Challenge 2019” steht fest +++

Beim Turntable handelt es sich um eine neue Eventreihe, die zu wechselnden Innovationsthemen Best Practices präsentiert. Konkret soll gezeigt werden, wie Unternehmen erfolgreich den „Turnaround“ ins digitale Zeitalter schaffen.

Das IT-Unternehmen Nagarro, das agile Software-Entwicklung, Cloud-Technologien und digitale Transformationsprojekte vorantreibt, hat sich mit der Eventreihe zum Ziel gesetzt, künftige Daten-Use-Cases anhand von Live-Demos zu veranschaulichen.

120 Gäste beim ersten Turntable

Beim ersten Turntable wurden Use-Cases rund um die Themen Smart Data und Artificial Intelligence präsentiert. Zu den geladenen Unternehmen zählten unter anderem A1, Admiral, Flughafen Wien, ÖAMTC, Palfinger, Rewe und die Wiener Linien. Rund 120 Gäste nutzten den Turntable, um sich Impulse zu diesen Zukunftsthemen zu holen.

(c) Christian Dusek

Daten-Use-Cases

Ein Use-Case umfasste das Thema „Predictive Maintencance“. Dabei handelt es sich um einen Ansatz, der vorausschauend und proaktiv Maschinen und Anlagen wartet, um Ausfallzeiten möglichst niedrig zu halten.

Ewald Koller, Head of Technology bei ÖBB-Postbus, schilderte im Rahmen des Turntable, wie diese Form der „Predictive Maintenance“ in seinem Unternehmen bereits zur Anwendung kommt. Die gesamte Postbusflotte liefert über ein umfangreiches Fahrzeugdatensystem enorme Datenmengen. Gemeinsam mit Nagarro wird hier nach Korrelationen für vorausschauende Wartung gesucht. 

Einen weiteren Daten-Use-Case lieferte die Andritz AG. Scott Wiggins, Vice President Group Information Technology bei Andritz, erzählte, wie er mit Hilfe eines Nagarro Datathons erste Erkenntnisse aus seinen Daten gewann und diese zur Umsetzung des ersten Data Lake Projektes führte. 

Experten-Inputs

Neben der Präsentation der Use-Cases gab es zudem noch Experten-Inputs. So erläuterte Anurag Sahay, Vice President AI & Data Sciences bei Nagarro, die drei wichtigsten Einstiege in Big Data Projekte und gab seine Einschätzung zur Relevanz von Datenbanken sowie Data Lakes für die Zukunft.

Nagarro Austria Managing Director Paul Haberfellner betonte abschließend: „Viele Kunden stehen erst am Anfang ihrer Datenreise und dem immensen Spektrum an Möglichkeiten! Unser Ziel ist es, gemeinsam mit den Unternehmen den richtigen Einstieg zu finden. Einen, der sich rechnet und der im Unternehmen gut angenommen wird.“


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Videoarchiv: Michael Rurländer, Projektmanager Nagarro Austria, über den Berufsalltag und Technologien der Zukunft

Michael Rurländer, Projektmanager Nagarro Austria, über den Berufsalltag und Technologien der Zukunft

„In meiner Arbeit liegt der Wandel in der Natur der Sache“. Michael Rurländer, Projektmanager bei Nagarro Austria, hat bereits an mehreren unterschiedlichen Digitalisierungsprojekten gearbeitet, unter anderem den Smart Glasses mit ÖBB Postbus. Wir haben ihn gefragt, wie man sich den Berufsalltag bei Nagarro vorstellen kann und an welchen spannenden Themen heute gearbeitet wird.

Gepostet von DerBrutkasten am Freitag, 26. April 2019

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Majourny
© Majourny - Severin Bergsmann und Fabian Pischinger.

Es begann mit einer App, die KI zur automatischen Routenerstellung nutzte. Basierend auf ihren Interessen bekamen Nutzer:innen Empfehlungen für Hotels, Restaurants und Aktivitäten in der ausgewählten Stadt. Die Routen konnten dann in einem Feed geteilt werden, um Vertrauen zu schaffen und die App von rein algorithmischen Planern zu unterscheiden. Das Ziel der beiden Gründer Fabian Pischinger und Severin Bergsmann war es, als B2C-Reiseplaner Endkund:innen zu erreichen. Doch dann sprach man mit den Hotels.

Majourny-Founder: „Haben nicht im Office überlegt“

„Je mehr wir mit Hotels gesprochen haben, desto klarer wurde: Die Gäste sind längst digital, die Betriebe dahinter oft noch nicht. Dort geht jeden Tag enorm viel Zeit für Telefonate, Zettel und Nachfragen verloren“, sagt Pischinger. Also pivotierte man und versteht sich jetzt als B2B-Plattform für Hotels. Das Wissen über die Erwartungen digitaler Gäste nahm das Team mit. „Die Gen Z will ihre Anliegen digital erledigen, zu jeder Uhrzeit. Gleichzeitig hat das Personal schlicht keine Kapazität mehr, alles händisch abzufangen.“

Seit Ende 2025 entsteht die Software direkt im Hotelalltag, gemeinsam mit dem Stift Schlägl und dem Boutiquehotel Königswieserhof im Bezirk Freistadt. Als dritter Pilotbetrieb kamen die ARVE Chalets auf der Turracher Höhe dazu.

„Wir haben nicht im Büro überlegt, was Hotels brauchen könnten. Wir waren im Betrieb und haben gesehen, wo jeden Tag Zeit verloren geht“, ergänzt Pischinger. Unterstützt wird die Entwicklung durch ein FFG-Kleinprojekt, das Projektvolumen beläuft sich auf 150.000 €. Das Ziel des Projektes ist es, Hotels autonomer zu gestalten und Abläufe mittels KI-Agenten zu vereinfachen.

Daten automatisch ins System

Majourny wird an das bestehende Property-Management-System (PMS) des Hotels angebunden. Anreisen, Zimmernummern und Aufenthaltsdaten fließen somit automatisch ins System, eine zusätzliche Insellösung entstehe nicht. Der TeamHub bündelt Aufgaben, Übergaben und Kommunikation zwischen Rezeption, Housekeeping, Haustechnik und Küche. Eine KI-Wissensdatenbank soll auch neuen oder saisonalen Mitarbeiter:innen Antworten zum Haus liefern, und über einen digitalen Concierge erreichen Gäste das Hotel rund um die Uhr.

Zielgruppe sind der Aussendung zufolge Boutiquehotels, inhabergeführte Hotels und Chalets, also Betriebe, in denen wenige Menschen viele Rollen übernehmen und für eine eigene IT-Abteilung kein Platz ist.

Mit Version 1.0 startete im September auch der Vertrieb. Langfristig sollen KI-Agenten einen großen Teil der Back-Office-Arbeit in Hotels selbstständig erledigen. Die Verantwortung bleibe dabei beim Menschen: Entscheidungen über Preise, Kulanz oder Beschwerden treffe weiterhin das Hotel. „Die KI soll niemanden ersetzen“, so die Founder. „Sie soll die Arbeit übernehmen, die keiner gerne macht, damit wieder mehr Zeit für die Gäste bleibt.“

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