Nach Rücktritt: NFL-Star Tom Brady gründet NFT-Startup
Der legendäre Quarterback beendet nach 22 Jahren NFL und sieben Super Bowl-Ringen seine Sportkarriere. Nun hat er ein Startup namens Autograph gegründet, das gleich 170 Millionen US-Dollar "raisen" konnte.
Der Star-Quarterback der National Football League (NFL) und Gründer des NFT-Startups Autograph Tom Brady gab letzten Dienstag offiziell seinen Rücktritt bekannt und erklärte, er wolle mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und an seinen Unternehmen arbeiten.
Tom Brady spielte 20 Jahre lang für die New England Patriots und gewann dort sechsmal die Super Bowl, bevor er zu den Tampa Bay Buccaneers wechselte und sich auch dort zum Champion krönte. Nun hat die Football-Ikone etwas anderes gefunden.
Brady will Erstellung von Sammlerstücken erleichtern
„Die Zukunft ist aufregend“, schrieb Brady in einem Instagram-Post. „Ich habe das Glück, unglaubliche Unternehmen wie Autograph, BRADY und TB12 Sports mitbegründet zu haben, bei deren Aufbau und Wachstum ich gerne weiter mithelfen möchte, aber wie genau meine Tage aussehen werden, wird sich erst noch zeigen.“
Der US-Amerikaner hat konkret eine Plattform für NFTs gegründet, das Sportlern und anderen berühmten Persönlichkeiten dabei helfen soll, ihre eigenen digitalen Sammlerstücke zu erstellen und zu vermarkten. Auf Autograph finden sich mittlerweile NFTs von Brady selbst, aber auch von Wayne Gretzky, Tony Hawk oder Olympiasiegerin Simon Biles.
Andreessen Horowitz bei Finanzierungsrunde dabei
Autograph ging dafür eine Partnerschaft mit DraftKings und Lionsgate ein, um NFTs zu erstellen, die auf Filmfranchises und Sportstars basieren und hat Anfang dieses Monats mit Unterstützung von Andreessen Horowitz, Katie Haun und Kleiner Perkins 170 Millionen US-Dollar lukrieren können.
Brady selbst interessiert sich schon länger für den Kryptobereich. Auf der Consensus-Konferenz von CoinDesk erklärte er bereits im Mai seine Absichten. „Je mehr ich über Krypto- und Blockchain-Technologien gelernt habe, desto mehr wollte ich wirklich ein Teil des Aufbaus einer großartigen Plattform sein, die Möglichkeiten für mich, Künstler und andere Unterhaltungsmarken schaffen kann, um großartige Sammlerstücke zu erstellen.“
Der European Venture Sentiment Index von Venionaire für das 2. Quartal 2026 zeigt wieder einmal: Es ist anders gekommen, als erwartet. Dabei passen die harten Zahlen aktuell nicht unbedingt mit der Stimmung zusammen.
Der European Venture Sentiment Index von Venionaire für das 2. Quartal 2026 zeigt wieder einmal: Es ist anders gekommen, als erwartet. Dabei passen die harten Zahlen aktuell nicht unbedingt mit der Stimmung zusammen.
„Für das zweite Quartal könnten die Vorzeichen kaum schlechter stehen“, zitierte brutkasten Venionaire im April zur Veröffentlichung des European Venture Sentiment Index für das erste Quartal. Doch – wie so oft – kam es dann doch anders. Die im ersten Quartal durch den Angriff der USA auf den Iran hervorgerufene Krise schlug sich nämlich – anders als etwa die Krise nach Beginn des Ukraine-Kriegs – nicht auf die Risikokapital-Volumina nieder.
Die Zahlen sahen laut Venionaire-Analyse im zweiten Quartal nämlich gut aus: Die Gesamtinvestitionen am europäischen Risikokapitalmarkt nahmen weiter zu und erreichten mit 29 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekord. Weiters konnte auch die reine Deal-Anzahl um rund fünf Prozent auf 965 Deals gesteigert werden.
Dennoch sind die für den quartalsweisen Index befragten Investor:innen nicht in Jubelstimmung. Der Indexwert liegt mit 4,8 knapp unter der neutralen Marke 5. Er ist damit besser als der Wert im Vorquartal und besser als der für das Quartal erwartete Wert (siehe Grafik), aber immer noch nicht positiv. Auch die Erwartung für das kommende Quartal ist mit 4,4 wieder schlechter. „Die Zahlen zeichnen ein positiveres Bild als die Stimmung. Investor:innen sind weiterhin zurückhaltend und warten mit Investments“, analysiert Berthold Baurek-Karlic, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Venionaire Capital AG.
(c) Venionaire Capital
Man erkenne eine leichte Stabilisierung, so Baurek-Karlic weiter zum Index-Wert. „Zwar erwarten Investor:innen mehr Aktivität und Wettbewerb im dritten Quartal, doch die großen Sorgen rund um geopolitische Spannungen und handelspolitische Unsicherheit sind aber weiterhin da.“ Es verwundere also nicht, dass der erwartete Index-Wert lediglich 4,4 betrage. Investor:innen würden kurzfristig ohne verlässlichen Ausblick auf die kommenden Quartale agieren, meinen die Analysten von Venionaire Capital.
DeepTech im Vorteil
Und langfristig könnte sich eine Veränderung der Investitionskriterien abzeichnen, erwarten die Analysten. Effizienz und Produktdifferenzierung würden zunehmend als Grundvoraussetzungen gelten. In den Mittelpunkt rücke stattdessen die Frage, ob ein Unternehmen über einen dauerhaft verteidigungsfähigen Wettbewerbsvorteil verfüge. „Investoren hinterfragen verstärkt, ob KI-basierte Produkte tief in Infrastruktur und Arbeitsabläufen verankert sind oder lediglich auf bestehenden Basismodellen aufsetzen. Geschäftsmodelle, deren Kernfunktion kurzfristig von einem großen KI-Anbieter in dessen Plattform integriert werden könnte, werden entsprechend kritischer bewertet“, so Baurek-Karlic.
Davon würden insbesondere Bereiche mit höheren technologischen und physischen Eintrittsbarrieren profitieren, darunter DeepTech, Biotechnologie, Hardware, Robotik und fortschrittliche Fertigung. „Vielleicht stehen wir vor einem goldenen Zeitalter der DeepTech-Unternehmen“, mutmaßt der Venionaire-Gründer.
Größte Runden und stärkste Länder
Diese Erwartungen würden sich in den Top-Investments des zweiten Quartals widerspiegeln: Mit Eurowind Energy (2,3 Mrd. US-Dollar, Energie- und Abfallwirtschaft), Isomorphic Laboratories (2,1 Mrd. US-Dollar, KI-Biotechnologie) und Stegra (1,6 Mrd. US-Dollar, erneuerbare Energien) seien die größten Finanzierungsrunden an Unternehmen gegangen, die nicht einfach vom Markt verdrängt werden können. Im europäischen Risikokapital-Länderranking führte einmal mehr das Vereinigte Königreich (12,3 Mrd. US-Dollar) überlegen vor Deutschland (3,6 Mrd. US-Dollar) und – überraschend dank Eurowind Energy – Dänemark (3 Mrd. US-Dollar).
(c) Venionaire Capital
Und wie geht es weiter? Baurek-Karlic analysiert: „Der Risikokapitalmarkt befindet sich momentan im Wandel. Investor:innen sind bereit, mehr Kapital zur Verfügung zu stellen, wollen dafür aber auch ein gewisses Maß an Sicherheit. Auch im dritten Quartal werden es etabliertere Unternehmen mit einem felsenfesten Geschäftsmodell leichter haben.“
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