26.01.2023

N26: Das ist der neue General Manager für die DACH-Region

Die von Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal gegründete Neobank N26 hat einen neuen General Manager für die DACH-Region und für Nordeuropa. Daniel Lappas hat zuvor für LinkedIn, BCG und BMW gearbeitet.
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Daniel Lappas, General Manager DACH & Northern Europe bei N26
Daniel Lappas, General Manager DACH & Northern Europe bei N26 | Foto: N26

Die Neobank N26 hat einen neuen General Manager für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) sowie für Nordeuropa: Daniel Lappas. Er kommt vom Online-Karriere-Netzwerk LinkedIn. Dort war er Director of International Consumer Strategies & Operation. Als solcher hatte Lappas die Wachstumsstrategie aller internationalen Märkte verantwortet. Er arbeitete eng mit dem Produkt- und dem Go-To-Market-Teams zusammen, schreibt N26 in einer Aussendung.

Davor hatte Lappas jeweils mehrere Jahre für die Boston Consulting Group (BCG) in der digitalen Strategieentwicklung und im Corporate Development sowie für BMW im Risikomanagement gearbeitet. Bei N26 soll er nun als Teil des globalen Führungsteams die Weiterentwicklung von N26 in der DACH-Region und in Nordeuropa vorantreiben. Er hat die Rolle im Dezember angetreten. „Ich freue mich darauf, digitales Banking für Kund:innen im deutschsprachigen Raum und in Nordeuropa noch attraktiver zu machen“, kommentiert Lappas in einer Aussendung seinen neuen Job.

Georg Hauer hatte Position Mitte 2021 verlassen

Die Position des General Managers DACH & Nothern Europe hatte bis Mitte 2021 der Österreicher Georg Hauer inne. Er wechselte, wie berichtet, dann nach drei Jahren bei der Neobank zum Münchner Startup HawkAI, das am heutigen Donnerstag eine 17 Mio. US-Dollar schwere Series-B-Finanzierungsrunde kommuniziert hat. In Österreich fungiert Christian Strobl als Market Lead von N26.

Die letzte große Personalmeldung bei N26 war der Abgang von Finanzchef Jan Kemper im Dezember. Dieser war seit Mitte 2021 Finanzchef von N26 gewesen und hatte Anfang 2022 zusätzlich die Rolle des Chief Operating Officer (COO) übernommen. Kempers Ernennung Anfang 2021 war vielfach als Signal für eine Vorbereitung eines Börsengangs interpretiert worden. Ein solcher dürfte bei der Neobank in nächster Zeit aber nicht am Programm stehen.

Produktseitig hat N26 hat vorige Woche sein in Kooperation mit Bitpanda umgesetztes Krypto-Angebot in Deutschland, der Schweiz und weiteren Märkten gestartet. In Österreich war es bereits seit Oktober verfügbar.

Christian Strobl, N26 Market Lead Austria, im brutkasten Talk zum Thema Future of Work:

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Elias und Matthias Bohun von Traivelling bei der Prämierung der besten Geschäftsidee Niederösterreichs 2019
Elias und Matthias Bohun von Traivelling bei der Prämierung der besten Geschäftsidee Niederösterreichs 2019 (c) Daniela Matejschek

Interkontinentale Zugreisen einfach und nachhaltig zu ermöglichen, dafür wurde Traivelling vor gut fünf Jahren gegründet. Ursprünglich war das Unternehmen im B2C-Bereich tätig. Privatpersonen sollten ohne großartige Recherche weite Strecken mit dem Zug zurücklegen können. Zuletzt wollte man sich im B2B-Bereich verstärken, doch nun ist das Unternehmen insolvent. Ein Konkursverfahren am Handelsgericht Wien wurde eröffnet.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich“

Zuletzt arbeitete Traivelling daran, eine Softwareschnittstelle im B2B-Bereich anzubieten, über die Tickets weitervermittelt werden sollten. Das Wiener Startup hätte dafür monatliche Fees von B2B-Partnern und eine Provision von Bahnfirmen erhalten. Aus einer Aussendung des Kreditschutzverbands KSV1870 geht hervor, dass Traivelling dadurch Umsätze in einer Größenordnung generieren wollte, die für einen langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend sein sollten. Im Endeffekt war laut KSV 1870 eben diese Softwareschnittstelle für die Nutzung durch Unternehmenskunden, also der B2B-Bereich, die Ursache für die Insolvenz.

Die Entwicklung dieser Schnittstelle konnte nämlich bis dato nicht fertiggestellt werden. Auch ein Rettungsversuch durch Verhandlungen mit Investoren scheiterte. „Es waren unüberbrückbare vertragliche Differenzen zwischen den Investoren und uns“, erklärt Geschäftsführer Elias Bohun, der die Namen der Investoren nicht nennen möchte.

„Wir arbeiten in einem knappen Margenbereich. Am Ende ist uns leider das Geld ausgegangen, obwohl wir jeden Tag Buchungen hatten. Wir hätten aber ein Vielfaches gebraucht“, sagt Bohun. Bereits gebuchte Tickets würden ihre Gültigkeit behalten. Das Unternehmen hatte zwei Mitarbeiter.

Die Verbindlichkeiten betragen laut Kreditschutzverband 435.000 Euro, rund 200 Gläubiger seien betroffen. Die Zahl der Gläubiger sei so groß, weil Traivelling sich unter anderem mittels Crowdfunding finanzierte.

Crowdfunding und FFG-Förderung

Das Startup konnte im Jahr 2025 über eine Crowdfunding-Aktion 200.000 Euro einsammeln (brutkasten berichtete). Um diese Summe zu erreichen, habe es laut Geschäftsführer Elias Bohun nur zehn Tage gebraucht. Zusätzlich erhielt das Wiener Startup eine FFG-Basisförderung. Insgesamt konnten man eine Finanzierung in Höhe von rund 600.000 Euro aufstellen.

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