17.01.2023

N26: Krypto-Angebot in Kooperation mit Bitpanda jetzt auch in Deutschland gestartet

In Österreich ist das Kryptoangebot von N26 schon im Oktober gestartet. Nun geht es auch in weiteren Ländern los - darunter Deutschland und der Schweiz.
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Das Krypto-Angebot in der N26-App
Foto: N26

Dass Österreich der erste Markt war, in dem die Berliner Neobank N26 mit seinem Kryptoangebot gestartet ist, war nur folgerichtig: Immerhin wird es mit der White-Label-Lösung des Wiener Fintechs Bitpanda umgesetzt. Nachdem bereits monatelang entsprechende Gerüchte kursiert waren, ist es im vergangenen Oktober dann losgegangen. Rund drei Monate später startet das Angebot nun auch in weiteren Ländern – und zwar in Deutschland, der Schweiz, Belgien, Portugal und Irland.

Ab dem heutigen Dienstag soll das Angebot ab über die kommenden Wochen hinweg schrittweise für berechtigte Kund:innen verfügbar gemacht, kündigt N26 in einer Aussendung an. Kund:innen, deren Identität und Teilnahmeberechtigung die Neobank geprüft hat, können dann in der bestehenden Banking-App von N26 auf das Krypto-Angebot zugreifen.

200 Kryptowährungen im Angebot

Dieses umfasst knapp 200 Kryptowährungen. Diese können gekauft und verkauft, aber nicht an eigene Wallets überwiesen werden. Die gekauften Krypto-Assets werden von Bitpanda im Cold-Storage-Verfahren verwahrt.

Beim Kauf und Verkauf von Bitcoin über N26 fallen 1,5 Prozent an Transaktionsgebühren an, bei allen übrigen Krypto-Assets 2,5 Prozent. Für Nutzer:innen des Bezahlangebots N26 Metal sinken die Kosten auf 1 Prozent für Bitcoin sowie auf 2 Prozent für die übrigen Krypto-Assets.

Stalf: “Kryptowährungen weiterhin attraktive Anlageklasse“

„Trotz der Marktschwankungen bleiben Kryptowährungen weiterhin eine gefragte und attraktive Anlageklasse für Investor:innen und ein wachsender Teil des Finanzsystems“, kommentiert N26-Cofounder Valentin Stalf den Start des Angebots in den neuen Märkten. „Für eine neue Generation von Investierenden, die nach Möglichkeiten sucht, um ihr Vermögen zu vermehren, gelingt der Einstieg in das Geldanlegen häufig über den Handel mit Kryptowährungen.“

Bitpandas White-Label-Lösung wurde Mitte 2021 vorgestellt und ermöglicht anderen Unternehmen, das Bitpanda-Angebot für die eigenen Kund:innen einzubinden. Dieses B2B-Angebot wird unter anderem bereits von Lydia aus Frankreich, Fabrick aus Italien oder Plum aus Großbritannien genutzt.

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V.l.n.r. LH Stv. Stephan Pernkopf, COO Gate Space Johannes Pammer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher | © NLK Filzwieser

Die Zukunft des ESA-Phi-Lab Austria ist bis 2031 sicher. Das Land Niederösterreich und die ESA (über den Bund) finanzieren den Space Hub in Schwechat mit 4,4 bzw. 5,2 Millionen Euro, wie bei den Austrian Space Days bekanntgegeben wurde. Somit können weitere Unternehmen gefördert werden. Ziel für die Förderperiode ab 2028 ist, neuartige Raumfahrttechnologien schneller vom Prototyp in die industrielle Produktion zu bringen.

Unabhängigkeit und Wertschöpfung

Aufgrund der geopolitischen Lage sei es zentral, mit der „Konkurrenz aus den USA und Asien mithalten zu können“, sagt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie präzisiert: „Wenn wir die Schlüsseltechnologien nicht in der Hand haben, dann steigt unsere Abhängigkeit sowohl politisch, aber vor allem auch wirtschaftlich. Was das heißt, haben wir in den letzten Jahren hautnah zu spüren bekommen.“

Außerdem sieht sie eine Chance für den Wirtschaftsstandort Österreich: „Wir erwarten uns neue Jobs, neue Unternehmen und dadurch auch neue Wertschöpfung, aber vor allem auch Wohlstand in der Zukunft.“ Während andere Branchen laut Mikl-Leitner wegen der wirtschaftlichen Lage verloren gingen, habe die Raumfahrt Potential. „Es gibt in der Raumfahrt ein Wachstum von zehn Prozent pro Jahr. Raumfahrttechnologie und auch Bahntechnologie sind die am schnellsten wachsenden Bereiche weltweit und da wollen wir natürlich auch mit dabei sein.“

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf betont: „Die Verlängerung des ESA-Phi-Lab ist wichtig, um zu zeigen, dass wir auch in angespannten Budgetzeiten in Zukunftstechnologien investieren.“

Vier Ausschreibungen, mehr als 150 Einreichungen

Seit seiner Einführung im Jahr 2024 gab es vier Ausschreibungsrunden, in denen insgesamt über 150 Projekte eingereicht wurden. Einreichungen seien weiterhin laufend möglich. Die Förderung betrage zwischen 200.000 und 500.000 Euro die Projekte würden 12 bis 24 Monate begleitet werden. Der Schwerpunkt liege auf Upstream-Technologien, also der Hard- und Software für Satelliten und Raumfahrzeuge und ihren Betrieb. Das Programm verbindet die Finanzierung mit Unterstützung u. a. bei Geschäftsmodellen, Marktanalyse und Skalierung.

Im ESA Phi-Lab Austria werden aktuell 13 Projekte umgesetzt. Dabei sind Firmen wie Peak Technology, R-Space oder auch Gate Space beteiligt. Letztere designte einen Satelliten, der im Februar nächsten Jahres von SpaceX in den Orbit geschossen werden soll. Der Beaconsat ist Österreichs erster Militärsatellit und soll Angriffe auf Navigationssignale sichtbar machen.

Der Beatconsat (Bildmitte) wurde von Gate Space im Auftrag des Verteidigungsministeriums entwickelt. | © brutkasten

Auf Space Factory folgt Ausbau von Space Hub

Im Sommer dieses Jahres wurde die Space Factory, eine Infrastruktur für Prototyping und Tests, gegründet (brutkasten berichtete). Nun folgt der Ausbau des Space Hubs, um Platz für mehr Firmen zu schaffen. Aktuell sind dort zehn Unternehmen tätig. „Als österreichischer Generaldirektor bin ich wirklich sehr beeindruckt, wie dynamisch die Szene hier ist, wie schnell sich das aufbaut und wie vorwärtsschauend die Region Niederösterreich, aber Österreich insgesamt ist. Die Industrie ist aufgewacht und sehr aktiv. Das rennt jetzt“, sagt ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher.

Space Region Lower Austria

In Niederösterreich möchte man „Raumfahrt weiterdenken“ und arbeitet daher an der Initiative „Space Region Lower Austria“. Von Seibersdorf über Wiener Neustadt bis zum Flughafen Wien-Schwechat sollen Forschungseinrichtungen und Unternehmen besser vernetzt werden und unter einer Dachmarke auftreten. „Wir stehen für Raumfahrttechnologie, wir wollen im internationalen Wettbewerb auch mitspielen können. Wir wollen uns von den USA und letztendlich auch von Asien abheben können“, sagt Mikl-Leitner.

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