26.04.2018

N26-Founder Valentin Stalf in WU-Universitätsrat bestellt

Valentin Stalf, der Wiener Co-Founder des Berliner Startups N26, wird einstimmig zum fünften Mitglied des Universitätsrats der Wirtschaftsuniversität Wien bestellt. In den vergangenen Perioden hatten die OeNB-Gouverneure den Platz inne.
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N26: Valentin Stalf
(c) N26: Valentin Stalf

Er ist inzwischen ohne Zweifel einer der erfolgreichsten österreichischen Startup-Gründer. Dass er dieses Startup – das FinTech N26, das erst kürzlich eine 160 Millionen US-Dollar Finanzierungsrunde abwickelte – nicht in Österreich, sondern in Deutschland gründete, sei an dieser Stelle nur erwähnt. Der Wiener Valentin Stalf wurde nun zum fünften Mitglied im Universitätsrat der WU Wien bestellt. Stalf komplettiert damit das Gremium, dem neben der Anwältin Cattina Leitner (DORDA Rechtsanwälte) der seit 2013 im Unirat der WU tätige CEO der immigon portfolioabbau AG Stephan Koren, Christine Dornaus, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtische Versicherungs AG und Barbara Kolm, Präsidentin des Friedrich August von Hayek Instituts und Direktorin des Austrian Economics Center angehören. Die erstgenannte Leitner ist Vorsitzende des Rats. Koren ist Stellvertreter.

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Valentin Stalf folgt Ewald Nowotny

Der Bestellung Stalfs kann durchaus eine gewisse Symbolkraft beigemessen werden. Bislang war es gleichsam „Tradition“, dass der amtierende Gouverneur der Nationalbank den fünften Sitz innehat. So folgte etwa bei der letzten Bestellung Ewald Nowotny seinem OeNB-Vorgänger Klaus Liebscher auch im WU-Universitätsrat. Mit Valentin Stalf bekommt nun ein ausgewiesener Vertreter der New Economy – noch dazu Gründer eines disruptiven FinTech-Startups, den Platz. Neben inzwischen etablierten Einrichtungen wie dem Gründungszentrum bewies die WU in den vergangenen Monaten auch mit der Einrichtung eines eigenen Krypto-Instituts ein ernsthaftes Bestreben in Richtung New Economy.

„Etwa die Aufgaben eines Aufsichtsrats in einem Unternehmen“

„Der Universitätsrat übernimmt an Universtäten in etwa die Aufgaben eines Aufsichtsrats in einem Unternehmen“ – so definiert die WU die Funktion. Die Mitglieder des Unirats dürfen keine Universitätsangehörigen und keine Mitarbeiter des zuständigen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung sein. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen die Wahl des Rektors bzw. der Rektorin aus einem Dreiervorschlag des Senats, die Wahl der Vizerektoren nach Vorschlag des Rektors bzw. der Rektorin, die Genehmigung des Entwicklungs- und Organisationsplans sowie des Leistungsvereinbarungs-Entwurfs und die Zustimmung zum Budgetvoranschlag der Universität. Die Funktionsperiode beträgt fünf Jahre.

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Emerald Horizon holt Manager Claus Schmidt für Organisationsentwicklung und Qualitätsmanagement

Claus Schmidt war zuvor unter anderem Geschäftsführer der Umdasch Shopfitting Group. Nun soll er helfen, das Grazer Scaleup Emerald Horizon fit für die geplante Serienproduktion zu machen.
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Claus Schmidt | © Schrotter
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Das seit diesem Sommer börsennotierte Grazer Energie- und Atomkraft-Scaleup (bzw. je nach Lesart Unicorn) Emerald Horizon hat schon zuvor mit Personal-Entscheidungen auf sich aufmerksam gemacht: Zunächst holte man vergangenes Jahr Ex-Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann, später Ex-FPÖ-Chef Norbert Hofer jeweils in Vice-President-Positionen ins Team. Eine nun verkündete Personalie weist etwas weniger Prominenz, dafür wohl mehr Pragmatismus auf: Der erfahrene österreichische Manager Claus Schmidt übernimmt den Verantwortungsbereich „Organizational Development & Quality Management“.

Ziel: fit für die ambitionierten Pläne

Für Emerald Horizon geht es darum, die gesamte Organisation fit für die ambitionierten Pläne zu machen. Denn sowohl mit dem erst teilweise marktreifen Energiespeichersystem „Dual Store Plus“ als auch mit den geplanten Thorium- und Teilchenbeschleuniger-basierten Mini-Atomkraftwerken „Ades“ (brutkasten berichtete) will man in den kommenden Jahren in die Serienproduktion, um in die weltweite Skalierung zu gehen. Als Produktionspartner hierfür ist die niederländische VDL Groep bereits fixiert.

„Wir kommen aus der Forschung und gehen in die Industrialisierung. Über diesen Übergang entscheidet die Organisation in wesentlichem Maße mit“, sagt Vice President Operations Philipp Pölzl. „Claus Schmidt hat in mehreren Industrien Verantwortung übernommen. Diese Erfahrung holen wir uns an Bord.“ Schmidt bringe mit, was ein Deep-Tech-Unternehmen in der Wachstumsphase brauche: „Struktur, Qualitätsdenken und ein Gespür für Teams“.

Claus Schmidt: 25 Jahre Erfahrung im Top-Management

Konkret kommt der studierte Betriebswirt Schmidt mit mehr als 25 Jahren Erfahrung als CEO und CSO in unterschiedlichen Branchen und Ländern. Er war unter anderem Geschäftsführer der Umdasch Shopfitting Group mit 1.500 Mitarbeitern in 16 Ländern, CEO der Columbia S.r.l. in Italien und der Shoptec k.f.t in Ungarn, CEO der IDEAL Kältetechnik und zuletzt Generalbevollmächtigter der SIMACEK Holding in Wien und Hamburg.

„Emerald Horizon ist in einer Phase, in der aus einer Entwicklung Schritt für Schritt großartige Produktlösungen entstehen. Diese Herausforderung reizt mich enorm, und ich freue mich auf die Arbeit mit diesem großartigen und wachsenden Team“, kommentiert Schmidt.

Ungewöhnlicher Börsengang

In einem durchaus ungewöhnlichen Schritt ging Emerald Horizon Anfang dieses Sommers im Segment „standard market continuous“ an die Wiener Börse. Ungewöhnlich deshalb, weil das erste geplante Produkt „Dual Store Plus“ nach eigenen Angaben teilweise erst in der Prototypenphase ist – konkret der Wärmespeicher „CALStore“; vom geplanten Hauptprodukt „Ades“ gibt es noch keinen Prototypen. Für die kommenden Jahre rechnet das Unternehmen mit Verlusten, was zuletzt zu einem ungewöhnlichen Finanzierungsschritt führte. Dennoch wird das Unternehmen an der Börse bereits mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet.

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